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Mittwoch, 2. November 2011

Brasilien, Teil 3 und ein kleines Resümee


Wir haben uns wirklich lange Zeit gelassen, fuer den letzten Eintrag ueber unsere Reise durch Lateinamerika… aber wir waren viel zu beschaeftigt damit, alle Freunde, Verwandte und Bekannte zu sehen und sind dafuer auch gleich noch ein bisschen durch Europa getingelt – mit anderen Worten, es war uns nicht gerade langweilig!

Ausserdem haben wir seit unserer Rueckkehr am 16. Juli fuer uns festgestellt, dass wir immernoch nicht genug von dieser Welt gesehen haben – sind wir doch mal ehrlich, eine Weltreise planen und dann ‘nur’ Lateinamerika sehen, das geht ja nun wirklich nicht! Deswegen koennt ihr euch ab jetzt wieder auf regelmaessigere Eintraege freuen, wir sind heute morgen in Delhi, Indien angekommen und schauen wo es uns von hier aus hintreibt!
Aber jetzt noch einmal zurueck in die Vergangenheit, es war im Juni dieses Jahres, als wir uns von Rio aus mit einem Flieger aufmachten, den Nordosten Brasiliens zu erkunden…
IMG_0032Nordbrasilien ist das sogenannte Armenhaus des Landes, wo der Anteil der dunkelhaeutigen Bevoelkerung deutlich hoeher ist als im Rest Brasiliens und der Lebensstandard leider deutlich niedriger. Das tut der Freundllichkeit der Einwohner allerdings keinen Abbruch, wir wurden wie ueberall im Land herzlich empfangen. Unser erstes Ziel war Sao Luis, von wo aus wir uns abseits der Hauptroute zum und durch den Nationalpark Lencois Maranhense vorarbeiteten:
22. – 30. Juni: Nationalpark Lencois Maranhense
Der Park umfasst eine ~1500 km2 grosse Duenenlandschaft, in der sich waehrend der Regenzeit eine Vielzahl von Lagunen bilden, die nicht nur irre aussehn, sondern auch super zum Baden einladen. Wir hatten uns dazu entschieden, keine konventionelle Tour vom Haupttouristenhub Barreirinhas aus zu machen, sondern mit einem Linienboot bis an die Kueste nach Atins zu fahren. Gleich auf dem Bott haben wir zwei brasilianische Fotografen kennengelernt, mit denen wir uns gemeinsam von Atins aus eine ganztaegige Tour in den Nationalpark organisierten. Ausserdem durften wir ein bisschen Fotomodell spielen und wurden dafuer mit superschoenen Profifotos von den beiden belohnt (siehe Bild). Von Atins ging’s dann mit einem Fischer ans andere Ufer des Meerarmes nach Cabure und von da aus etappenweise ueber Paulino Neves, Camocin und Tutoja bis nach Tatajuba. Da die Fahrten oft ueber Sandduenen oder anderweitig unwegsames Gelaende fuehren, bewegt man sich meist mit hinten offenen Toyotabussen fort –DSCF0245 ein Spass, wenn auch nicht immer komfortabel.
1. – 3. Juli: Tatajuba
Tatajuba ist noch ein verschlafenes Doerfchen, dass direkt neben der Tourihochburg Jericoacoara liegt. Hier waren wir fuer 3 Tage die einzigen Touristen und genossen die Ruhe vor dem Sturm.
3. – 9. Juli: JERICOACOARA
Der Strand von ‘Jeri’, wie es von Einheimischen und Insidern liebevoll genannt wird, wurde von der Washington Post zu einem der 10 schoensten Straende der Welt gewaehlt. Wir fanden den Strand und auch den Ort superschoen, aber dass beides etwas ueberbewertet wird (uns wuerden wohl auf Anhieb 10 schoenere Straende einfallen). Aber wegen seiner abgeschiedenen Lage hinter der Duene, seinem speziellen Flair mit sandgesaeumten Gaesschen, vielen netten Laedeleins und stylischen Cafes, haben wir die Zeit in Jeri wirklich genossen – vor allem nach der Abgeschiedenheit und den einfachen Orte vorher.
9. – 14. Juli: Praia do Pipa
P1110660In Pipa wollte uns Brasilien unseren bevorstehenden Abschied wohl erleichtern; wir hatten leider taeglich Regen und vertrieben uns die Zeit damit, den Maedels bei der FussballWM zuzuschaun. Trotz der Vielzahl an skandinavischen Touristen fuehlten wir uns in Pipa superwohl ;-) und das Highlight waren definitiv die Delfine am Praia Madeira, mit denen man wirklich einfach so im Wasser schwimmen kann.
14. – 15. Juli: Recife
Eigentlich ist Recife keine Uebernachtung wert, da wir hier allerdings Kerstin’s Best Western Gutschein einloesen konnten (Vielen Dank nochmal an meine ehemaligen Arbeitskollegen!!!) und auch zum Schluss doch nochmal mit einem sonnigen Tag belohnt wurden, war dies wohl ein wuerdiger Abschluss unserer aufregenden Reise.
Und hier geht’s zu unserem vorerst letzten Fotoalbum aus Amerika:
Und fuer alle Freunde von Zahlen und Statistiken haben wir uns zum Abschluss ein paar Gedanken ueber unsere fabelhafte Reise durch Lateinamerika gemacht:
Wir waren ueber einen Zeitraum von 16 Monaten auf 2 Kontinenten unterwegs und sind dabei durch 17 verschiedene Laender (8.8% der derzeitigen Staaten der Erde) und 5 der 7 Vegetationszonen gereist. Dabei mussten wir 26 Grenzuebertritte ueber uns ergehen lassen (durchschnittlich 1.6 pro Monat), wobei wir die Mehrzahl zu Fuss meisterten, 2mal mit dem Boot uebersetzten und dazu im Laufe der Zeit 3 verschiedene Paesse vorgezeigt haben. Einreiserekordland ist Argentinien; 4 Stempel zeugen davon in unserem aktuellen Reisepass. Wir haben uns zwischen 21° 8′ noerdlicher Breite (Cancun, Mexiko) und 53° 37′ suedlicher Breite (Fuerte Bulnes, Chile) bewegt und haben 3mal den Aequator gekreuzt. Waehrenddessen haben wir ueber 20.000 km zurueckgelegt, d.h. durchschnittllich 1.250 km pro Monat oder 41 km am Tag, den Grossteil davon mit Bussen.

