Donnerstag, 28. Juni 2012

SUMATRA, Teil 2 – Monkey business, elephant spas and other kettles of fish


Im zweiten Teil unserer Reise durch Sumatra hatten wir zuerst unglaubliche Tierbegegnungen, bevor wir uns dann zum Abschluss im hohen Norden auf der Insel Pulau Weh ausruhten:

Pongo abelii02. – 05. Mai: Bukit Lawang
Waehrend das Landschaftsbild in Westsumatra von Reisterrassen gepraegt war, fahren wir auf dem Weg nach Bukit Lawang endlose Kilometer durch Palmoelplantagen; wir haben vorher noch selten eine derart ausgepraegte Monokultur gesehen!
Bukit Lawang selbst liegt am Rande des Gunung Leuser Nationalparks (9.000 km2 Flaeche) und ist vor allem wegen des „Orang Utan Rehabilitation Center“ (www.orangutancentre.org) bekannt. Die Auffangstation versucht aus der Gefangenschaft befreite Orang Utans auszuwildern. 
Auch wir hatten das Glueck, waehrend einer Dschungelwanderung und bei einem Besuch der Futterstation (fuer unglaubliche 1,70 Euro Eintritt p.P. und noch 4,20 Euro Kameragebuehr) auf diese faszinierenden Menschenaffen zu treffen – wirklich eine der aussergewoehnlichsten Erfahrungen unserer gesamten Reise! Fuer Kerstin ging ein jahrelanger Traum in Erfuellung und wer sie kennt, kann sich ihre Reaktion sicher gut vorstellen ;-). Neben den Orang Utans sahen wir auch noch die freundlichen Thomas-Languren (mit modischem Irokesenhaarschnitt), Weisshandgibbons und mal wieder viele Makaken.

 
IMG_5569Orang Utan’ (Pongo abelii) ist Malay und bedeutet ‘Mann aus dem Wald’. Auf Sumatra leben derzeit nur noch geschaetzte 6500 Tiere. Die Ausbreitung der Palmoelplantagen zerstoert mehr und mehr ihren Lebensraum und stellt dadurch die groesste Bedrohung dar.
Orang Utans sind die groessten baumbewohnenden Tiere der Erde und werden in der Wildnis bis zu 50 Jahre alt. Ein grosses Maennchen wiegt bis zu 100 kg und kann 1,5 m gross werden. Weibliche Orang Utans bekommen alle 8-9 Jahre Nachwuchs und genauso lange braucht dieser, bis er alleine leben kann. Ihre Diaet besteht zu 60% aus Fruechten, sie ernaehren sich aber auch von verschiedensten Pflanzenarten, ab und zu von Insekten oder Eiern und ganz selten sogar von Fleisch.
Orang Utans sind der Wahnsinn und muessen unbedingt gerettet werden – also Schluss mit den Palmoelplantagen!

