Mittwoch, 22. Dezember 2010

Weihnachtsgruesse

Wir senden euch allen schon mal ganz liebe Weihnachtsgruesse aus der Atacamawueste in Chile!
Hier gibt's zwar keinen Schnee und auch keinen Gluehwein, aber Weihnachtsbaeume gibt es sehr wohl!

Morgen mittag geht es dann nach Santiago, wo wir einen kompletten Tag Busfahrt spaeter und puenktlich zur Bescherung ankommen werden, um mit Rona und ihrer Familie Weihnachten zu feiern - juhuuu!

Der Reisebericht ueber unsere Zeit in Bolivien folgt in Kuerze.

Wir druecken euch alle,
schoene Feiertage und lasst euch reich beschenken,
Kerstin und Bernie

P.S.: Bernie hat keinen Bierbauch, das sieht nur so aus!

--------------------------------

Season's greetings to all of you from the Atacama desert in Chile!

Although they neither have snow nor "Gluehwein" here, they still know how to erect Christmas trees!

Tomorrow we will head on to Santiago, where we will be arriving just in time on the 24th to celebrate Christmas with Rona and her family - yeehaaa!

The blog entry about our time in Bolivia will be added soon, so stay tuned!!! ;-)

Big hugs and Merry Christmas to all of you,
Kerstin and Bernie


P.S.: Bernie
does NOT have a beer belly, it's just the shadow on his T-Shirt!!!! ;-)

Montag, 13. Dezember 2010

Zweittieftster Canyon, groesster Vogel, hoechster See und beruehmteste Inkastadt – PERU’s superlativer Sueden

12. – 20. November: Arequipa und der Colca Canyon
In einer fast 30stuendigen Hauruckaktion legten wir den Weg von Huaraz in der Cordillera Blanca im Norden bis nach Arequipa im Sueden am Stueck zurueck, nachdem wir uns einig waren, dass wir die peruanische Hauptstadt Lima grosszuegig auslassen wollen.
In Arequipa angekommen gab es ein freudiges Wiedersehen mit unserer SantaCruzTrek-Wandergruppe: Stefan aus Hamburg, Daniel aus Australien, Laura aus Holland und Jo und Stephen aus England erwarteten uns schon im Hostal. Ausserdem freuten wir uns ueber das Wiedersehen mit Anna und Hannes, die uns mit ihrem Bus ‘Spocky’ ueber die ecuadorianisch-peruanische Grenze geschippert hatten. Semmelknoedelkochen und Reiseupdates standen auf dem Programm.
Arequipa hat ein recht huebsches Stadtzentrum, begeisterte uns aber vor allem durch sein mildes sonniges Klima. Endlich konnten wir mal wieder unsere Sommerkleidung ausfuehren!
am Cruz del Condor, Colca CanyonZusammen mit Jo und Stephen machten wir uns anschliessend auf den Weg in den nahegelegenen Colca Canyon, dem mit 1200 Metern zweit-tiefsten der Welt (der tiefste Canyon der Welt, der Cotohuasi, liegt gleich im Tal nebenan, ist aber nicht so leicht zugaenglich). Ausgangspunkt unserer Tour war das Hostal Pachamamas in ‘Cabanaconde’ an der Kante des Canyons gelegen; bisher eines unserer Lieblingshostals der gesamten Reise! Das Hostal wird von der Belgierin Liv und dem Peruaner Ludwig (kein Scherz ;-) besonders liebevoll gefuehrt und beide haben unzaehlige Tipps und Infos rund um den Canyon, welche sie gerne teilen. Die beiden planten uns dann auch eine Wahnsinnstour, die mit dem Besuch des “Cruz del Condor” begann. Wie der Name schon sagt, kann man hier die riesigen Andenkondore (mit einer Spannweite bis zu 3,5 m!!!! wirklich seeehr beeindruckend) bestaunen und ausserdem auch Unmengen an Touristen, die zu diesem Zweck aus Arequipa herangekarrt werden. Danach gab’s ‘Downhill-Mountainbiking’ von der Kante bis zum Fuss des Canyons 1200m ueber Schotter- und Feldwege, was’n Schbass! Liv und Ludwig schlossen sich auch direkt an, um lustige Fotos fuer die Hostalhomepage zu machen (bald zu bewundern auf http://www.pachamamahome.com/), da wir eine der ersten waren, die ueberhaupt diese Strecke mit dem Mountainbike gefahren sind. Unten angekommen mussten wir noch knapp 2 h bis zur Llahuar Lodge wandern, wo wir diesen perfekten Tag in den Thermalpools unter sternenklarem Vollmondhimmel mit einem Glas Rotwein ausklingen liesen. Am naechsten Tag wanderten wir zur Oase ‘Sangalle’, eine Palmenoase, die sich wie eine Fatamorgana im Fuss des Canyons befindet, wo wir uns in den Pools erfrischten und tagsdrauf gings die 1200 m wieder hinauf nach Cabanaconde, wo uns Liv und Ludwig bereits mit einem BelohnungsPiscoSour erwarteten. Rundum ein wirklich gelungener Ausflug!
Zurueck in Arequipa besichtigten wir noch das alte Dominikanerkloster ‘Santa Catalina’, eine eigene Stadt in der Stadt mit huebschen kolonialen Innenhoefen, Gassen und Gaerten.
21. November – 2. Dezember: Cusco und Machu Picchu
Carmen Alto, San Blas, Cusco Cusco ueberraschte uns wirklich: Die superschoene Architektur mit Ihrer Mischung aus alten Inka- und neueren Konialbauten verleihen der Stadt ein ganz eingenes Flair. Cusco ist zwar wie befuerchtet super touristisch und selbst in der Nebensaision relativ ueberlaufen, weil ja sowas wie peruanisches Neuschwanstein, Koenigssee und Rothenburg zusammen, aber nicht minder schoen. Etwas nervig sind die ganzen flyernden Damen, die dich an jeder Ecke mit einer “Massatsch, Lady?” verwoehnen wollen und die speisekartenhinterhertragenden Restaurantanwerber um den ‘Plaza de Armas’, die sich auch durch ein freundliches “no gracias” nicht von ihrer Mission abbringen lassen. Nichtsdestotrotz geniessen wir die hervorragende Infrastruktur der Stadt und ruhen uns hier fuer ein paar Tage - wieder zusammen mit Jo und Stephen - aus (Warnung: Cusco ist ein echtes Zeitloch und alle bleiben laenger als geplant ;-).
Natuerlich besuchten wir auch die mystische Inkastadt Machu Picchu, eines der “Neuen 7 Weltwunder”, die ca. 100 km von Cusco entfernt, oberhalb des Ortes ‘Aguas Calientes’ liegt. Man kann Machu Picchu von Cusco aus auf 3 verschiedene Arten erreichen:
- 4taegige Wanderung (Inkatrail), aber relativ ueberlaufen (taeglich marschieren hier 500 Touristen + 500 Traeger und Guides), beinhaltet wieder hohen Pass ueber 4700 m und ist im Vergleich zu allen anderen Wanderungen viiiel teurer
- mit dem ueberteuerten (weil einzigen) Touristenzug bis Aguas Calientes, der zwar schneller ist, aber eben ein ziemliches Loch ins Reisebudget reisst
- oder mit Bussen, die ueber einen ziemlichen Umweg (aber durch schoene Landschaft) hintenrum bis Hidroelectrica fahren, von wo man dann wiederum zu Fuss (2 h) oder mit einem Zug weiter bis Aguas Calientes kann. Diese Option ist natuerlich mit Abstand am billigsten und bekam deshalb von uns den Zuschlag.

Von ‘Aguas Calientes’ aus gings dann nach einer Uebernachtung morgens um 4 Uhr bei stroemendem Regen und noch kompletter Dunkelheit los, um die letzten Hoehenmeter ueber 1750 Steinstufen bis nach Machu Picchu zu bezwingen (hier kann man wiederum einen schicken Touribus nehmen, aber bissl wollten wir uns das ganze dann doch verdienen ;-). Da nur die ersten 400 Besucher die Moeglichkeit bekommen auf dem Gaelende den Berg “Wayna Picchu”, von dem man eine Wahnsinnsaussicht auf Machu Picchu hat, zu besteigen, wollten wir frueh dran sein. Um Punkt 6 (der Regen hatte inzwischen brav aufgehoert), durften wir dann, den Berechtigungsstempel fuer die WaynaPicchuBesteigung in der Tasche, das Gelaende betreten und der erste Blick auf die alte Inkastadt, noch schoen mystisch in Morgentau und Nebel gehuellt, war wirklich atemberaubend. Wir verbrachten den kompletten Tag hier und neben der unglaublichen Lage haben uns vor allem die Lamas gefallen ;-).
P1020835 P1020873
2. – 4. Dezember: Puno und der Titicacasee
Wir freun uns, dass wir auch die naechste Station unserer Reise zusammen mit Jo und Stephen anfahren werden: Die Stadt Puno auf der peruanischen Seite des Titicacasees, dem hoechsten der Welt. Hier unternehmen wir einen Tagesausflug zu den schwimmenden Inseln der ‘Uros’ und zur Insel ‘Taquile’ mit ihren fluesternden Einwohnern und strickenden Maennern. Obwohl uns die Tour doch sehr an eine Kaffeefahrt erinnert (die Urofrauen sind wirklich sehr geschaeftstuechtig “Kriiiiis, por que no collaboras???” ;-) geniessen wir den Tag bei strahlend blauem Himmel.
Und hiermit verabschieden wir uns auch schon wieder von Peru. Unser Perufazit ist durchweg positiv! Ein sehr abwechslungsreiches und deswegen hoechst empfehlenswertes Reiseland. Schweren Herzens haben wir nun vor ein paar Tagen Abschied genommen – aber Bolivien hat uns auch mit offenen Armen empfangen und mit seinen superguenstigen Lebenshaltungskosten fuer sich gewonnen ;-)
Aber ueberzeugt Euch selbst von der Schoenheit Peru’s:
Liebste Vorweihnachtsgruesse aus La Paz,
Kerstin und Bernie.