Am meisten Zeit haben wir in Chile (60 Tage) verbracht, in Paraguay haben wir es nur 8 Stunden ausgehalten. Der Ort an dem wir am laengsten waren ist Buenos Aires (31 Tage), das Bett in dem wir am haeufigsten geschlafen haben steht in Santiago im Haus von Rona und Victor. Grob ueberschlagen haben wir in 140 verschiedenen Orten ‘gewohnt’, das sind ca. 9 Orte pro Monat, bzw. alle 3.5 Tage ein Ortswechsel. 
Wir haben meistens in Doppelzimmern uebernachtet, manchmal auf Couchen, ab und zu im Zelt (einmal sogar im Schnee), sehr selten in Schlafsaaelen, ein paar Mal auf dem Wasser (einmal davon in unserer Haengematte), desoefteren in Nachtbussen; hatten Huetten am Meer, ein eigenes Hauschen in Uruguay und eine eigene Wohnung in Panama gemietet.

Unsere teuersten Tage verbrachten wir auf Galapagos, besonders billig war’s vermutlich in Bolivien.
Wir waren zum ersten Mal wellenreiten (Bernie), hatten zum ersten Mal Hoehenkrankheit (Kerstin), haben in Buenos Aires zum ersten Mal Tango getanzt, haben zum ersten Mal Fernet Cola getrunken, waren zum ersten Mal eisklettern und sind zum ersten Mal ueber’s offene Meer gesegelt.

Wir haben Vulkane bestiegen, waren auf den Spuren von Darwin, den Mayas und den Inkas, haben 2 kleinere Erdbeben miterlebt und einen Vulkanausbruch. Wir haben Affen gestreichelt, mit Papageien gekuschelt,  sind mit Seeloewen geschwommen, haben Wale springen und Pinguine hoppeln sehen, wurden von einem Waschbaeren bestohlen, von Nasenbaeren verfolgt und von Bruellaffen angepinkelt. Wir haben 55 (B.), bzw 40 (K*) Buecher gelesen, 56GB Bildmaterial generiert, 32 Blogeintraege verfasst, 4 Paar FlipFlops (K*) und 2 Paar Sandalen (B.) durchgelaufen,

Und unser Fazit?

Wir haben jetzt vielleicht ein paar Euro weniger auf der Bank, aber sind um soooo viele tolle Erlebnisse, Eindruecke, Erinnerungen und Menschen reicher!
Wir wuerden es nicht bloss sofort wieder tun, wir tun es sofort wieder!
Open-mouthed smile Open-mouthed smile
Bis bald und vielen Dank fuer Eure Aufmerksamkeit Winking smile
Kerstin und Boernie.


- - - E N G L I S H  - V E R S I O N - - - 

We know that this last entry about our trip through Latin America took us quite a while… but we were way toooooo busy meeting all our families and friends throughout Europe; with other words, it was everything but boring back home!
In addition we have figured meanwhile that we still haven’t seen enough of this world – to be honest, planning a world trip and then ‘only’ visiting Latin America – are you kidding me? And so you can from now on again look forward to continuous blog entries: we arrived this morning in Delhi, India and will see where life takes us from here Winking smile.

But now we will travel back in time, to July this year to be exact, when we boarded a plane, which took us from Rio to the Northeast of Brazil…
North Brazil is the poorhouse of the country, the living standard is far below the nations average. Nevertheless we were welcomed just as warm as in the rest of this hospitable country.
Our first stop was Sao Luis, from where we visited the incredible national park Lencois Maranhenses:

22. – 30. Juni: National park Lencois Maranhenses
The park consists of a ~1500 km2 dune landscape, where a countless number of lagoons are formed during the rainy season, inviting you to swim. We decided not to book a conventional tour from the tourist hub Barreirinhas, but take the local boat to the coastal village of Atins (thanks a lot for the tip, Andre!). From there we visited the national park together with two professional Brazilian photographers, who ‘abused’ us as their models, but rewarded us with some amazing pics.
From Atins we traveled by stages via Cabure, Paulino Neves, Camocin and Tutoia to our next destination Tatajuba, mainly in 4WD-Toyota pick-ups; a fun but not very comfy way of traveling!