05. – 08. Mai: Tangkahan
AmeliaNach einem langen Reisetag, erneut durch endlose Palmoelplantagen, erreichten wir endlich das ruhige Tangkahan. Als weiteres Highlight konnten wir hier beim Baden und Waschen der ortsansaessigen Elefantenherde assistieren! Bei den Elefanten handelt es sich um ehemalige Arbeitstiere, die nun im Rahmen eines Oekotourismusprojekts eingesetzt werden. Sehr zum Entzuecken von Kerstin gibt es in der Herde sogar ein Baby, die 3 Monate alte ‘Amelia’, die gluecklicherweise unserem Waschtrupp zugeteilt wurde! Die kleine aber immerhin schon 100kg schwere Amelia war allerdings sooo aufgeregt, dass sie beim Rumrennen gleich mal auf Kerstin’s Fuss gestiegen ist – AUA! Trotz des Schmerzes – wer kann von sich schon behaupten, ein Elefant sei ihm auf den Fuss gestiegen (hihi)?
08. – 14. Mai: Banda Aceh und Pulau Weh
Traditionelle KopfbedeckungIn der Region Aceh (im Norden Sumatras) wurde im März 2003 das islamische Recht als Gesetzesgrundlage eingeführt. Aceh ist seit dem die einzige Provinz Indonesien’s, in der die Scharia gilt. Waehrend wir in Westsumatra einen sehr liberalen Islam erlebt hatten, ist Kerstin hier die einzige Frau ohne Kopftuch, und wir achten darauf immer lange Hosen und Aermel zu tragen. Und auf den Strassen sehen wir in Relation generell weniger Frauen. 
Die Menschen in Aceh gehen durchwegs positiv auf uns zu, wir werden immer mit einem Laecheln empfangen und oft um ein Foto gebeten.  
Seit je her gab es in der Provinz Unabhaengigkeitsbestrebungen, bis 2005 herrschte deswegen fuer 29 Jahre Buergerkrieg mit der Zentralregierung in Jakarta. Seit den Friedensvereinbarungen von 2005 genießt die Provinz als Sonderregion gewisse Autonomierechte. Die Provinz besitzt eines von Indonesiens größten Erdoel- und Erdgasvorkommen und seit der Autonomie bekommt die Provinz statt vormals 5 %, nun 70 % der Einnahmen aus den Erlösen der Erdgaserträge.
Die Provinz Aceh ist der Weltoeffentlichkeit aber wohl vor allem wegen des Tsunamis 2004 bekannt geworden: Das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Region, die Stadt ‘Banda Aceh’, verlor bei dieser Katastrophe 1/3 der Bevoelkerung (ueber 60.000 von 200.000 Bewohnern). Das Erdbeben der Staerke 9.3 auf der Richterskala zerstoerte zuerst alle Gebaeude, die hoeher als 3 Stockwerke waren, und die anschliessende 12 Meter Tsunamiwelle riss den Rest der Gebauede weg. Fast jeder den wir treffen hat eine Geschichte zu erzaehlen und Familie und/oder Freunde verloren. Mit internationaler Hilfe wurde die Stadt inzwischen wieder aufgebaut und alles schaut ganz neu aus.
Pulau Weh
Wir geniessen vor allem unsere Tage auf Pulau Weh, einer vorgelagerten Insel, wo kein Kopftuchzwang herrscht und man im Bikini ins Wasser kann. Viele Anwohner von Aceh fahren deshalb uebers Wochenenden her und geniessen die Freiheit. Aber der eigentliche Grund fuer unsere Anreise ist die wahnsinnig schoene Unterwasserwelt. Wir verbringen die Tage schnorchelnd und ruhen uns auf der Terrasse unseres Bungalows aus.
FAZIT SUMATRA:
Unglaublich schoen, sehr abwechslungreich (kulturell wie landschaftlich), vor allem die Tierbegegnungen sind einzigartig, alles in allem hoechst empfehlenswert! Einziger Nachteil sind die schlechten Strassen (Reisen ist anstrengend und relativ zeitintensiv). 

Wer keine Tierfotos mag, bitte NICHT auf folgenden Link klicken! Allen anderen wuenschen wir viiiiiel Spass mit unseren Freunden in Sumatra:
 