UNNUETZES REISEWISSEN – PERU, die Zweite:

  • Musikalische Highlights auf unserer Reise durch Peru:
    • Bus von Kuelap nach Chachapoyas: ein DJ Bobo Medley
    • Bus von Lima nach Arequipa: Modern Talking Videos
    • Bus von Machu Picchu nach Cusco: ein DJ Oetzi Medley
  • Zeugen Jehovas gibts auf der ganzen Welt
  • Achtung: Cusco ist NICHT die Schwulenhauptstadt der Welt, was ungebildete Reisende wg. der vielen Regenbogenfahnen vielleicht meinen koennen. Der Regenbogen ist NATUERLICH ein Inkassymbol! ;-)
  • in Peru bezahlt man mit ‘Sonnen’: die peruanische Waehrung heisst ‘Soles’
  • damit auch die Analphabeten genau wissen, welche Partei sie waehlen muessen, nutzt jede Partei in Peru fuer die Wahlwerbung ein eindeutiges Symbol, z.B. eine Schaufel, ein Lama, ein Kokablatt, einen Laib Brot und unser Liebling: einen Fussball! ;-) ausserdem wird die Wahlwerbung einfach auf Haeuserwaende gepinselt!
  • in peruanischen Staedten gibt’s meist kein zentrales Busterminal, jede Gesellschaft hat ihr eigenes (mehr oder weniger sicheres) Terminal, was bissl umstaendlich ist wenn man umsteigen muss.
  • Brandrodung ist hier – obwohl gesetzlich verboten – immernoch Gang und Gaebe
  • mit dem Besuch von “Machu Picchu” haben wir nun nach “Chichen Itza” in Mexiko und dem Kolloseum in Rom das 3. der “7 Neuen Weltwunder” gesehen und hoffen die restlichen 4 auch (bald) noch abhaken zu koennen ;-)
  • Lamas haben suuuuuperlange Wimpern und wunderschoene dunkle Augen!
P1020865

-----E--N--G--L--I--S--H------V--E--R--S--I--O--N-----------


12. – 20. November: Arequipa and the Colca Canyon
Since we both were not so keen on staying in Peru’s capitol Lima, we travelled directly from Huaraz in the North to Arequipa in the South, altogether an almost 30 hrs journey.
In the hostel in Arequipa our whole SantaCruzTrek hiking group was already awaiting us: Stefan from Hamburg, Daniel from Australia, Laura from Holland and Jo and Stephen from England. Moreover we met Anna and Hannes, who had taken us over the Ecuadorian-Peruvian border with their bus, again. Dumplings and travel updates came on the scene.
Arequipa has a really nice colonial center, but what we enjoyed most, besides seeing our travel mates again, was the warm and sunny weather.
Together with Jo and Stephen we made a trip to the nearby Colca Canyon, with 1200 m the second deepest in the world (the deepest is just in the next valley, but not as easy to reach). Starting point of our tour was Hostal Pachamamas in ‘Cabanaconde’, one of our favorite hostels so far. It is run by Belgian Liv and Peruvian Ludwig (no kiddin’!! ;-) with a lot of affection and care. They have good knowledge about the whole region and therefore planned us a trip, starting at the “Cruz del Condor”, where we saw the huge Andean Condors (with a wing span up to 3,5 m!!!). Thereafter we downhill-mountain-biked 1200 m into the valley of the canyon, where we chilled out in the thermal pools of the Llahuar Lodge under a full moon sky and with a glass of red wine in our hands. From there we did a full day hike up and down the canyon to the palm-tree oasis Sangalle and the next day hiked back up to Cabanaconde, where Liv and Ludwig surprised us with the best Pisco Sour! All in all a perfect trip and highly recommended!
Back in Arequipa we visited the old Dominican monastery ‘Santa Catalina’, a city within the city with nice colonial courtyards, narrow streets and little gardens.
21. November – 2. Dezember: Cusco und Machu Picchu
Cusco really surprised us: The nice architecture gives the city its very own flair and although Cusco is indeed very touristy and also in the low season very crowded, we still enjoyed staying there. The flyering girls offering “Masssssaaaaach, Lady????” and the menue carrying restaurant recruiters, who are just ignoring your “no gracias” were pretty annoying until we learned to ignore them. We anyhow enjoy our stay and the good infrastructure of the city together with Jo and Stephen (Beware: Cusco is a time hole; everybody stays longer than planned!!! ;-).
Of course we also visited the mystic Inka city “Machu Picchu”, one of the “New 7 World Wonders”, located approx. 100 km from Cusco, and above the village ‘Aguas Calientes’. You can reach Machu Picchu either by a 4-day hike, the Inka trail, by train from Cusco (fast and comfortable, but expensive) or by bus from Cusco (takes much longer, but much cheaper). Since we’ve already hiked all over Peru and felt like saving some money, we decided to take a Bus from Cusco.
After spending a night (or at least half of it) in ‘Aguas Calientes’, we got up at 4 h and started hiking up the 1750 stone stairs to Machu Picchu. Only the first 400 people get on the premises the possibility to climb the other mountain, called Wayna Picchu, from which you have a beautiful view over the whole city, therefore we wanted to be up there in time – Machu Picchu opens at 6 h. We made it and the first view onto the old Inka city, still covered with morning dew and in clouds, was really breath taking. We spent the whole day up in Machu Picchu and besides its unbelievable location we really loved the lamas ;-).
2. – 4. Dezember: Puno and lake Titicaca
We are happy, that we can travel to our next destination again with Stephan and Jo: the city Puno on the Peruvian sight of lake Titicaca, the highest in the world. Here we undertake an organized day trip to the floating islands of the ‘Uros’ and to the island ‘Taquile’ with its whispering inhabitants and knitting men. Although the tour is really touristy, we still enjoy the day under clear blue skies.
And herewith we already had to say goodbye to Peru. Our Peru conclusion is throughout positive and we highly recommend travelling there! Meanwhile we arrived in Bolivia, which welcomed us with open arms and managed to win us over with its unbelievable cheap cost of living ;-)
But see yourselves, Peru’s beauty:
Season’s greetings to everyone from La Paz,
Kerstin und Bernie.

Mittwoch, 24. November 2010

Lamas, Meerschweinchen und Cocatee – lang lebe Peru’s Norden!

Verehrte Leserschaft!

Indigenas in traditioneller Tracht mit Hut und TragetuchWir sind inzwischen im Sueden Perus - in Cusco - angekommen und Grund fuer den verspaeteten Blogeintrag ist PERU selbst und die zahlreichen Moeglichkeiten, die dieses Land zu bieten hat. Es gibt soviel zu sehen und erleben und wie ihr an den Bildern sehen werdet, waren wir wirklich fleissig und staendig unterwegs. Wir sind wirklich sehr begeistert, vor allem weil sich viele Reisende, welche wir vorher trafen nicht nur postiv ueber Peru geaeussert hatten.
Unser Rezept ist (wie immer) so gut und so oft es geht auch mal abseits der Haupttouristenrouten zu reisen. Ausserdem befinden wir uns in der Nebensaison, was die Unterkunftsuche und das Verhandeln von Sonderpreisen natuerlich auch noch enorm vereinfacht.
Auffaellig in Peru sind die superkomfortablen Busse, vor allem die Nachtbusse fuer Langstrecken. Man kann meist zwischen Semicama (Halbbett) und Cama (Bett), VIP-Cama oder Cama180Grad auswaehlen und kommt sich vor allem bei letzteren Sitzoptionen wie in der Businessclass der Lufthansa vor: es gibt nur 3 Sitze in einer Reihe, die Sitze lassen sich bis 160 oder sogar 180 Grad nach hinten stellen, sogar fuer europaeische Riesen wie uns gibt es ausreichend Beinfreiheit und es wird Essen serviert, oft incl. Vegetarieroption. Da kann sich die Deutsche Bahn wirklich eine Scheibe abschneiden!
Auch kulinarisch hat Peru einiges zu bieten. Es gibt auch weiterhin sogenannte “Almuerzos” (Mittagsmenues) fuer wenig Geld (1,50 – 2,50 Euro fuer ein 2 – 4 Gaengemenue incl. Getraenk), nur dass die Gerichte um einiges abwechslungsreicher sind als in Ecuador (es steht ja auch das Cuy, das Meerschweinchen auf dem Menue…). Und in allen groesseren Staedten kann man wirklich schlemmen und es gibt verschiedenste Restaurants.
Nach unserem sehr entspannten und zugleich unkonventionellen Grenzuebergang ins peruanische Hinterland, verabschiedeten wir uns also von Hannes, Anna und dem Bus Spocky in Jaen und machten uns zusammen mit Stefan aus Hamburg weiter auf den Weg nach Chachapoyas.