1. – 3. July: Tatajuba
Tatajuba is a very peaceful village next to the well known tourism centre ‘Jericoacoara’. Here we were for three days the only tourists and enjoyed the calm before the storm…
3. – 9. July: JERICOACOARA
The beach of ‘Jeri’, as the locals call their village, was elected one of the 10 most beautiful beaches in the whole world by the Washington Post. Well, we really liked the fancy and stylish surfer village and the beach is indeed very nice, but we could both think of at least 10 nicer beaches without a second thought. But because of the remoteness of the spot behind the dune, the special flair with the different shops and the stylish cafes we really enjoyed our time in Jericoacoara.
9. – 14. July: Praia do Pipa
It seemed that Brazil wanted to make it easier for us, to say goodbye: it rained every day, while we were staying in Pipa. Nevertheless we liked Pipa a lot! The highlight was definitely watching and swimming with the dolphins in the bay of Praia Madeira.
14. – 15. Juli: Recife
Recife is definitely NOT the place you would wanna hang out while in Brasil (it’s comparable to Cancun in Mexico and literally only consists of horrible skyscraper hotels), but since we still had a Best Western voucher we enjoyed the last sunny day of our exciting journey through Latin America in a luxury hotel.
Here you can see our last photo album from America:
http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/g00213/

And for all friends of statistics we’ve summarized our fantastic journey through the Americas in numbers:
We’ve visited 2 continents and 17 different countries (which refers to 8.8% of all the countries in the world at the moment) and 5 of the 7 vegetation zones in 16 months. We crossed 26 borders (on average 1.6 per month), from which we managed most of them by foot, two via boat and used three different passports to do so. The country we entered the most was Argentina; 4 entry stamps in our actual passport proof that.
We moved between 21° 8′ northern latitude (Cancun, Mexiko) and 53° 37′ southern latitude (Fuerte Bulnes, Chile) and we’ve crossed the equator three times. All together we’ve traveled over 20.000 km, which equals to 1.250 km per month or 41 km a day, the majority using local busses.
The longest time we spent in Chile (60 days), whereas we could only bear Paraguay 8 hours! The place we’ve stayed at for the longest period of time was Buenos Aires (31 days), the bed we’ve occupied the most nights is in the house of Rona and Victor in Santiago. As a rough estimate we’ve ‘lived’ in 140 different places, which results on average in 9 locations per month or moving after 3,5 days, respectively.
Most of the time we’ve slept in double rooms, sometimes on couches, every now and then in our tent (one time as well in the snow), very rarely we had to spent the night in dormitories, a couple of times on the water (once even in our hammock), loads of times on night busses. We had cottages next to the beach, our own little house in Uruguay and our own apartment in Panama.
The place we spent the most money per day was definitely Galapagos, one of the cheapest for sure Bolivia. We tried surfing for the first time (Bernie), suffered the first time from altitude sickness (Kerstin), attended our first Tango lesson in Buenos Aires, drank our first Fernet Cola, climbed the first time on ice and sailed the first time over the open sea.

We’ve climbed volcanoes, followed the traces of Darwin, the Mayas and the Incas, experienced two little earthquakes and once a volcano eruption. We’ve fondled monkeys, cuddled parrots, swam with sea lions, saw whales jump and penguins hopple, got robbed by a raccoon, followed by a coati and once almost hit by howler monkey pee.

We’ve read 55 (B.) and 40 (K*) books, resp., generated 56 GB of pictures, composed 32 Blog entries, used 4 pairs of FlipFlops (K*) and 2 pairs of sandals (B.).

And our conclusion?

We now might have a couple of Euros less on our bank account, but we’ve collected loads of experiences, impressions, memories and friendships!
We just wouldn’t it do it again, we just DO it again!
Open-mouthed smile Open-mouthed smile
Thanks a lot for your attention Winking smile
Kerstin und Boernie.

Freitag, 15. Juli 2011

Brasilien, Teil 2 – Sao Paulo, Costa Verde, Rio de Janeiro


07. – 13. Juni: Sao Paulo

DSC02544Von Iguazu aus ging’s mit dem Flieger nach Sao Paulo, einer Metropole mit 18 Mio. Einwohnern (also fast Bayern’s Einwohner mal zwei und das in einer Stadt!!!). Bereits der Landeanflug zeigte uns die Dimension dieser Stadt, als wir schon 20 Minuten vor der Landung nur noch ueber Hochhaeuser und Stadtgebiet flogen. In Sao Paulo besuchten wir Bia, eine sehr gute Freundin von Kerstin (mit der sie zusammen in Gainesville (Florida) vor einigen Jahren Praktikum gemacht hatte). Die Freude ueber das Wiedersehen war neatuerlich riiiiiesig und wir wurden waermstens von Bia’s Familie, die eine grosse, geschmackvolle Wohnung im Stadtteil Jardims bewohnt, aufgenommen! Bia musste zwar tagsueber leider arbeiten, aber ‘Mamma’ und die Hausangestellte Marina kuemmerten sich praechtig um uns - wir haben wohl beide in der Woche bissi zugenommen - und wir haben unseren Portugiesischwortschatz um elementare Woerter erweitert – ‘tudo otimo’ (alles wunderbar)!!!!
Bia hat uns gleich fuer unseren ersten Abend Karten fuer das Abschiedsspiel von Fussballstar Ronaldo und somit auch fuer die brasilianische Fussballnationalmannschaft (gegen Rumaenien) besorgt. Ronaldo durfte ganze 15 Minuten spielen, bzw. seinen inzwischen recht stattlichen Bauch behaebig ueber’s Feld tragen und auch der Rest der Partie war nicht besonders prickelnd, aber wir hatten trotzdem jede Menge Spass.
Leider war uns das Wetter in Sao Paulo anfangs nicht ganz so zugetan: deutsches Herbstwetter (nasskalt bei teilweise nur 7 Grad Celsius) gepaart mit brasilianischem Baustil (keine Heizung, nur einfach verglaste Fenster und keine Isolierung) – nicht gut!
Zusammen mit Bia und ihrem Freund Xixo verleben wir unvergessliche Tage: Bia’s Schwester organisiert uns Freikarten fuer ein Konzert der aufstrebenden Saengerin ‘Tulipa’, wir verbringen einen witzigen Abend in einer authentischen ‘Bar de Chorinho’ (Liveclub mit SambaJazzMusik), Kerstin litt 2,5 Stunden in einem Zahnarztstuhl, Bernie litt 2,5 Stunden beim Fusal mit Xixo, wir geniessen die guten Museen und Buchlaeden, besuchen das Stadtzentrum abseits der reichen Viertel und werden mit dem ‘echten’ und armen Sao Paulo konfrontiert, verbringen einen schoenen Sonntag im tollen Stadtpark ‘Ibirapuera’ incl. Besuch des gratis BMWJazzFestivals und zum Abschluss kochen wir alle zusammen ein sogenanntes ‘SeeYouSoonDinner’, weil von Abschied kann keine Reide sein ;-)
Sao Paulo ist touristisch gesehen sicher nicht mit Rio oder anderen Staedten vergleichbar, aber Dank Bia, ihrer Familie und Xixo war Sao Paulo fuer uns auf jeden Fall ein Hoehepunkt und wir hoffen, dass wir uns gaaaanz bald wiedersehn!