UNNUETZES REISEWISSEN SUMATRA, TEIL 2

  • 97% des Erbguts von Mensch und Orang Utan sind identisch
  • Der Gunung Leuser Nationalpark ist Teil des ‘Naturdenkmals der tropischen Waelder von Sumatra’, welches seit 2004 zum UNESCO-Weltkulturerbe zaehlt
  • Mit 30% Marktanteil ist Palmoel (noch vor Sojaoel) das wichtigste Pflanzenoel der Welt. 85% davon werden in Malaysia und Indonesien zu gleichen Teilen produziert.
  • Eine kleine Moschee heisst wie ein fraenkischer Kosename ;-)
  • Im Gunung Leuser Nationalpark leben viele gefaehrdete Spezies unter anderem der Sumatra-Orang-Utan, der Sumatra-Tiger und das Sumatra-Nashorn.
  • Sogar in oeffentlichen Bussen wird hier gequalmt; in Luxusbussen gibt es hierfuer zumindest ein extra Raucherabteil
  • 90% der weltweiten Palmoelprodukte werden als Palm- und Palmkernoel bei der Nahrungsmittelproduktion verwendet, die restlichen 10% werden in Kosmetika und Reinigungsmitteln verarbeitet
  • Der Borneo-Orang-Utan (Pongo pygmaeus) und der Sumatra-Orang-Utan (Pongo abelii) werden als zwei unterschiedliche Arten eingestuft
  • Am Aequator sieht die Mondsichel aus wie ein U
  • Fledermausfleisch schmeckt wie Huehnchen – wurde uns gesagt!
  • Wenn ein Ami von einem [Rrrrrraengaetaeng] spricht, meint er unsere rothaarigen Verwandten


- - - E N G L I S H   V E R S I O N - - -

Our second part of traveling through Sumatra was dominated by unbelievable animal encounters and topped up by lazy days on the island Pulau Weh in the North:

02. – 05. May: Bukit Lawang

While the scenery in West Sumatra was affected by rice terraces, we are driving here endless kilometers through palm oil plantations; a mono culture like we’ve hardly seen it anywhere before!
Bukit Lawang is located at the boundaries of Gunung Leuser national park (9.000 km2 area) and is popular due to the   „Orang Utan Rehabilitation Center“ (www.orangutancentre.org). The sanctuary’s main purpose is to reintroduce the animals into the wild, which formerly lived in captivity.
We were lucky and met several of these adorable creatures during a jungle trek and a visit of the feeding platform (for unbelievable 1,70 Euro entrance fee p.p. and an additional 4,20 Euro for the camera). This encounter was definitely one of the most outstanding experiences during our travels! For Kerstin a life-long dream came true, and those of you knowing her can for sure vividly imagine her reaction ;-).
In addition we saw Thomas leaf monkeys (with stylish mohawk haircuts), white handed gibbons and once again macaques.
Orang Utan’ (Pongo abelii) is Malay and means ‘person of the forest’. On sumatra are nowadays only estimated 6500 animals left. The continued loss of habitat – mainly to palm oil plantations – is the biggest thread. 
Orang Utans are the largest arboreal animals on earth and can become over 50 years old in the wild. A large male can weigh over 100 kg and be 1.5 m tall. Female Orang Utans have babies every 8-9 years and the young animals live with their mother for the same amount of time. 
Their diet consists mainly of fruits (60%), they also eat different plants, sometimes insects or eggs and very seldom even meat.
Orang Utans are amazing and have to be protect – so pleeeeaaase stop logging!!!!

05. – 08. May: Tangkahan
After a long travel day, once again through endless palm oil plantations, we finally reached peaceful Tangkahan. Here we were able to do elephant washing, which was definitely another highlight for us! The elephants were formerly used for forest work, but are now part of an eco tourism program. And to top the whole experience, a 3 month old elephant baby was part of the herd and we were the ones who got to wash it.
08. – 14. May: Banda Aceh and Pulau Weh
Aceh is located in the very North of Sumatra and is the only Indonesian province, that strictly follows the Sharia laws and customs. While we experienced a rather liberal Islam in Western Sumatra, Kerstin was here the only woman without hijab and we both wore long sleeves during our stay.
We were warmly welcomed by the people of Aceh, and quite often asked with a smile, if they can take a photo of us.
The province Aceh has fought for independence for decades and there even was a civil war against the government for 29 years. With the peace agreement of 2005 the province received an autonomous status. Aceh possesses one of the biggest oil- and gas reservoirs of Indonesia, and now the province receives 70% of its income (instead of 5% before).
Unfortunately, the region got famous in 2004 due to the tsunami disaster. The cultural and economic center of the region, the city ‘Banda Aceh’, lost 1/3 of its population (more than 60.000 of 200.000 died). First, the earthquake (measured 9.3 on Richter scale) destroyed all buildings higher than three floors, then the 12 Meter tsunami wave swept away the rest. Almost everyone we met here could tell a story of lost family members or friends. Thanks to international help the city of ‘Banda Aceh’ was rebuilt and everything here looks brand new.
We especially enjoyed our days on the offshore island Pulau Weh, where head scarves are not an obligation and one can swim in bikinis (only applies for Kerstin, of course!). There are loads of Aceh citizens who enjoy this freedom on weekends. For us the main reason to be on Pulau Weh was the incredible underwater world. We spent the days snorkeling and chilling on the terrace of our bungalow.