19. – 26. Oktober: Chachapoyas (Kuelap)

Rekonstruktion eines Hauses der Chachapoyas in Kuelap In Chachapoyas buchten wir uns ins familaere Hotel Amazonas direkt am Zentralplatz ein, wo wir uns richtig wohl fuehlten. Mit der hauseigenen Touragentur buchten wir einen viertaegigen Trip ins Hinterland um Chachapoyas: am ersten Tag besuchten wir die Prae-inkastaetten der Chachapoyas (so heisst das Volk der Wolkenkrieger, die Stadt und die Provinz) ‘Pueblo de los Muertos’ (wahnsinn, eine Stadt in der Felssteilwand!) und die Sarcophage von ‘Karajia’. Am zweiten Tag wanderten wir 8 Stunden durch’s wunderschoene ‘Valle de Belen’ bis nach Congon, wo wir bei einer lokalen Familie uebernachteten; ein echtes Highlight! Die Familie war supergastfreundlich und verwoehnte uns mit traditionellen Speisen. Wir waren etwas entsetzt darueber, dass der 15jaehrige Sohn Edwin nur die Grundschule beendet hat, da eine weiterfuehrende Schule fuer die Arbeit auf dem Feld nicht von Nutzen ist, obwohl die Familie ansonsten sehr offen und interessiert war. Der grosse Schock fuer Kerstin war, dann wirklich die kleinen suessen Meerschweinchen frei in der Kueche umherwuseln zu sehen, sozusagen die Speisekammer direkt in der Kueche, Meerschweinchen sind hier naemlich eine Spezialitaet. Zum Glueck stand kein Meerschweinchen (cuy) auf der Speisekarte als wir zu Besuch waren. Auch saemtliche Befreiungsversuche meinerseits blieben leider erfolglos… Tag 3 verbrachten wir dann 8 h auf Pferde- oder Maultierruecken, die uns geduldig ueber einen hohen Pass trugen und am vierten Tag erreichten wir Kuelap, die ehemalige Stadt und Festung der Chachapoyas, eine riiiiiiiiiesige Anlage und bestens erhalten. Und, zum Abschluss des Besuchs in der Region Chachapoyas gab's noch einen Tagesausflug zum dritthoechsten Wasserfall der Welt: Gocta mit 771 m Hoehe.

27. – 29. Oktober: Huanchaco (Chan Chan)

Nachdem wir uns seit laengerem im Hinter- bzw. Hochland aufhalten, ruhten wir uns fuer zwei Tage am Strand bei Trujillo, genauer gesagt in Huanchaco, aus. Hier besuchen wir die groesste praekolumbianische Stadt in Suedamerika: 'Chan Chan' und freuen uns ueber das Wiedersehen mit Daniel aus Australien (mit Ihm waren wir vor 4 Monaten in Nicaragua unterwegs ;-) JUHU!

30. Oktober – 12. November: Cordillera Blanca

P1010824Im Wandermekka von Peru, der Cordillera Blanca im Norden der Anden, entscheiden wir uns fuer den beruehmten Santa Cruz Trek. Dieser 4taegige Trek beinhaltet am zweiten Tag eine Uebernachtung auf einem Zeltplatz auf 4200 m und an Tag 3 einen Pass ueber 4750 Meter. Um uns ausreichend an die Hoehe zu aklimatisieren, verbringen wir vorher 2 ganze Tage in Huaraz auf 3300 m, hoffen dass noch bissl Hoehenadaption von Chachapoyas uebrig ist und starten den Trek von der flacheren Seite aus (von 3000 m aufwaerts). Doch fuer Kerstin war das alles nicht genug, selbst Unmengen an Cocatee halfen bei 4200 m nicht mehr und die Hoehenkranktheit schlug mit pochenden Kopfschmerzen, Uebelkeit und Atemnot P1010793zu. Die Ueberquerung des Passes am naechten Tag war deswegen auch ein sehr muehsames Unterfangen und so etwas wird definitv nicht wieder gemacht! Auch das Wetter spielte uns ein bisschen mit, wir hatten genau in besagter Nacht vor der Ueberquerung auch noch SCHNEEFALL (jaja, man muss also gar nicht in Deutschland sein, um das zu haben, hehe). Am naechsten Morgen dauerte es entsprechend lange bis die Muskeln warm waren, wir wurden aber mit wahnsinnig tollen Aussichten auf schneebedeckte Landschaften belohnt. Kerstin und Laura (eine Reisefreundin aus Holland) beendeten den Trek ganz normal nach 4 Tagen, waehrend die Jungs, Bernie, Stefan und Daniel, noch einen Tag dranhingen und den Gebirgssee mit dem lustigen namen “Laguna 69” besuchten.
Nach dem anstraengenden Trek ruhten wir uns fuer ein paar Tage im chilligeren Oertchen Caraz am anderen Ende der Cordilliera Blanca aus, wo wir Gerlinde und Horst, ein Rentnerpaar aus Augsburg kennenlernen. Die beiden sind nun schon den 5. europaeischen Winter mit ihrem Bus unterwegs, adoptieren uns fuer 2 Tage und verwoehnen uns bei einem gemeinsamen Grillabend und Sonntagsbrunch mit verschiedensten Leckereien (Bergkaese, Serranoschinken, veget. Brotaufstrich, selbstgebackenem Schwarzbrot,…). Zusammen mit den beiden und ihrem Bus besuchen wir den faszinierenden ‘Canyon del Pato’, eine ehemalige Zugstrecke, bestehend aus 35 Tunneln.
Ausserdem unternehmen wir von dort aus einen Tagesausflug zu den ‘Puya Raimondi’, den groessten Ananasgewaechsen mit dem laengsten Bluetenstand der Welt (bis zu 8 Meter!) und der ‘Laguna Paron’ mit atemberaubenden Ausblicken.
P1020210 Und mit dem Besuch der Cordillera Blanca haben wir den Norden Perus abgeschlossen und eine Vielzahl von tollen und vielseitigen Bildern im Gepaeck, die wir natuerlich wieder gerne mit euch teilen!!!!! Also auf geht’s, hier ist der Link:

UNNUETZES REISEWISSEN PERU:

  • der Marktplatz heisst hier “Plaza de Armas” und nicht “Plaza Central” – hier tanzt das Lama! ;-)
  • Kaffee wird aus bissi Kaffeekonzentrat und viiiiiiel heissem Wasser zubereitet
  • Avocados heissen hier nicht Aguacate, sondern Palta
  • das “Valle de Belen” sieht aus wie Neuseeland und Teile der “Cordillera Blanca” wie Australien, dann hamma des also auch schon gesehn!
  • Hoehenkrankheit ist nicht schoen!
  • Lebensmittelvergiftung auch nicht!
  • Peru ist nicht unser LieblingsStrandurlaubsland, zumindest nicht zwischen Mai und November, weil dann Hochnebel (‘garua’ genannt) die Sonne versteckt!
  • In lokalen Bussen gibt’s kein FSK: schon nachmittags laufen brutalste Kampf- und Actionfilme mit vielen Toten und vielen Knochenbruechen. Aufmerksamste Zuschauer: die Kleinen!
  • Wie lustig ist es, wenn man ‘Stefan Neumann’ und ‘Stephen Newman’ zusammen auf einer Tour ist?
------------------------------

Estimated readers,DSC_0141

We arrived in the South of Peru – in Cusco – and the reason for the delay with the blog entry is the country PERU itself due to the numerous possibilities it offers its tourists. There is so much to see and to do (you’ll see it in the pics), and thus we were the whole time on the road. We have to say that we really love the country so far! Our recipe is (like always) to travel way off the main tourist attractions as far as possible. In addition we are in the low season right now, and so the search for nice accomodations and the bargaining to get special deals is really easy.
One thing really worth mentioning here in Peru are the super-comfort busses, especially the night busses on long-distance routes. In general you can choose between Semi-cama (semi-bed) and Cama (which is kind of a bed), VIP-Cama or even Cama180Grad. And especially on the ladder options you think you are in the business class of Lufthansa: There are just 3 seats in one row, and even for us European giants there is loads of space for the legs. On most of the routes they’ll serve food (even veggie options are available).
The food here in Peru is as well marvellous: There is still the opportunity to eat the so-called ‘Almuerzos’ (set luch menues) which are really cheap (just 1,50 to 2,50 Euro for a 2 – 4 way meal including a drink). And in all bigger cities there is a big variety of different food from all over the world.
After the completely different and very relaxing border crossing into Peru we said goodbye to Hannes, Anna and the Bus Spocky in Jaen , and together with Stefan from Hamburg we travel further on to the city of Chachapoyas.