13. – 17. Juni: Parati und Trinidade – Costa Verde

P1110163Auf dem Weg von Sao Paulo nach Rio liegt die landschaftlich reizvolle ‘Costa Verde’ – eine ueppige Kuestenlandschaft mit palmenbewachsenen Straenden und traumhaft schoenen Buchten, in denen sich frueher die Piraten versteckten. Wir verbringen 4 schoene Tage im huebschen und gut erhaltenen Kolonialstaedtchen Parati. Dort unternehmen wir einen Bootsausflug, besuchen die Traumstraende von Trinidade und freuen uns ueber die sommerlichen Temperaturen. Kerstin nutzt die Tage um ihre neuerliche Nebenhoehlenentzuendung auszukurieren, damit sie fit ist fuer Rio! ;-)
Leider haben wir’s nicht auf die Ilha Grande geschafft, da Andre - unser Mann in Rio! – nur bis 21. Juni da ist und wir ihn auf keinen Fall verpassen wollten… aber aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben!

17. – 22. Juni: Rio de Janeiro

Andre hatten wir letztes Jahr im Mai in El Salvador kennengelernt und unser Besuch war eigentlich fuer den Karneval geplant gewesen, aber ihr wisst ja wie lahm wir unterwegs sind… ;-)
Andre’s Wohnung liegt zwischen den beruehmten Straenden von ’Ipanema’ (ca. 100 m) und ‘Copacabana’ (ca. 600m) und war ein perfekter Ausgangspunkt um Rio zu erkunden und es gemeinsam mit einem gebuertigen ‘Carioca’ (Bewohner Rios) zu erleben. 
Rio besticht durch seine atemberaubende Lage zwischen Meer und Festland: von satt-gruenem Kuestenwald durchzogen, mit verschiedenen ‘Morros’ (Huegeln) gespickt und mit dem beruehmten Zuckerhut und der Christusstatue garniert - ein einmaliges Szenario. Waehrend bei uns die Grundstuecke mit Hanglage ja meist die teureren sind, ziehen sich hier die Armenviertel (Favelas) die ‘Morros’ hinauf, und der Gegensatz zwischen arm und reich koennte nicht groesser und allgegenwaertiger sein.
P1110227Samba und die damit verbundene Lebensfreude sind omnipresent und auf eine angenehme Art und Weise ansteckend. Der Koerperkult an den Straenden ist enorm, es wird gebraeunt was das Zeug haelt und Damen jeder Altersgruppe und Statur praesentieren sich in den knappsten Bikinihoeschen – auch wenn es oft eher Weg- als Hingucker sind!
Zusammen mit Andre und seiner Mitbewohnerin Marcia verbringen wir eimalige Tage bei strahlendem Sonnenschein: Wir geniessen den Strand von Ipanema, flanieren ausgiebigst auf der Copacana, schaun uns den Mondaufgang ueber der Bucht von Urca an, spazieren um die ‘Lagoa Rodrigo de Freitas’ und sehen mitten in der Stadt nicht nur kleine Aeffchen sondern zu unserer Freude auch noch das langersehnte Wasserschwein (Capibara), welches sich im Pantanal so gut versteckt hatte. Im Inviertel Santa Teresa, auf einem Huegel zwischen Copacabana und Stadtzentrum gelegen, bewundern wir den Sonnenuntergang ueber der Stadt und gehen auf ein alternatives Kulturfest. An unserem letzten gemeinsamen Abend besuchen wir zum kroenenden Abschluss noch eine original Sambaparty.
Genug geschrieben – hier gibt’s die Bilder zum Text:
Jetzt sitzen wir bereits in Recife am Flughafen und werden in Kuerze - nach 16 Monaten Lateinamerika - in den Flieger zurueck nach Frankfurt steigen. Obwohl wir uns natuerlich riesig freuen, euch alle bald wieder zu sehen, sind wir dennoch etwas wehmuetig!
Um uns den Abschied leichter zu machen, haben wir uns 10 Dinge ueberlegt, auf die wir uns am meisten freuen:
  • Computertastaturen mit Umlauten
  • heute schon wissen wo wir morgen schlafen
  • Moskitos ohne fiese Krankheiten
  • Leitungswasser trinken
  • Weggehen bei guter Musik und Livemusik von ‘unseren’ Bands
  • Klopapier INS Klo schmeissen
  • gutes Gustl/Aperol Spritz
  • 20 T-Shirts, 5 Paar Schuhe und 27 Haarspangen mehr als in einen Rucksack passen
  • unser eigenes, gut riechendes, frisch bezogenes, taschenfederkernmatratzenausgestattetes, daunenfedernzudeckenbelegtes und JimmyundBaerlibesetztes BETT
  • IHR!!!!!
NACH DER REISE IST VOR DER REISE!!!!! - NACH DER REISE IST VOR DER REISE!!!!! - NACH DER REISE IST VOR DER REISE!!!!! - NACH DER REISE IST VOR DER REISE!!!!! –…. Winking smile
In Kuerze folgt unser vorerst letzter Blogeintrag ueber Lateinamerika, unsere wunderbare Reise durch Brasiliens Nordosten, von Sao Luis bis Recife – also dran bleiben!!!
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07. – 13. Juni: Sao Paulo