SUMATRA CONCLUSION:
Incredibly beautiful, very diverse (culturally and landscape-wise), unique animal encounters; all in all highly recommendable!  Only disadvantage are the horrible streets (traveling is strenuous and time consuming).

Montag, 18. Juni 2012

SUMATRA Rain, Teil 1 - Crater lakes and greater people (Indonesien)


Sumatra RainWer kennt sie nicht, die Werbung aus den 80ern? Dichter Dschungel, Wasserfaelle, Exotik,… Und man sieht mal wieder wie gut Marketing funktioniert: Kerstin wollte schon immer nach Sumatra… Und hier sind wir! ;-)
Wir hatten waehrend der 4 Wochen auf Sumatra auch immer mal wieder tropischen ‘Sumatra Rain’, aber nach 10 erfrischenden Minuten war es meist auch wieder vorbei.

Gleich nach unserer Ankunft auf Sumatra wurde uns klar, was wir in Kuala Lumpur vermisst hatten: ueppige gruene Landschaften, welche es hier zuhauf gibt! Auf der groessten Insel Indonesiens findet man immer noch urspruenglichen Dschungel, obwohl Bevoelkerungswachstum und Palmoelindustrie den Bestand des Primaerwalds mehr und mehr dezimieren.

Sumatra ist in 10 verschiedene Provinzen eingeteilt (Indonesien besteht aus insgesamt 34 Provinzen), von welchen wir drei besucht haben: West- und Nordwestsumatra und die (halb)autonome Provinz Aceh (mehr dazu im zweiten Teil von Sumatra).

Ueppige Vegetation in West-SumatraDie Insel war in den letzten zwei Jahrzehnten leider immer wieder wegen Naturkatastrophen (Erdbeben, Vulkanausbrueche und Tsunamis) oder Unruhen in den Medien, was zum Einbruch des einst florierenden Tourismus’ Mitte der 90iger fuehrte. Heutzutage bereisen nur wenige Touristen Sumatra, obwohl die touristische Infrastruktur gut ausgebaut ist, was zu sensationell billigen Preisen gepaart mit gutem Service fuehrt und uns zwar freut, aber sehr schade fuer Sumatra ist. 3 Tage vor unserer Einreise gab es dann auch mal wieder ein starkes Erdbeben mit folgender Tsunamiwarnung, die dann gluecklicherweise wieder aufgehoben wurde. Und auch wir haben dann einen halben Tag diskutiert, ob es so clever ist die Insel gleich im Anschluss zu bereisen – aber wir haben es nicht bereut!

Ein weiteres ueberraschendes Highlight war das durchwegs leckere und abwechslungsreiche Essen. Wo wir wenig Abwechslung und viel gebratenen Reis vermutet hatten, gab es ausserdem Nudeln, Curries, viel Gemuese, wahlweise mit Tofu, Tempeh oder Huehnchen und gerne auch mit Erdnusssosse.