19. – 26. Oktober: Chachapoyas (Kuelap)

4day hike including visits of ‘Pueblo de los Muertos’, the sarcophagos of ‘Karajia’, ‘Valle de Belen’, ‘Congon’ including a stay at a local family and last but not least visiting ‘Kuelap’, a former city and fortress of the precolumbian ‘Chachapoyas’.
After that we do a day trip to the third highest waterfall in the world: Gocta with 771 m.

27. – 29. Oktober: Huanchaco (Chan Chan)

2 relaxing days at the pacific coast including a visit of the biggest precolumbian city in South America: Chan Chan.

30. Oktober – 12. November: Cordillera Blanca

In the well-known Cordillera Blanca in the Northern Peruvian Andes we do the 4day Santa Cruz Trek, including a pass of 4750 m. After the strenuous hike we relax some days in the pituresque village Caraz from where we do day trips to the ‘Canyon del Pato’, a former railway consisting 35 tunnels; to the ‘Puya Raimondi’, the biggest pine apple plants and the ‘Laguna Paron’ with breath-taking views.
We took loads of awesome and diverse pics, we are of course again happy to share with all of you!!!!! Click onto the link:

Sonntag, 31. Oktober 2010

ECUADOR’s Sueden - Brezn und Kaesspatzn mitten in Lateinamerika

5. – 12. Okt.: Cuenca

DSC01313 Dank Couchsurfing hatten wir eine suuuuuuuuper Zeit in Cuenca (die Altstadt ist UNESCO Weltkulturerbe). Wir schlafen im Haus einer lustigen 3er WG: Simona und Denise aus Deutschland und Fabri aus Ecuador. Ferner, nicht zu vergessen, wurde das Haus durch WG-Kater Podolski bereichert . Und, um das ganze noch abzurunden, gibt es in der Panaderia ‘Maria Alemania’ auch noch Brezn (!!!) und richtiges Vollkornbrot! Die Tage vergehen mit Fotos von Galapagos aussortieren, zusammen kochen und ratschen und anstaendig feiern am Freitag abend!

12. – 18. Okt.: Vilcabamba

Vilcabamba liegt 6 Stunden suedlich von Cuenca inmitten eines traumhaft schoenen Tals. Wir schlafen fuer 6 Naechte im Hostal Itzcayluma das von zwei Donauwoerther Bruedern geleitet wird. Dadurch erfreun wir uns an heimischen Gerichten wie Kaesspatzn, Currywurst und Rahmgeschnetzeltem. Der Nationalpark Podoparkus, der in der Naehe von Vilcabamba liegt, wird von uns waehrend eines Reitausflugs erkundet (ueberraschend aufregend, speziell der Galopp, ein Wendyabo muss her! ;-)

Im Hostal lernen wir P1010156neben unserem mittlerweile sehr geschaetzen Reisepartner Stefan aus Hamburg auch das Fraenkisch / Schweizerische Paar Hannes und Anna kennen. Letztere beiden sind mit Ihrem Toyotabus “Spocky” in Lateinamerika unterwegs, undP1010216 sie bieten uns an, mit Ihnen im Bus nach Peru weiterzureisen. Dieses Angebot nehmen wir natuerlich gerne an und erleben dadurch einen superschoenen ‘Roadtrip’ abseits der Hauptreiserouten durchs ecuadorianische und peruanische Hinterland. Besonders erwaehnenswert war der Grenzuebergang bei Zumba mit sehr entspannten und kommunikativen Grenzbeamten auf beiden Seiten, die man zuerst suchen muss (die ecuadorianischen auf der peruanischen Seite, wenn grad Abendessenszeit ist) damit sie ihre Arbeit anschliessend erledigen.
Vielen Dank nochmal an Hannes und Anna und hoffentlich auf ein baldiges Wiedersehen.
Und wie immer geht’s hier zu den Bildern:

http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/y5U1i1/

UNNUETZES REISEWISSEN – ECUADOR:

  • 7 Postkarten nach Europa kosten ueber 15 US $ (Sorry Leute, aber da muesst ihr euch echt mit einer Email begnuegen!!! ;-)
  • Panamahuete kommen aus Cuenca in Ecuador
  • Haifischzwiebelsuppe (Encebollada) ist das beste Mittel gegen Kater (Chuchaqui)
  • Galopp ist viel angenehmer als Trab
  • Markenrecht existiert in diesem Teil der Erde nicht, statt Videotheken gibt’s ueberall Laeden die gebrannte Filme verkaufen, verrueckt!
  • Schmetterlinge liiiiiiieben Kuhfladen
  • Seife ist ein adequater Ersatz fuer Duschgel, Rei in der Tube, Shampoo und Spuelung!
  • einer der groessten Fussballclubs Ecuadors (aus Guayaquil) heisst Barcelona
  • Wer Schuhgroesse 48 hat, sollte gut auf seine Schuhe aufpassen und beim Sonnenuntergang schaun alle Autotueren geschlossen halten, weil Nachschub ist schwer zu kriegen! ;-)
-------------------

5. – 12. Oct.: Cuenca

DSC01323Thanks to Couchsurfing we had the best time in Cuenca (the old part of the city is an UNESCO world heritage site). We stay with Simona and Denise from Germany and Fabri from Ecuador and character cat Podolski. As well worth mentioning is the German bakery ‘Maria Alemania’ where we could fill up our Brezn depot again and REAL dark integral bread! The days pass by with the sorting of Galapagos pics, cooking and a big party on Friday evening.

12. – 18. Okt.: Vilcabamba

Vilcabamba is 6 hours South from Cuenca an located in the middle of a beautiful valley. We slept 6 nights in the Hostal Itzcayluma which is managed by two German brothers. Due to this we are very happy to eat traditional south German dishes like ‘Kaesspatzen’, ‘Currywurst’ and ‘Rahmgeschnetzeltes’. During a horse excursion (especially the gallop was loads of fun ;-) we visited as well the national park Podoparkus which is located next to Vicabamba.
In the hostal we got to know our meanwhile beloved travel partner Stefan from Hamburg and the Franconian/Suisse couple Hannes and Anna. They ladder are travelling through South America with their Toyota Camper ‘Spocky’ and they offered us a ride to Peru. We happily accept this offer and thus had a beautiful roadtrip off the main travel routes. An absolute highlight was the border crossing next to Zumba with very communicative border officials on both country sides.
Klick here for some visual impressions:

http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/y5U1i1/

USELESS TRAVEL KNOWLEDGE – Ecuador:
  • 7 Postcards to Europa cost more than 15 US $ (Sorry friends, but as for now all we can send is an EMail ;-)
  • Panama hats are made in Ecuador
  • Shark-onion soup (Encebollada) is the best means to combat a hangover (Chuchaqui)
  • Gallop is way more fun than trot
  • Trademark law doesn’t exist in this part of the earth, instead of video rental stores there are loads of places where you can buy burned movies.
  • Butterflies looooooooooove cow droppings
  • Soap is an adequate replacement for shower gel, shampoo, conditioner and travel detergent
  • One of the biggest soccer clubs in Ecuador (from Guayaquil) is named ‘Barcelona’