We took a flight from Iguacu to Sao Paulo, a megacity with 18 million inhabitants! During the last 20 minutes of the flight we already flew over skyscrapers and the metropolitan area, demonstrating the dimensions of this giant city. In Sao Paulo we visited Bia, a very good friend of Kerstin (together with Bia Kerstin interned in Gainesville, Florida). The happiness about the reunion was huuuuuge, as one can imagine, and we were warmly welcomed by Bia’s family, who lives in a pretty big and tastefully furnished apartment in the district Jardims. Unfortunatley, Bia had to work during the week, but we got meanwhile pampered by ‘Mamma’ and their maid Marina (and thus we definitely added a couple of kilos) and improved our Portuguese vocabulary by elementary expressions ‘tudo otimo’ (everything’s wonderful ;-)!!!!
For our first evening in Sao Paulo Bia had organized tickets for the farewell game of football legend Ronaldo and therefore we also got to see the Brazilian selection (against Romania). Ronaldo just played 15 minutes, or, to put it in better words, he was allowed to drag his meanwhile respectable belly over the pitch for 15 minutes. The game itself wasn’t very high-class, but nevertheless we had loads of fun. Unfortunately the weather in Sao Paulo was pretty ‘German’ during the first days, we had kind of autumn weather (wet and cold with sometimes just 7 degrees Celsius). Nevertheless we had unforgettable days with Bia and her boyfriend Xixo: Bia’s sister organized free tickets for a concert of the upcoming singer ‘Tulipa’, we spent one funny evening in the authentic ‘Bar de Chorinho’ (liveclub with jazzy Samba music), Kerstin suffered 2,5 hours in a dentist’s chair, Bernie suffered 2,5 hours playing Futsal with Xixo, we enjoyed the good museums and bookstores, visited downtown (and got to see a bit of the real and poor Sao Paulo), spent one day in the beautiful park ‘Ibirapuera’, where we visited the free BMWJazzFestival, and at the end we cooked together a so-called ‘SeeYouSoonDinner’, because we’re not talking about farewell ;-)
From a touristic point of view, Sao Paulo can of course not be compared to Rio or other hot spots, but because of Bia, her family and Xixo Sao Paulo was definitely a highlight for us and we hope, that we will indeed see you soon again!!!

13. – 17. Juni: Parati und Trinidade – Costa Verde

On the way from Sao Paulo to Rio you pass the beautiful landscape of the ‘Costa Verde’ – an ample coastal rainforest including palm-covered beaches and beautiful bays, which were used in earlier times by the pirates to hide. In the picturesque colonial town of Parati we spent 4 relaxing days.  We made a boat trip, visited the idyllic beaches of Trinidade and enjoyed the summer temperatures. Kerstin used the days to cure here anew sinusitis, to be ready for Rio! ;-)
Unfortunately we haven’t managed to visit the famous and supposedly beautiful Ilha Grande, because Andre – our man in Rio! – left town on the 21st, and we definitely didn’t like to miss him! – so it’s another point we put on our ToDo list for our next visit!