15. – 26. April: In und um BUKITTINGGI

West-Sumatra ist die Heimat der Minangkabau-Ethnie, und sie sind mit drei Millionen Angehörigen die größte existierende matriarchalische (mutterrechtliche) Gesellschaft, gepaart mit einem liberalen Islam – eine verrueckte Kombination! Das Kopftuch bei der Frau kommt uns (ausserhalb der Gebetszeiten) eher wie ein modisches Accessoir vor, das nach Lust und Laune mal zum Outfit kombiniert wird, mal weggelassen, eigentlich perfekt fuer ‘BadHairDays’ ;-)
Die Minangkabau haben aber nicht nur ihre eigene Kultur und Sprache, auch der Baustil ist durch die charakteristischen spitzkantigen Dächer gepraegt. Und sie lieben und leben Musik, ueberall wird gesungen, gesummt, Musik gehoert und egal wo man hin kommt, ist eine Gitarre present.

IMG_4969Unser erster Ausflug in die Umgebung von Bukittinggi war eine Dschungelwanderung, um die Rafflesia arnoldi, die groesste Bluete der Welt, zu sehen. Die Blüten haben einen Durchmesser bis zu einem Meter, werden bis zu 11 kg schwer, sind Vollschmarotzer und sehen aus, als ob sie aus Plastik waeren. Wie bei allen Rafflesien ahmt sie in Farbe und Geruch Aas nach und lockt dadurch Insekten, vorwiegend Fliegen, zur Bestäubung an.

Ausserdem besuchten wir eine kleine Kaffeeroesterei, deren Spezialitaet ‘Kopi Luwak’ ist: Nur die besten reifen Kaffeebohnen werden von einer Schleichkatzenart (Zibetkatze, Nagetier) verzehrt und erst nachdem diese sie wieder ausgeschieden hat, zu Kaffee verarbeitet – klingt komisch, ist aber so! Weil der Prozess so aufwendig ist (also Nagetierkacka im Wald suchen und dann vor dem Roesten erst noch waschen) kostet dann eine Tasse dieses Gebraeus fuenf mal soviel wie ‘normaler’ Kaffe (25.000 IDR =~2 Euro), schmeckt aber durch die vorherige Verdauung durch die Nager wirklich besonders mild und gar nicht bitter und kann deswegen sogar von uns Milchkaffeetrinkern schwarz konsumiert werden.

Gleich am ersten Tag in Bukittinggi wurden wir von Randi angesprochen, einem Englischstudenten aus der Gegend des nahegelegenen Mount Sato, der sein Englisch ueben wollte. Nach einer netten Unterhaltung bei einem gemeinsamen Mittagessen, erhielten wir sofort eine Einladung, ihn und seine Familie in seinem Dorf zu besuchen und dort zu uebernachten. Tags drauf wurden wir von Randi und einem Freund mit Motorraedern abgeholt. Nach einem herzlichen Empfang wurden wir in den naechsten drei Tagen von Randi’s Familie gemaestet, und obwohl die Kommunikation mit dem Rest der Familie sehr schwierig war (nur Randi spricht Englisch), fuehlten wir uns am Mt. Sato sehr wohl. Neben der Freundlichkeit und Offenheit der Minangkabau gefiel uns speziell die Landschaft am Berg mit den ueppig gruenen Reisterrassen. Bei Ausfluegen mit Randi und seinen Freunden besuchten wir eine lokale Tabakfabrik, eine Geburtstagsparty und eine authentische Teestube und erhielten dadurch einen Einblick in das alltaegliche Dorfleben.

Leider bekam uns dann auch noch Randi’s unsympathischer Englischlehrer, Mr. Amy, (dessen Englich uebrigens sehr zu wuenschen uebrig liess!!) in seine Finger und schleppte uns von einem seiner ‘Englischclubs’ zum naechsten. Die Schueler waren alle supernett und suess, aber nach 3 Tagen Dauerbelagerung wollten wir dann irgendwann auch mal wieder unsere Ruhe! Es kostete uns viel Ueberzeugungsarbeit uns dem penetranten Nervtoeter, Mr. Amy, loszueisen und uns ins Paradies abzusetzen:

Blick auf den Danau Maninjau‘Abdi Homestay’ im Harau Valley ist ein magischer Ort! Die 5 Bungalows liegen wunderschoen mit einer Steilwand incl. Wasserfall im Ruecken und mit Blick ueber das Tal voll von Reisfeldern bis zum Mount Sato. In der wunderschoenen Lage konnten wir richtig ausspannen und uns von den angenehmen Gastgebern Ikbal und Noni mit leckerem Essen verwoehnen lassen.