Mittwoch, 20. Oktober 2010

GALAPAGOS – auf den Spuren von Charles Darwin

P100007027. September – 04. Oktober
Nach langem Ueberlegen hatten wir uns dann dazu entschlossen, budget-technisch etwas total Unvernuenftiges zu machen und uns eine Woche Galapagos auf einem Luxuskatamaran zu goennen. Da wir uns gluecklicherweise in der absoluten Nebensaison befinden und die Veranstalter Probleme haben ihre Boote vollzukriegen, konnten wir dafuer ein echtes Schnaeppchen machen (auch wenn uns die Woche soviel gekostet hat wie sonst 2 Monate). Aber wir muessen sagen, es war jeden einzelnen Cent wert!
Unser Flug ging von Guayaquil aus (Ecuador’s groesster Stadt und am Pazifik gelegen) und eingebucht hatten wir uns auf dem Katamaran Sea Man II ueber Galacruises (www.galacruises.com). Im Vorfeld hatten wir einige Bedenken, dass wir zum einen die mit Abstand Juengsten an Bord sein wuerden und zum anderen die mit dem kleinsten Reisebudget und der unpassendsten Garderobe, aber dem war nicht so! Es waren noch andere Schnaeppchenjaeger unterwegs gewesen und die 16 Passagiere waren gut gemischt.
P1000158 Die Woche auf der Sea Man II war wirklich unvergesslich; die nette und zuvorkommende Crew hat uns rundum verwoehnt. Und nach einem halben Jahr als Rucksacktouristen haben wir es wirklich genossen, nicht ueberlegen zu muessen, wo es morgen hingeht und was wir uns zu Esssen leisten werden – Urlaub im Urlaub sozusagen.
Das Programm war ziemlich straff: um 7 gab’s Fruehstueck und um 7:45 ging’s schon los zur ersten Exkursion. Meistens standen 2 Landexkursionen und 1 Schnorchelgang (bei sehr eisigen Meerestemperaturen eine echte Herausforderung fuer uns Warmduscher ;-) pro Tag auf dem Programm. Jeden Abend gab es ausfuehrliche Vorbesprechungen fuer die Aktivitaeten des naechsten Tages und alles wurde noch zeitnah durch die Lautsprecheranlage, die das ganze Boot beschallte, bekanntgegeben (“Good morning my friends. We will meet in 5 minutes for breakfast and be ready for embarking at 7:30,…” unser Fuehrer Daniel um 6:45 ueber die Lautsprecheranlage ;-).
Kleine Kerstin - grosse Schildkroete Aber nun genug Geplaenkel drumrum, das Tollste waren natuerlich die Galapagos Inseln selbst mit ihrer unglaublichen und vielfaeltigen Tierwelt! Die Tiere haben keine Scheu vor Menschen, deswegen hat man die Moeglichkeit alles ganz nah zu beobachten: Wir schnorcheln mit Schildkroeten, Seeloewen, Weissspitzenhaien, Adler- und Stachelrochen, einer Vielzahl an Fischen und sehen alle drei vorkommenden Toelpelarten (Blaufuss-, Rotfuss-, Nazca-), Fregattvoegel, Elefantenschildkroeten, Meer- und Landechsen, Krebse, Albatrosse, Pinguine und vieles mehr aus naechster Naehe. Weil hierzu Beschreibungen aber nicht im Geringsten einfangen, was wir gesehen haben, schnell hier klicken um unsere Bilder anzuschaun:
Und fuer alle Freunde von bewegten Bildern gibt’s hier auch noch ein paar Videos:
UNNUETZES GALAPAGOSWISSEN
  • auf der Sea Man II gilt: “Puenktlich ist schon zu spaet!”
  • 1 Woche Galapagos = ueber 1500 Bilder (wer Interesse an einem Diaabend mit 1200 verschiedenen Seeloewenfotos hat meldet sich gerne bei Kerstin)
  • Seeloewen schauen IMMER gut aus
  • Elefantenschildkroeten sind erst mit 80 Jahren ausgewachsen und koennen vermutlich ueber 200 Jahre alt werden
  • den “Alpha”seeloewen eines Strandabschnittes nennt man BEACHmaster und nicht BITCHmaster (wer den ecuadorianischen Akzent seines Guides im Englischen versteht ist klar im Vorteil ;-)
  • Blaufusstoelpel tanzen zur Balz “zeigt her eure Fuesse”
  • Galapagosalbatrosse muessen sich zum Losfliegen einen Fels hinabstuerzen, weil ihr Koerpergewicht im Verhaeltnis zu gross ist
  • wer sich mit der Crew, bzw. dem Barmann versteht kriegt Wein fuer umme
  • als Charles Darwin nach Abschluss seines Theologiestudiums nach Galapagos kam, wollte er eigentlich Beweise fuer die biblische Schoepfungsgeschichte finden. Stattdessen kehrte er mit seiner Evolutionstheorie im Gepaeck nach England zurueck und wurde als Gotteslaesterer beschimpft.
Und fuer alle Interessierten, hier noch die exakte Route der Sea Man II:
P1010395
Montag, 27. Sep. 2010 : Ankunft am Flughafen von San Christobal. Auf dem Schiff bekommen wir zuerst mal ein Upgrade – wir duerfen ein Zimmer auf dem Oberdeck (welches die teuersten sind) mit einem Riesendoppelbett beziehen, obwohl wir das billigste Zimmer an Board gebucht hatten! Am Nachmittag dann schnorcheln und Landgang bei Los Lobos Island, wir sehen an Land gleich viele Seeloewen und bekommen sogar im Wasser Besuch von einem.
Dienstag, 28. Sep. 2010: Espanola Island: Vormittags wandern auf Gardner Bay und anschliessend schnorcheln, am Nachmittag dann Ausflug zum Suarez Point. Steffi und Eran, unsere Nachbarn auf dem Oberdeck, haben zum Glueck fuer uns zwei wasserdichte Huellen fuer Kameras dabei und ueberlassen uns eine. Somit koennen wir euch nun auch noch mit Unterwasserbildern quaelen ;-)
Wir sehen wieder eine Riesenanzahl von Seeloewen, Mockingbirds, American Oystercatcher, Meerechsen die sich zu Hauf zusammenkuscheln
Mittowch, 29. Sep. 2010: Florena Island: vormittags gehts zum Cormorans Point, und anschiessend gehts zum schnorcheln an der fischreichen ‘Devil’s Crown’. Die Post Office Bay wird am nachmittag besucht.
Donnerstag, 30. Sep. 2010: Besuch der groessten Stadt des Galapagos Archipels: Puerto Ayora auf Santa Cruz. Vormittags Ausflug ins Hochland der Insel um die riesengrossen Landschildkroeten anzuschauen, am Nachmittag Besichtigung des Darwin Centers, wo wir unter anderem “Lonesome George”, die letzte Schildkroete seiner Art, sehen. Wegen der Unruhen in Ecuador koennen die neuen Mitreisenden nicht an Bord kommen, weil keine Fluege nach Galapagos fliegen. Deswegen koennen wir unsere planmaessige Route um die grosse Isla Isabella nicht machen (ein echter Grund zurueckzukehren!!! ;-), da wir auf die neuen Gaeste warten muessen und uns von der Parkverwaltung eine Notfallroute auferlegt wird :-(
Freitag, 1.Okt. 2010: Auf dem ‘Emergency Plan’ steht fuer morgens eine Wanderung auf der Insel Seymour Norte an, am nachmittag gehts zur Isla Bartolome: Zuerst schnorcheln am Pinnacel Rock, und dann Wanderung zum 'Gipfel’ der der Insel.
Samstag, 2.Okt. 2010: Auf der Isla Genovesa, die wir nun statt Isla Isabella einen ganzen Tag lang besuchen, sehen wir wieder einen Voegelreichtum sondergleichen und vor allem auch noch den Rotfusstoelpel. Nun haben wir alle drei vorkommenden Toelpelarten gesehen.
Sonntag: 3. Okt. 2010: Wir sind wieder auf Santa Cruz und unternehmen vormittags eine Schlauchbootfahrt durch den Mangrovenwald der Tortuga Bay. In der Bucht sehen wir gruene Meeresschildkroeten, viele zum Teil schlafende Weisspitzenhaie und grosse Schulen von gepunktete Adlerrochen. Nachmittags besuchen wir die Insel South Plaza welche neben der tollen Flora speziell durch die gelben Landechsen hervorsticht.
Montag, 4. Okt. 2010: Zurueck auf San Christobal um den Rueckflug zum Festland zu nehmen. Zuvor wird noch das “Interpretation Center” angeschaut, welches viele interessante Einblicke auf die Geschichte und das Leben auf dem Galapagos Archipel gibt.
Blaufusstoelpel, Espanola Island
---------------------
27. September – 04. Oktober
We finally decided to book a trip on a luxury catamaran through the Galapagos Islands, although budget-wise this was pretty unreasonable. But luckily we are currently in the low-season and thus we got a pretty good deal (although one week on the boat costs as much as two months travelling elsewhere on our trip). But in the end we have to admit that it is worth every penny!
Our flight left from Guayaquil (the biggest city in Ecuador) and we spent one week on the motor catamaran Sea Man II, which we booked via Galacruises (www.galacruises.com). Before we started we were kind of worried, that we’d be the only backpackers on the boat, but luckily the passengers were mixed.
The week on the Sea Man II was really unforgettable, the nice and courteous crew did everything to pamper us. And after half a year of backpacking we really enjoyed it that we didn’t have to worry what we’ll eat and what will be the next destination.
But the daily schedules were really tense: breakfast at 7 o’clock and at 7.45 we had our first excursion. We normally had two land excursions and one snorkel trip each day. Every day in the evening there was a briefing on what we will be doing tomorrow.
But of course the best about the Galapagos islands is the incredible and diverse flora and fauna. The animals are not afraid or timid, and thus it is possible to have a real close look! We snorkeled with turtles, sea lions, white tip sharks, eagle and stingrays, loads of fishes and we see all of the three boobies (blue feet, red feet and nazca), fregattbirds, giant land turtels, sea- and landiguanas, crabs, albatrosses, penguins and many others. But since descriptions don’t catch what we’ve seen, just click here to see the Pics:
And for everyone interested in movies just click on this link:
USELESS GALAPAGOS STORIES
  • If you are on the Sea Man II one rule is: “In time is way too late!”
  • 1 week Galapagos = 1500 pics (if someone is interested in a slide show with 1200 pics of sea lions just drop Kerstin a note)
  • Sea lions look great all the time
  • Giant land turtles are full-grown at the age of 80 and they can supposedly reach an age of 200 years
  • the “alpha” sea lion of a beach is named BEACHmaster and not BITCHmaster (the person who understands the Spanish accented English of the guide has a big advantage ;-)
  • If the Galapagos albatross likes to fly it needs a cliff, because their weight is too much to start flying by just running
  • a good relation with the crew, esp. the bar man means free wine ;-)
  • when Charles Darwin finished his studies of theology he arrived in Galapagos in search of proof for the Creation. Instead he returned to England with his theory of evolution and became affronted as blasphemer.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Mucho mejor si es hecho en ECUADOR!