17. – 22. Juni: Rio de Janeiro

We met Andre last year in El Salvador and our visit was originally scheduled for carnival (which would have been in February), but you all know how suuuuperslowly we are moving… ;-) 
Andre’s flat is located between the popular beaches of ‘Ipanema’ (about 100m) and ‘Copacabana’ (about 600m) and was therefore a perfect starting point for discovering Rio with a 100% original ‘Carioca’ (inhabitant of Rio).
Rio captivates with its breathtaking location between the ocean and the mainland: covered with coastal forest, spiked with various ‘morros’ (hills) and garnished with the world-famous sugar loaf and the Christ statue – an unique scenery! While back home properties with hillside situation are the more expensive ones, here the poor ‘favelas’ are crawling up the ‘morros’ and the antagonism couldn’t be bigger and more ubiquitous.
Samba and its associated lust for life are omnipresent and infectious in an enjoyable kind of way. The cult of the body on the beaches is huge, tanning is a discipline of its own and ladies of all ages and physiques present themselves in tiniest bikinis (at least for European standards ;-).
Together with Andre and his roommate Marcia we spend unique days under clear blue skies: We enjoy the Ipanema beach, stroll along Copacabana, watch the moon rise over Urca bay, walk around ‘Lagoa Rodrigo de Freitas’ and not only see small monkeys in the middle of the city but even the eagerly awaited capibara (which had been hiding so well in the Pantanal). In picturesque Santa Teresa neighborhood , located up on a hill between Copacabana and downtown, we enjoy the sun set over the city and visit an alternative culture fest. Our last evening together we go to an original samba party.
Enough said – there are the pics:
Now we are already sitting at the airport in Recife and will shortly board the plane taking us to Frankfurt, after 16 months in Latin America! Although we can’t wait to see you guys back home, we are nevertheless a bit melancholic!
In order to make leaving easier, we collected 10 things, we are looking forward to the most:
  • computer keyboard with German ‘umlaute’
  • already knowing today where we will be sleeping tomorrow
  • mosquitos without any mean diseases
  • drinking tab water
  • going out to good music and visiting concerts of ‘our’ bands
  • throwing toilet paper INTO the toilet
  • good beer / Aperol Spritz
  • 20 T-Shirts, 5 pair of shoes and 27 hair clips more than fit into a backpack
  • our own, good smelling, freshly changed, innerspring-mattress-supplied, down-fever-cover-covered and JimmyandBaerlioccupied BED
  • YOU BACK HOME!!!!!
AFTER THE TRIP IS BEFORE ANOTHER TRIP - AFTER THE TRIP IS BEFORE ANOTHER TRIP - AFTER THE TRIP IS BEFORE ANOTHER TRIP - AFTER THE TRIP IS BEFORE ANOTHER TRIP - AFTER THE TRIP IS BEFORE ANOTHER TRIP - …. Winking smile
Before long we will release our last blog entry from Latin America for now, about travelling from Sao Luis to Recife – so stay tuned!!

Montag, 4. Juli 2011

Oi Sul do BRASIL – Tudo bem!