Das letzte Ausflugsziel von Bukittinggi aus, war eine dreitaegige Rollertour zum Kratersee Maninjau (70km x 25km Ausmass): Der traumhaft schoene See, fast komplett eingerahmt von einer Steilwand, dem ehemaligen Vulkankrater, bestach durch wunderschoene Sonnenuntergaenge, tolle Blicke auf Moscheen und Reisfelder und leider auch viele Fischfarmen.

27. April – 02. Mai: DANAU TOBA

Im Rahmen unseres naechsten Reiseabschnittes hatten wir Glueck im Unglueck: Wir wussten, dass die Weiterreise zum Tobasee eine 15-stuendige, schreckliche Nachtbusfahrt sein wird. Wir konnten uns eine private Mitfahrmoeglichkeit in einem Kleinbus organisieren, den wir fuer uns allein hatten und wodurch  wir zumindest viel Platz hatten und uns  nicht in Sitze, die fuer minimal kleiner gebaute Asiaten konzipiert wurden. Trotzdem war die Strasse eine der schlechtesten unserer gesamten Reise (superkurvig UND uebersaet mit Schlagloechern zugleich).

Der Tobasee ist mit 87 km Laenge und 27 km Breite der groesste Kratersee der Welt, und die in der Mitte des Sees liegende Insel ‘Pulau Sanosoir’ ist flaechenmassig so gross wie Singapur. Auf der Halbinsel Tuk Tuk mieteten wir uns im tollen Hostal ‘Liberta Homestay’ ein. Hier fuehlten wir uns sofort sehr wohl, dank der netten Atmosphaere, die wohl vor allem auf das Konto des hilfsbereiten, aufmerksamen und allwissenden Liberta-Besitzers Mr. Moon ging. Ausserdem trafen wir hier besonders nette Menschen (allen voran Sally und Rich aus Australien und Sin Yee aus Singapur) mit denen wir lustige Momente, tolle Gespraeche und viiiiel leckeres Essen teilten!

Batakarchitektur in Nord-SumatraIn der Gegend um den Danau Toba in Nord-Sumatra lebt der Volksstamm der Batak: Sie sind praktizierende Christen, wenn auch der Glaube sehr von lokalen Batakelementen beeinflusst wird. Wegen der Kirchen und die Lage am See erinnert uns das Landschaftsbild oft an die Schweiz! Die Batak sind allgemein ein eher reservierter Menschenschlag, aber dennoch freundlich.  Auch die Batak haben eine fuer sie charakteristische Architektur, ihre bootförmigen Haeuser bestechen mit kunstvoll geschnitzten Giebeln und Firsten.

Soviel zum ersten Sumatraeintrag, das bildliche Gegenstueck gibt es hier:

http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/UuC839/

UNNUETZES REISEWISSEN, INDONESIEN

  • 1975 war Peter Maffay mit seinem Hit “Du” hier eine ganz grosse Nummer 
  • Kerstin liiiiiiebt Tempeh (traditionelles indonesisches Fermentationsprodukt aus Soja)
  • Wer glaubt in Frankreich oder Griechenland wird viel geraucht, der war noch nie in Indonesien (allerdings rauchen nur die Maenner!)
  • Ein Feldarbeiter verdient ca. 30.000 Rupien am Tag (2,50 Euro), Nasi Goreng gibt’s ab 6.000
  • Da Sumatra am Aequator liegt, stehen die Satellitenschuesseln senkrecht nach oben
  • In Indonesien ist man schnell Multimillionaer (1 Mio. Rupien entsprechen ca. 85 Euro)
  • Katzen lockt man hier mit den Worten ‘PussPuss’
  • 1 Liter Sprit kostet ca. 0.40 Euro (4500 Rupien)
  • Auf Sumatra gibt es eine sehr aktive Punkszene, was sich auch in den Klamottenlaeden spiegelt
  • Das indonesische Archipel besteht aus ueber 17.000 Inseln
  • Ueberall und immer essbar: Nasi Goreng und Mie Goreng (Gebratener Reis / Nudeln) 
  • Die Wasserhaehne dreht man andersrum auf, bzw. zu
  • Bataks essen Fledermaeuse
  • Magic Mushrooms’ sind legal in Indonesien und ueberall zu erstehen (wohingegen fuer die Einfuhr von Marijuana sogar die Todesstrafe ausgesprochen werden kann)

- - - E N G L I S H   V E R S I O N - - -

Sumatra Rain - For sure everyone of you knows the cheesy eau de toilette ad from the 80s (at least it was pretty big in Germany): dense jungles, pristine waterfalls, exotic, lush green,… And you can once again see how well marketing works: Kerstin has always wanted to visit Sumatra – and here we are! ;-)
During our 4 weeks on Sumatra we did indeed have tropical ‘Sumatra Rain’, but after 10 refreshing minutes it was generally over.

Right after our arrival we recognized, what we had missed in Kuala Lumpur: lush green landscapes! On the biggest island of Indonesia one can still find original jungle, although population growth and palm oil industry decrease the primary forest more and more.

Sumatra is divided into 10 different provinces (Indonesia consists of 34 provinces), of which we visited three: West- and Northwest-Sumatra and the semi-autonomous province Aceh (more about that one in the second part of Sumatra).

Unfortunately, the island only made it into international news due to natural catastrophes (earthquakes, volcano eruptions and tsunamis) or political disturbances throughout the last two decades. This led to a downturn of the once booming tourism industry. Nowadays only few tourists find their way to Sumatra, although the touristic infrastructure is really good, resulting in sensationally low prices paired with good service. Good for us, but very bad for Sumatra.
3 days before we entered, again a major earthquake and a subsequent tsunami warning (luckily only a warning) stroke the island. And after that we also discussed, whether it’s a good idea to visit right after that – but we did it and have not regret it!

And we loved the food! While we expected not much diversity and mainly fried rice, we were surprised by great and varied food: noodles, curries, vegetables with tofu, tempeh or chicken and often with yummy peanut sauce!

15. – 26. April: In und um BUKITTINGGI

West-Sumatra is home to the ethnic group of the ‘Minangkabau’. With 3 million members they are the biggest existing matriarchal society. Combined with a pretty liberal Islam, this is a crazy combination! The head scarf of women seemed to be rather a stylish accessory, than an obligation: one day a girl would combine it to her outfit, the other day not, perfect for bad-hair-days! ;-)
The ‘Minangkabau’ do not only have their own culture and language, but also their architecture is characterized by the peaky roofs in their unique houses. And they love and live music: anytime and anywhere you can hear someone hum, drum, sing or listen to a song and there are always guitars present.

Our first trip into the outskirts of Bukittinggi was a jungle trek to see the biggest flower in the world, Rafflesia arnoldi. The blossom can have a diameter up to 1 meter, can weigh 11 kg, is a complete parasite and looks as if it is made of plastic! Like all Rafflesia they imitate color and smell of carrion and are therefore very attractive to flies, which carry out the pollination.

Moreover we visited a small, local coffee roasting facility, whose specialty is ‘Kopi Luwak’: rodent called civet cat eats coffee beans, rodent digests and excretes coffee beans, beans are (hopefully) washed and roasted – et voila! Since the process is pretty elaborate, one cup of this special coffee costs five times the amount of the ‘normal’ one (25.000 IDR =~2 Euro). But we must admit, that this coffee was extremely mild and not bitter at all, even the two of us (both self-confined milk coffee drinkers ;-) could have it black!