26. – 28. August: Otavalo
Unsere erste Station in Ecuador ist Otavalo, ein kleines Staedtchen 2 Stunden suedlich von der kolumbianischen Grenze, welches fuer seine hochwertigen “Artesanias” (handgemachte Souvenirs) bekannt ist. Auf dem lokalen Markt decken wir uns mit allerlei Strickwaren ein (2 Muetzen mit Fleecefutter, Kniestruempfe mit Lamas drauf, Faeustlinge). Wir uebernachten im wunderschoenen Hostal “La Luna” in den Bergen ueber Otavalo und unternehmen ein paar Wanderungen.
28. August – 07. September: Quito
IMG_5465 In Quito verbringen wir unsere letzten gemeinsamen Tage mit Flo. Um uns milde zu stimmen (“willst du dass die Mama wieder weint???” ;-) laed er uns am letzten Abend ins Swiss Bistro ein (wir hatten eigentlich den Plan Flo’s Reisepass zu verstecken und somit seine Abreise zu verhindern ;-), wo wir uns ueber leckeres Kaesefondue und guten Wein freun. Muchas gracias nochmal und daaaanke fuer die schoene Zeit, wir sehn uns dann ja in den Herbstferien wieder!!! ;-)
Aus den zwei Tagen Quito wird dann leider ueber eine Woche, da Bernie hohes Fieber bekommt und die Genesung leider auf sich warten laesst.
07. – 13. September: Canoa
Nachdem wir in Otavalo und Quito wieder ziemlich gefroren haben, beschliessen wir dem Hochland erst mal den Ruecken zu kehren und uns in Richtung Kueste zu bewegen um uns aufzuwaermen. Canoa ist ein netter kleiner Ferienort am Pazifik und scheint sich bestens zum Erholen zu eignen, wenn da nicht der starke Wind und ein staendig verhangener Himmel waeren. Wir fuehlen uns eher wie auf Sylt als am Aequator und geniessen ausgiebige Strandspaziergaenge im Kapuzenpulli statt Badefreuden bei tropischer Hitze.
13. – 18. September: Puerto Lopez
DSC00185 Puerto Lopez liegt weiter suedlich am Pazifik und ist bekannt dafuer, dass die Buckelwale zwischen Juli und September hier verweilen und sich waehrenddessen bestens beobachten lassen; und genau das haben wir gemacht! Da die Gewaesser rund um Puerto Lopez waermer sind, bringen sie hier Ihre Jungen zur Welt und bleiben dann noch einige Zeit, bis diese eine ausreichend dicke Fettschicht haben, um in kaelterem Wasser ueberleben zu koennen. Nach grauen Tagen in Canoa und zwei grauen Tagen in Puerto Lopez reisst puenktlich zum Wale anschaun die Wolkendecke auf. Und wir haben noch mehr Glueck: die Wale zeigen uns nicht nur ihre Buckel zeigen sondern gegen Ende der Tour wirklich auf noch anfangen um die Wette zu springen – der absolute Wahnsinn! Der Tag beim “Whale watching” war bislang definitiv einer der schoensten und beeindruckensten unserer Reise (und wir hatten wirklich schon viele schoene Tage!).
19. – 21. September: Tena
Anschliessend machen wir einen kurzen Abstecher in das Amazonasbecken, verzichten allerdings auf eine ausfuehrliche Dschungeltour, da man diese wohl fuer nur ein Drittel des Preises in Bolivien machen kann, was wir uns nun vorgenommen haben.
Berichtenswert sind zum einen der Besuch der Tierauffangstation “amaZOOnico”, die sich um ehemalige “Haustiere” (verschiedenste Affen, Papageie, Ozelots,..) kuemmert und versucht, diese wieder auszuwildern. Und zum anderen ist es das Kennenlernen von Chris und Lianne aus England, mit denen wir eine superspassige Zeit verbringen und die uns von ihrer Woche in Galapagos vorschwaermen. Da dort jeder Tag so, wie der mit den Walen sein soll, sind wir sofort angefixt…
21. – 26. September: Banos
Banos ist das “Bad Fuessing” von Ecuador und bietet nicht nur natuerliche heisse Quellen, sondern auch einen direkt benachbarten Vulkan (nur 8 km vom Ort entfernt), der erst im Juni dieses Jahres etwas gemuckt hat. Fuer die Einwohner von Banos ist es ganz normal ca. einmal im Jahr evakuiert zu werden. Die Szenerie dich sich uns bei milden Temperaturen beim Wandern auf 1500 m bietet ist unglaublich schoen.
DSC00305
In Banos buchen wir dann auch kurzfristig (Freitag gebucht, Montag schon dort) eine Woche Galapagos! Und von dort sind wir gerade zurueckgekommen! Wenn ihr also wissen wollt, wie unsere Geschichte weitergeht, und ob die Tage auf Galapagos wirklich soooo schoen waren wie es uns versprochen wurde, dann schaut bald wieder vorbei und lest und seht selbst! ;-)
Aber hier gibt’s nun erst mal die Bilder bis dahin:
http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/XzNZZo/
Dicke Bussals aus Ecuador,
Kerstin und Bernie.
------------------------------------------------
26. – 28. August: Otavalo
Our first stop in Ecuador is Otavalo, a small city 2 hours south from the Columbian border. This city is famous for its high quality “Artesanias” (handmade souvenirs), and thus we bought loads of knitwear. In the wonderful Hostal “La Luna” high in the mountains above Otavalo we spend the days hiking and enjoying the landscape.
28. August – 07. September: Quito
We spend our last days together with Flo in Quito, the capitol of Ecuador. Flo knew that we would be angry if he just left us (we thought of hiding his passport so that he couldn’t travel back to Germany) and so he decided to invite us to the Swiss Bistro, where we enjoyed a very tasty cheese fondue and a goooooood wine.
07. – 13. September: Canoa
Since we were freezing a lot in the highlands of Otavalo and in Quito, we decided to go to the seaside to heat up a little bit. So we arrived in Canoa, a small village on the pacific, but we were welcomed by strong winds and a cloudy sky. So instead of swimming in the ocean in our bathing suites we spent our time with long walks on the beach with our hoodies.
13. – 18. September: Puerto Lopez
Puerto Lopez is further south at the Pacific coast and the region where the humpback whales give birth to a new generation between July and September. So we went there in hope of seeing some humpbacks swimming by and maybe jumping for us, and that’s exactly what they did! And as if booked exactly on the day when we decided to watch the whales we had the first day of sunshine since more than a week. The day of “Whale watching” was definitely one of the best one during our travels so far (and as you might guess we had already loads of wonderful days!).
19. – 21. September: Tena
After the Pacific coast we crossed the highlands and visited the Amazonian basin in the region around Tena. We decided not to do a dedicated jungle tour here, since we’ve heard that in Bolivia they are way cheaper. But we managed to visit the animal sanctuary “amaZOOnico”, which takes care of mistreated animals (different monkeys, parrots, ocelots, …). Moreover we met Chris and Lianne from England, together with whom we shared some fun time and they told us fascinating stories about their week on the Galapagos islands. Since they said, that every day there was like our whale watching day, we got really interested…
21. – 26. September: Banos
Banos derived it’s name from the hot tubs and next to the town, only 8 KM to be exact, there is one of the most active volcanoes of Ecuador. For the people of Banos it is quite normal that the whole city gets evacuated minimum once a year. Due to this scenery and the mild temperatures at the altitude of 1500 m it is easy to guess that hiking there is loads of fun and offers the best scenic views.
Moreover we ran into Chris and Lianne again and finally we decided to go last-minute to Galapagos (booked Friday, and on Monday we were already there)!!!
And right now we just returned from the islands, so if you are interested on how our story proceeds, and if the days on the Galapagos islands were as beautiful as promised, then have a look on our blog again soon ;-)
But first you can check out the pics until then:
http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/XzNZZo/
Big hugs from Ecuador,
Kerstin und Bernie.