P1100602‘Oi’ heisst in Brasilien ‘Hallo’ und eine Konversation beginnt oft mit einem gegenseitigen Austausch von “Tudo bem?”, “Tudo bem!” (‘alles gut?!”), was von einem breiten Grinsen und dem Allround-Daumen nach oben begleitet wird! So werden wir hier empfangen und fuehlen uns wirklich binnen kuerzester Zeit sehr wohl! Das liegt einerseits an den aufgeschlossenen, aeusserst freundlichen und herzlichen Menschen und ihrer Lebensfreude und andererseits an der unglaublich schoenen Natur. Den ‘Daumen hoch’ gewoehnen wir uns gerne an; Hallo Brasilien, alles super – TUDO BEM! ;-)
Nach 14 Monaten in spanischsprachigen Laendern ist es fuer uns allerdings sehr seltsam, dass wir nicht einfach so drauflosquatschen und mit den Einheimischen bissi tratschen koennen. Vor allem weil Brasilianer nicht nur 5facher Fussballweltmeister sind, sondern auch Weltmeister im freundlichen Smalltalk! Brasilianisch wird wohl mittlerweile als eigene Sprache eingestuft, da das urspruengliche Portugiesisch sowohl von der Sprache der Ureinwohner als auch vom Afrikanisch der Sklaven beeinflusst und veraendert wurde. Es ist dem Spanischen zwar relativ aehnlich und wir koenen mit unserem Spanisch ueberleben, Konversation ist allerdings, vor allem wegen der unterschiedlichen Aussprache, nicht mehr ganz so einfach moeglich.
Tucan mit blauem AugeBrasilien ist auch ein Land der Extreme – die Spanne zwischen Arm und Reich ist immens und der Gegensatz ist fast taeglich zu sehen! Leider sind die Reichen und Einflussreichen meistens immer noch die Weissen, waehrend die Dunkelhaeutigen aufgrund des schlechteren Zugangs zu guter Bildung weiterhin die Aermeren sind.
Abgesehen davon gefaellt uns der Mix an Hautfarben saemtlicher Abstufungen – von Giselle Buendchen bis Pele ist alles vertreten.
Ferner ist Brasilien bis jetzt definitiv das teuerste Land unserer Reise, der ‘Real’ (die Landeswaehrung) laesst Reisen hier nur auf Europakostenniveau zu. Vor allem nach Bolivien ist der Preisschock vorprogrammiert, aber darauf waren wir vorbereitet. Ausserdem sind die Distanzen riesig und Busfahren nicht ueberall besonders sicher, deswegen entscheiden wir uns die grossen Strecken mit dem Flugzeug zurueckzulegen, was unser Reisebudget zusaetzlich strapaziert (obwohl gute Flugangebote teilweise billiger sind als die Langstreckenbusse!).
Soviel zum allgemeinen Geplaenkel und unseren ersten Eindruecken, hier nun der Reisebericht ueber unsere Tour durch Brasilien’s Sueden:
26. – 30. Mai: Pantanal
Tschiiiiiiieeeeeeeeeep!!!Von Bolivien aus kommend besuchten wir als erstes den Pantanal,  eine Schwemmlandebene mit einer Flaeche von ca. 210.000 km2 (groesser als halb Deutschland (357.000 km2). Der komplette Pantanal im Dreilaendereck Bolivien, Brasilien und Paraguay wird von Bergland umgeben, und in der Regenzeit stroemt das ganze Wasser in die Ebene und ueberschwemmt selbige. Durch das geringe Gefaelle (nur 2-3 cm pro km) benoetigt das Wasser Monate um abzufliessen. Die Landschaft erinnert sehr an die Everglades.
Organisiert haben wir die 4taegige Tour zu einer sehr einfachen Lodge vom Grenzort Corumba aus.
Beruehmt ist der Pantanal vor allem durch seinen Artenreichtum und die gute Moeglichkeit Tiere zu beobachten. Vor allem in der Trockenzeit, wenn die Wasservorraete zusammenschrumpfen ist es sogar relativ wahrscheinlich, dass man Jaguare und Anacondas zu sehen bekommt. Normalerweise ist dies Ende Mai bereits der Fall, jedoch sind die Regenfaelle Anfang dieses Jahres viel heftiger ausgefallen als ueblich, weswegen der Grossteil der Flaeche waehrend unseres Besuchs immernoch ueberschwemmt war. Leider haben wir deswegen weder Jaguar noch Anaconda zu Gesicht bekommen, aber nichtsdestotrotz war der Aufenthalt einmalig und wir haben neben unzaehligen Vogelarten (grosse rote Aras eingeschlossen), viele Kaimane, Guerteltiere, Bruellaffen, Wildschweine, Nasenbaeren (Coaties) und Piranhas gesehen. Das einzige was uns im Pantanal leider entgangen ist, sind die Unmengen an Capibaras (Wasserschwein - groesstes Nagetier der Erde mit einer knuffigen Dr.Schaf-Schnauze), die es hier angeblich gibt.
30. Mai – 1. Juni: Bonito
Der Abstecher nach Bonito (der ‘Huebschen’) und dort das Schnorcheln im ‘ Rio do Prata’ (dem ‘silbernen Fluss) war zwar ein kostspieliges Unterfangen, aber gleichermassen einmalig. In dem glasklaren Fluss tuemmeln sich riesige Goldbrassen, Welse und Piranhaverwandte. Wir hatten Glueck und haben sogar einen riiiiesigen Alligtor unter Wasser gesehen.
1. – 7. Juni: Iguazufaelle, Itaipu Wasserkraftwerk und ‘Ciudad del Este’
P1100610Die Tage im Dreilaendereck Argentinien (Puerto Iguazu), Brasilien (Foz do Iguacu) und Paraguay (Ciudad del Este) verbrachten wir natuerlich in erster Linie mit dem Besuch der unglaublichen Wasserfaelle von Iguazu, welche wir von beiden Seiten (d.h. zuerst von der brasilianischen und dann der argentinischen) angeschaut haben. In den jeweiligen Nationalparks - vor allem auf der argenitinischen Seite - konnten wir auch wieder viele Tiere beobachten: aufdringliche Coatis, mandarinenessende Kapuzineraffen, bunte Schmetterlinge und viele Voegel (u.a. Oropendulas, posende Tucane, etc.). Zwar hat man von der brasilianischen Seite einen schoenen Panoramablick auf die Wasserfaelle und ein Besuch lohnt auf jeden Fall, jedoch hat uns die argentinische Seite besser gefallen. Auf der argentinischen Seite gibt es mehrere Wanderpfade, die auch noch besser in die Natur eingebunden sind (man kann sich mehr im Dschungel bewegen) und die Wasserfaelle kann man hautnah erleben – durchaus einer unserer schoensten Reisetage!
Einen Tag besuchten wir eines der weltgroessten Wasserkraftwerke der Welt: das binationale Itaipu (an der Grenze zwischen Brasilien und Paraguay) und durften sehen, was tolle Ingenieure so alles leisten! ;-)
Und zuletzt verbrachten wir einen Tag in Paraguay’s ‘Ciudad del Este’, dem Einkaufs- und Spielerparadies. Hier kauft der gemeine Argentinier und Brasilianer saemtliche elektronischen Geraete fuer einen Bruchteils des Preises im Heimatland. Die Strassen sind voll von Marktstaenden, Menschen, Taxis, Bussen, ueberall wird gewuselt. Laesst sich also leicht ausmalen, dass diese Stadt ein Irrsinn ist! Falls ihr euch ab dem naechsten Blogeintrag also ueber die NOCH besseren Bilder wundert, koennte es an der neuen Ausruestung liegen!
Und jetzt bitte alle Daumen hoch und ab zu unseren Wahnsinnsbildern und ein paar Videos von possierlichen Tierchen und reissenden Wassermassen – Heinz Sielmann waere mal wieder seeeehr stolz auf uns Winking smile:

UNNUETZES REISEWISSEN BRASILIEN

  • Durch das extreme Hochwasser in der letzten Regenperiode sind allein im Suedpantanal 20.000 Rinder ertrunken
  • Obwohl es sich im Deutschen besser anhoeren wuerde, ist die richtige Schreibweise ‘Pantanal’ – nicht ‘Panatal’, obwohl der Bernhard dies bevorzugen wuerde!
  • Die Scheine der brasilianischen Waehrung (Real) zeigen huebsche Tiermotive – gefaellt uns!
  • Brasilien ist das artenreichste Land der Erde
  • Ein Ameisenbaer vertilgt am Tag ca. 35000 Ameisen
  • Der Kolibri heisst in Brasilien ‘Blumenkuesser’ (Beija-flor) und schlaegt 30 Mal pro Sekunde mit den Fluegeln
  • Der Durchschnittsbrasilianer schaut ca. 7h Fernsehen am Tag (sogar mehr als der DurchschnittsUS-Amerikaner)
  • Das Wasserkraftwerk ITAIPU teilen sich Brasilien und Paraguay seit Jahren bruederlich und ohne Konflikte. Paraguay braucht von seinen anteiligen 50% der Gesamtenergie lediglich 5% (der Rest wird an Brasilien verkauft), und dies genuegt, um 75% des Landes mit Energie zu versorgen!
  • Itaipu produziert soviel Strom wie 13 Durchschnittsatommeiler
  • Ein beliebtes Fortbewegungsmittel ist das Mototaxi
  • Waehrend Obst und Fruechte phaenomenal gut schmecken sind Tomaten hier leider eine Katastrophe
  • Wer weder CIP noch CEP hat (Sozialversicherungsnummer und Postleitzahl), hat ein Buchungs- und Interneteinkaufsproblem (wohl dem, der brasilianische Freunde hat – Danke Bia! ;-)
  • Langnese heisst hier Kibon (Unilever hat wirklich fuer jedes Land einen anderen Namen)
Angaben wie immer ohne Gewaehr!!!