On our first day in Bukittinggi Randi, an English student, approached us to practice his English. After a nice chat over food he invited us to his home village next to Mount Sato. We ended up staying three days with Randi and his family, who pampered and fed us. We hiked through the lush green scenery along the rice paddies, visited a local tobacco farm, a birthday party and a very authentic tea house, giving us a nice insight into everyday village life.

We really enjoyed socializing and communicating with all the kids from the ‘English Club’ we got to know through Randi, but after 3 days we really enjoyed to be by ourselves again and found the perfect spot for this: Abdi’s Homestay in Harau Valley – a magical place! The 5 bungalows have a steep wall and a waterfall in their back and overlook the rice paddy covered valley with views towards Mount Sato. Rounding up this perfect setting were the kind and friendly owners Igbal and Noni, spoiling us with yummy food.

Our last destination around Bukittinggi was crater lake Maninjau, where we headed with motor scooters for three days. The dreamy lake is completely framed by the former crater walls, building a breathtaking setting for sunsets!

27. April – 02. Mai: DANAU TOBA

Luckily we were able to find a private, but still affordable transport towards our next destination, crater lake ‘Danau Toba’. The 15 hour bus ride is only performed at night and supposed to be one of the curviest AND bumpiest roads and after doing it, we must say, that it was even one of the most horrible ones during our whole journey. But since we had a whole little Minivan for ourselves, we could at least spread out instead of being squeezed into seats, designed for slightly smaller Asians!

Lake Toba is with its 87 km length and 27 km width the biggest crater lake in the world and it hosts an island (‘Pulau Sanosoir’) of the size of Singapore. We stayed in the fabulous ‘Liberta Homestay’ on peninsula ‘Tuk Tuk’, where we had a nice room in a Batakstyle house. We really loved staying here, thanks to the laid-back atmosphere created by super-helpful and friendly owner Mr. Moon and his staff. Moreover we shared fun moments, good talks and great food with great people (most of all Sally and Rich from Australia and Sin Yee from Singapore).

The ethnic group of the Bataks lives in the region around Danau Toba in North-Sumatra. They are Christians, mixing their belief with local Batak elements. Due to all the churches and the location at the lake the landscape rather reminded us of Switzerland, than of Sumatra! The Batak are in general pretty reserved, but nevertheless friendly. They also have their very characteristic architecture, the boat-shaped houses impress with their intricately carved gables and upsweeping roof ridges.

So much for that, you can find the visual counterpart here:

http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/UuC839/

USELESS TRAVELKNOLEDGE, INDONESIA

  • German singer Peter Maffay was pretty big here in 1975
  • Kerstin LOVES Tempeh (tradition Indonesian fermentation product made of soy)
  • You believe they smoke a lot in France or Greece? Well, we think you haven’d been to Indonesia yet! (Although it’s only the guys who smoke)
  • A agricultural worker earns ca. 30.000 IDR per day (2,50 Euro), you get a Nasi Goreng from 6.000 IDR
  • Since Sumatra is located at the equator, the satellite dishes point straight up
  • In Indonesia one can easily be millionaire  (1 Mio. IDR are ca. 85 Euro)
  • Cats come if you attract them with the words ‘PussPuss’
  • 1 liter petrol costs ca. 0.40 Euro (4.500 IDR)
  • There is a pretty active punk scene on Sumatra, which is mirrored in the style of the people
  • The Indonesian archipelago consists of more than 17.000 islands
  • Everywhere and anytime eatable: Nasi Goreng and Mie Goreng (Fried rice / noodles)
  • Want to turn on the tap? Screw in the opposite direction than back home in Europe!
  • Bataks eat bats!
  • Magic Mushrooms’ are legal in Indonesia and easy to get, whereas import of Marijuana can be sentenced with death penalty.