- - - E N G L I S H – V E R S I O N - - -

‘Oi’ means ‘Hello’ and a typical Brazilian conversation starts with exchanging a “Tudo bem?”, “Tudo bem!” (‘all right?!”), accompanied by a broad smile and the allround thump up - that’s why we felt welcome from the start!  People are super-friendly, warm-hearted and open, their joy for life is really infectious and the nature is breath-taking. We happily get used to the thump up; Oi Brazil – Tudo bom! ;-)
It’s the first time after travelling for 14 months through Spanish-speaking countries, that we can’t communicate that easily. Especially since Brazilians looooove small-talk, it feels weird for us not being able to join in! Since Portuguese is similar to  Spanish, we can survive, but due to the different pronunciation it’s sometimes not that easy.
Brazil is also a country of extremes – the gap between pour and rich is huge and the great differences can be seen almost everywhere. The rich and powerful are unfortunately still mainly the white, whereas the colored, due to lack of access to good education, are still the poorer.
Besides that we love the variety of different skin colors in all shades – from Giselle Buendchen to Pele, everything can be seen.
Moreover Brazil is so far the most expensive country during our travel through the Americas. The local currency ‘Real’ is pretty strong these days and especially coming from Bolivia the prices are shocking, not that we didn’t know that before. In addition, we take a lot of flights, because the distances we travel are immense.
But now a summary of the things we’ve seen and done in South Brazil:
26. – 30. Mai: Pantanal
First stop in Brazil was the Pantanal, a ca. 210.000 km2 swampland, especially famous for its biodiversity. When the water supplies shrink during dry season one has a great possibilities for wild life watching and can even see a Jaguar or an Anaconda, if he’s lucky!
Although this is usually the case in late May, the majority of the Pantanal was still flooded when we visited it, due to the extreme amounts of rain the beginning of this year. Unfortunately we didn’t get to see a Jaguar because of that, but nevertheless our stay was unique and we’ve seen uncountable birds (incl. big red macaws), tons of caimans, armadillos, howler monkeys, wild pigs, coaties and piranhas. The only thing we missed out on besides anaconda and jaguar, are the huge amounts of capibaras (biggest rodent on earth), which are supposed to be there.
30. Mai – 1. Juni: Bonito
Our detour to Bonito (the ‘beautiful’) and the snorkeling in ‘ Rio do Prata’ (the silver river) was a pretty pricy excursion, but worth every penny. One can see huge fish in crystal clear water and we even had the luck of ‘meeting’ a huuuuge Alligator.
1. – 7. Juni: Iguazu falls, Itaipu water power plant und ‘Ciudad del Este’
We spent our time in the Iguazu region between Argentina (Puerto Iguazu), Brazil (Foz do Iguacu) and Paraguay (Ciudad del Este) of course mainly visiting the unbelievably immense water falls. We visited them from both sides; the Argentinean (which we liked more, since its more natural and there’s more wild life) and the Brazilian. We could see food-seeking coaties, mandarine-eating capuchins, colorful butterflies and many birds (incl. Oropendulas, posing Tucans, etc.).
One day we went to see one of the world’s biggest water plants: Binational Itaipu.
And last but not lest we spent a crazy day in the Paraguayan shopping and gambling paradise ‘Ciudad del Este’. Argentineans and Brazilians come here for super-cheap purchase of electronic goods and the streets are paved with market stalls, people, taxis and everything’s hectic.
And now please big thumps up and check out our amazing pics and some videos of loads of animals and loads of water:

USELESS TRAVELKNOWLEDGE BRAZIL

  • 20.000 cattle drowned in the high water during the last rainy season in the Southern Pantanal
  • the bills of the Brazilian currency (Real) show nice animal pictures – we like!
  • Brazil is the country with the biggest biodiversity on earth
  • An ant bear eats about 35000 ants per day
  • Humming birds are calles ‘flower kisser’ (Beija-flor) and move their wings 30 times per second
  • the average Brazilin watches 7h TV per day (even more than the average US citizen)
  • Water power plant Itaipu is peacefully shared by Brazil and Paraguay for many years without any conflicts. Paraguay needs only 5% of their 50% share to provide 75% of the country with energy!
  • Itaipu produces as much electricity as 13 average nuclear power plants
  • Mototaxis are very common
  • While fruits fruits taste unbelievably good, tomatoes are hardly eatable
  • Without CIP or CEP (social security number and ZIP) you can’t shop online – only Brazilians can buy flights in the internet (Thanx Bia! ;-)
  • Langnese is called Kibon (Unilever really seems to have a different name for every country)