Montag, 20. September 2010

Team COLOMBIA – oder Reisegruppe “Himmelfahrtskommando”

13. – 15. August: CARTAGENA
Todmuede nach der letzten stuermischen und deswegen schlaflosen Nacht auf der Iliki, kommen wir in Cartagena an und freuen uns ueber ausgiebiges Duschen und weisse gestaerkte Bettwaesche im huebschen Hotel San Roque.
Plaza de la Aduana, Cartagena viejo Die Tage in Cartagena stehen deswegen auch eindeutig unter dem Motto “Wir goennen uns mal was!”; gemuetliche Cafebesuche, gepflegt ausgehen und nicht zuletzt die Feierlichkeiten zu Stance’s Geburtstag am 15. August (vgl. Himmelfahrtskommando ;-) stehen auf dem Programm. Hierfuer liefert die huebsche Altstadt von Cartagena ein perfektes Ambiente; wir fuehlen uns superwohl. Lustig ist, dass wir alle noch landkrank sind und aehnlich wie direkt nach dem Aussteigen aus einem Karussell noch versuchen durch den ein oder anderen Ausfallschritt den vermeintlichen Wellengang auszugleichen.
Das “Reinfeiern” laeuten wir mit dem Sonnenuntergang auf der Stadtmauer ein und freuen uns, dass Cheun, Ron, Steven und Peter – unsere neugewonnen Seglerfreunde – mit dabei sind. Netterweise stimmt die in einer benachbarten Bar spielende Band um 12 h in unsere HappyBirthdayGesaenge mit ein. Am eigentlichen Geburtstag lassen wir’s uns beim Brunchbuffet im 5*Sofitel und ehemaligen Kloster “Santa Clara” gutgehen, auch wenn wir am Ende dann doch etwas ueber die stolzen Preise erschrecken (Merke: Die Preisangaben in Reisefuehrern sind nicht immer richtig!!! ;-). Aber die Stance ist das halt einfach eindeutig wert!!!!
Schnell hier draufklicken, um den Ehrengast bei den Geburtstagsfeierlichkeiten zu sehen!!!!
16. – 20. August: SAN GIL
San Gil liegt in den Anden und ist das kolumbianische Outdoorsportzentrum. Folglich stehen Raften (Video: Raften auf dem Fluss des Todes!!! ;-) und Wandern auf dem Programm. Mit einer Hoehe von 1800 m lassen wir auch die schwuele Karibikluft hinter uns und freuen uns ueber kuehle, moskitofreie Naechte. Besonders beeindruckend war die Wanderung von Barichara nach Guane, einem schnuckligen, kolumbianischen Bergdoerfchen, auf dem “Camino Real”.
IMG_4902
20. – 22. August: BOGOTA
Die Freude ueber die kuehleren Temperaturen findet in Bogota (2800 m), Kolumbien’s Hauptstadt, ein jaehes Ende; wir frieren trotz unserer WirZiehenAllesWasImRucksackIstAufEinmalAn-Taktik und gewoehnen uns nur langsam an die Hoehe und ihre duenne Luft, welche uns mit leichten Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit und Schwindel plagt.
Trotzdem sind wir vom Stadtteil Candelaria begeistert: viele Studenten, alternatives Flair und tolle Museen; wir besuchen das Museo de Oro (Goldmuseum) und das Museum des Malers Botero. Ausserdem nehmen wir schweren Herzens Abschied von Stance; da waren’s nur noch drei!
@Stance: Vielen vielen Dank fuer’s Kommen :-)
23. – 26. August: POPAYAN und PASTO
In Popayan, einem kl. Staedtchen weiter suedlich in den Anden, schlafen wir im Hostal von Kim und Chris aus Schottland (‘Hostaltrail’), die superhilfsbereit sind und fuer uns eine Downhill-Mountainbike-Tour, incl. Besuch von heissen Quellen organisieren. Unsere geplante Weiterreise nach Ecuador verschiebt sich um einen Tag, da wir 5 Stunden im Superstau auf der Panamericana stehen und beschert uns einen Zwangshalt in Pasto, ca. 2 Stunden vor der Grenze.
Um die Fotos von diesem Reiseabschnitt zu sehen, wie immer einfach auf folgenden Link klicken:
http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/kKWV83/
----------------------------
13. – 15. August: CARTAGENA
After the last stormy and sleepless night on sailing boat Iliki, we arrived in Cartagena completely tired and got really excited about hot showers and white linen in the neat hotel San Roque. Funny that we are all a little bit landsick – after five days on a sailing boat.
We therefore treat ourselves in Cartagena by visiting nice Cafes, going out and last but not least celebrating Stance’s birthday. The beautiful and lively old town of Cartagena was a perfect foil to all that. We start the celebrations for Stance’s birthday with the sun set on the city wall, party well past mid-night and enjoy a fancy brunch in the 5* Hotel “Santa Clara” (Remember: The prices given in guide books could be wrong, e.g. way tooooo low!!!).
16. – 20. August: SAN GIL
San Gil is located in the Andes and Columbia’s designated outdoor center. Therefore we spent the days rafting (Video: Rafting in the river of death!!! ;-) and hiking. With an altitude of 1800 m we leave the humid Caribbean air behind us and enjoy cool and mosquito-free nights. The hike from Barichara to Guane, a neat little mountain village, on the old “Camino Real” is particularly impressing.
20. – 22. August: BOGOTA
Our happiness about the cooler temperatures ceased abruptly, when we arrived in Bogota (2800 m), Columbia’s capitol; we are freezing despite our WeWearAnythingWeHaveInOurBackpacks-tactics. We only get slowly used to the altitude and its thin air, torturing us with slight headaches, breathlessness and dizziness.
Nevertheless we like its district Candelaria pretty much: many students, alternative flair and great museums; we visit the Museu de Oro (gold museum) and the one of painter Botero. Moreover we unfortunately have to say goodbye to Stance.
23. – 26. August: POPAYAN und PASTO
In Popayan, a small town further South in the Andes, we stay in Scottish Kim’s and Chris’ Hostal (‘Hostaltrail’), who are more than helpful and organize a down'-hill MTB tour for us, incl. a visit of natural hot springs. Our planned travel to Ecuador is postponed another day by a 5 hour traffic jam on the Panamerican highway and we stay a night in Pasto, ca. 2 hours North from the border.
For checking out our pics of this part of the travel, just klick on the following link:
http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/kKWV83/

Freitag, 3. September 2010

Von Panama City bis Cartagena, Kolumbien – Eine Seefahrt die ist lustig…

02. – 06. Aug. 2010: Panama City CIMG7639
Mit seinen Wolkenkratzern und Rieseneinkaufszentren im US-Stil, wo man wirklich aaaaaalles kaufen kann, war die Ankunft in Panama City fuer uns ein kleiner Kulturschock. Viel zu laut, viel zu hektisch, viel zu modern und viel zu viel von allem: alles hier ist viel mehr Miami als Zentralamerika!
Wir uebernachten im huebsch zurechtgemachten UNESCO-Weltkulturerbeviertel “Casco Viejo” und freuen uns ueber die Ankunft von Stance und Flo. Zusammen erkunden wir die Alt- und Neustadt, besuchen den Stadtpark Metropoliana und seine Bewohner (Faultiere, Tikiaeffchen, lustige Nagetiere, Buntspechte), machen einen Ausflug zur “Isla Taboga” (jedoch leider ohne die gehoffte Buckelwalbegegnung) und besichtigen das Miraflores Lock am Panama Kanal.
Am 06. August machten wir uns auf den Weg zur Atlantikkueste und verbrachten noch 2 Tage im Hostal Wunderbar in Puerto Lindo, von wo aus unsere Seefahrt losgehen sollte. Silvia und Guido, die Hostalbesitzer und seit Jahren leidenschaftliche Segler, organisieren regelmaessig Segeltouren von ihrem Heimathafen in Panama nach Cartagena in Kolumbien und zurueck (www.hostelwunderbar.com).
Das “Uebersetzen” von Mittel- nach Suedamerika ist ueber den Landweg kaum moeglich, zum einen aufgrund des unwegsamen Gelaendes im Darien, vor allem aber aus Sicherheitsgruenden wegen der grossen Guerillaaktivitaet in dem Gebiet. Alternative waere nur ein Flug gewesen, der preislich fast an die 5taegige Segelreise fuer 400 $ p.P. incl. Vollverpflegung kommt.
08. – 13. Aug. 2010: an Bord der Iliki, mitten im Karibischen Meer
Die Hoehepunkte unserer 5taegigen Ueberfahrt waren vor allem die tolle Crew auf dem frisch gestrichenen Segelboot Iliki: Captain Konny (“Wer kommt von weitem ueber’s Meer… ;-), the best Smutje ever: our beloved Poppy aus England und neben uns vieren noch unsere Lieblingsluxemburger Ron und Cheun, sowie Pete aus Belgien. Wir verstanden uns alle auf Anhieb supergut, nicht zuletzt, weil wir schnell feststellten, dass wir nicht nur in etwa den gleichen Musikgeschmack sondern auch den gleichen Humor teilen – beides Garanten fuer 5 unvergessliche Tage (“Guys, what time is it?” “It’s Cuba libre time!!!!!”).
Parallel zur Iliki lief auch der Seeadler mit Hostalbesitzer Guido als Captain aus. Da es fuer die etwas in die Jahre gekommene Iliki die erste grosse Ueberfahrt nach ihrer Generalueberholung war, war es gut den erfahrenen Segler und Maschinenbauingenieur Guido in Funkreichweite zu wissen (“Iliki an Seeadler, Iliki an Seeadler!!!” ;-). Trotz einiger Macken der Iliki (Kuehlwasserzufuhr vom Motor defekt, Elektrizitaet weg, Klo ruiniert ;-) haben wir uns die ganze Zeit in besten Haenden und sicher gefuehlt und alles eher als spannend und aufregend empfunden. Einziges Manko der Iliki ist die fehlende Suesswasserdusche, was die beiden Tage auf dem offenen Meer zu einer echten Herausforderung machten.
IMG_4481Die ersten 3 Tage schipperten wir mit nur maessigem Wind und Hilfsmotor (nur 4 - 5 Knoten) an der panamesischen Kueste entlang und ankerten abends vor traumhaften Inseln des San Blas Archipels. Schnorcheln, Extremhaengematting, Fische fangen und anschliessend auf offenem Feuer grillen waren an der Tagesordnung. Wir bekamen Besuch von einer Riesenschildkroete, Delfinen, Riffhaien, Rochen und uebliches Getier, was sich so am Riff tummelt.
Waehrend der 2 Tage, die wir ueber’s offene Meer nach Kolumbien uebersetzten und durchfuhren, mussten wir alle abwechselnd im 2 Stundentakt Nachtschichten uebernehmen. Das hiess Kurs halten, ueberpruefen, ob der Motor viell. heisslaueft, nach Containerschiffen Ausschau halten und ploetzliche Temperaturabfaelle, die einen Sturm ankuendigen, sofort melden. Die erste Nacht verlief ruhig, allerdings kamen wir in der zweiten Nacht in einen heftigen Sturm (der sich wirklich durch einen aprubten Temperaturabfall ankuendigte!), der anfangs das Hauptsegel aus seiner Schiene riss, das Sonnensegel demolierte, festgezurrte Boxen an Deck loeste, uns fuer 2 Stunden ordentlich durchschaukelte und Cheun und Ron, die waehrenddessen ihre Nachtschicht hatten, 7 Knoten bescherte.
Ein spannendes und sicher unvergessliches Erlebnis, das wir jederzeit wieder auf uns nehmen wuerden! Danke nochmal an Konny und Poppy fuer die tolle Zeit an Bord und unseren Luxis fuer die beste Gesellschaft, ever! ;-)
Und hier geht's zu den Fotos:

UNNUETZES SEEFAHRERWISSEN:

  • mit Musik segelt’s sich doppelt so gut
  • wir haben in 5 Tagen 300 nautische Meilen (Seemeilen) zurueckgelegt, eine nautisch Meile entspricht 1,852 km
  • 7 Knoten sind schneller als 4 Knoten und 1 Knoten ist 1 Seemeile pro h
  • Luxemburgisch ist angeblich eine eigene anerkannte Sprache und nicht wie Ungebildete vielleicht meinen ein deutscher Dialekt ;-))))
  • schon 12 Blatt Klopapier reichen aus, um das Klo auf der Iliki zu verstopfen und Konny einen freudigen Morgen zu bereiten
  • ein gelber Eimer an Deck kann vielseitigst eingesetzt werden
  • es stimmt: eine Seefahrt, die ist lustig!
  • NDW-Musik eignet sich hervorragend als Seefahrersoundtrack (Treetboot in Seenot, Leuchtturm, Hey Matrosen, Terra Titanic und nicht zu vergessen Seemann, gruess mir die Sonne ;-)
  • Delfine lassen sich nur zu den unpassendsten Gelegenheiten blicken, stimmt’s Cheun? ;-)
  • landkrank sein ist schlimmer als seekrank sein und kommt haeufiger vor!
  • das Boot mit den meisten Haengematten gewinnt und kann “Reise nach Jerusalem” mit ihnen spielen
  • Autopiloten sind was fuer Warmduscher (oder ueberhaupt Duscher ;-)
  • Verwirrte Anmerkung Kapitaen Guido zu spaeterer Stunde zu miteinander kicherndem Bernie und Flo: (bitte mit Allgaeuer Akzent lesen ;-) “jo seid’s ihr zwoi Schwule und hobt’s die Woiber bloss ols Alibi dabei?!?!”
Juhuuu! jetzt klappt's!
------------------------------------
02. – 06. Aug. 2010: Panama City
Panama city’s skyscrapers and huge US-style malls, where you can get really anything you can imagine, were a cultural shock for us. Way too loud, too hectic, too modern and way too much of anything reminded us more of Miami than Central America!
We stay in the neat UNESCO-world heritage quarter “Casco Viejo” and are happy about Stance’s and Flo’s arrival! Together we discover the old and new town, visit the park Metropoliana and its inhabitants (sloths, Tiki monkeys, funny rodents, wood peckers), make a trip to “Isla Taboga” (unfortunately without any humpback whale encounters) and visit the Miraflores Lock at the Panama Canal.
On August 6th we head on towards the Atlantic coast and spent 2 days in the Hostal Wunderbar, in Puerto Lindo, from where we started our sailing trip. Silvia and Guido, the owners of the hostal, are well-experienced sailors who organize tours from Panama to Cartagena in Columbia and back on a regular basis (www.hostelwunderbar.com).
The passage from Central to South America is not possible on the land, due to safety issues. A flight would have be an alternative, but its price is almost the same as for the 5 day sailing trip for 400 $ including all meals and water.
08. – 13. Aug. 2010: on SY “Iliki” in the Caribbean Sea
The highlight of our 5-day sailing trip was definitely the crew: Captain Konny, the best Smutje ever: our beloved Poppy from England, the four of us and our favorite Lux guys Ron and Cheun, as well as Pete from Belgium. We got along from the first minute, not only due to our similar taste in music, but also due to a similar sense of humor – both a guarantee for 5 unforgettable days (“Guys, what time is it?” “It’s Cuba libre time!!!!!”).
Parallel with our sailing boat “Iliki”, the “Seeadler” with hostal owner Guido as captain left the harbor in Puerto Lindo, Panama. Since this was the first longer journey for the Iliki after general overhaul, it was good to know experienced sailor and mechanical engineer within radio communication reach (“Iliki an Seeadler, Iliki an Seeadler!!!” ;-). Despite some defects of Iliki (motor coolant defect, no electricity one dusk, toilet broken ;-) we felt safe any single minute and even enjoyed the newer excitements. Only drawback of the Iliki was the non-existing fresh-water shower, making the 2 days on the open sea a real challenge for some of us.
The first 3 days we cruised with only moderate or hardly any wind and auxiliary engine (4 – 5 bends only) along the Panamanian coast, anchoring every night next to dreamlike islands of the San Blas archipelago. Snorkeling, extreme-hammocking, fishing and barbecuing them over a bonfire were on the schedule. We saw a huge turtle, dolphins, riff sharks, rays and the other usual suspects to be seen at riffs.
During the 2 days open water in the Atlantic ocean towards Colombia, we all had to do nightshifts for 2 hours each. That meant staying on course, checking the coolant of the engine, looking for container ships and recognizing abrupt decrease of temperature, which predicts a coming storm. The first night went quite smoothly with no special occurrences, but in the second night on the open sea we came into a pretty rough storm (which really announced itself by a sudden decrease in temperature!). All happened at once: the big sail came down, boxes on deck got loose, pouring rain, the sun sail came down, the boat was rocking like hell for 2 hours and brought Cheun and Ron (who were doing their nightshifts right then) did 7 bends!
All together an exciting and surely unforgettable experience, we would do again any time! Thanks again to Konny and Poppy for having us and the best time and our Lux guys for the best company, ever! Miss you!
Klick here for the rest of the pics:

USELESS SAILOR’S COCK-AND-BULL STORIES:

  • with music sailing means twice as fun
  • within 5 days we covered a distance of 300 nautical miles (1 nautical mile = 1,852 km)
  • 7 bends are faster than 4 bends and 1 bend is 1 nautical mile per hr
  • Luxembourgish is supposedly an own language and not just a German dialect, as believed by ignorant people ;-)))))
  • already 12 pieces of toilet paper are sufficient to block the toilet on Iliki and bring Konny a happy morning
  • a yellow bucket on deck is pretty versatile
  • it’s true: “eine Seefahrt, die ist lustig” as a German song says
  • Nena and other German 80s pop-heroes are the perfect sailing soundtrack (Treetboot in Seenot, Leuchtturm, Hey Matrosen, Terra Titanic und nicht zu vergessen Seemann, gruess mir die Sonne ;-)
  • dolphins only show up at the most improper moments, ain’t it right, Cheun?
  • being landsick is worse than being seasick and occurs with higher frequency!
  • the boat with more hammocks wins and can play “Musical hammocks” – wooohoooooo!
  • autopilots are for milksops!
  • Confused annotation of Captain Guido at the end of a big night towards Bernie and Flo, who were giggling with each other: “are you guys two faggots and took the broads only as an alibi?!?!?!”

Montag, 2. August 2010

Oooooooh, wie schön ist PANAMA – Welcome to Paradise!

16. Juli – 01. August: Bocas del Toro Playa el Drago
Ausruhen war angesagt in den zwei Wochen auf den Bocas del Toro, einem Inselarchipel im Nordosten von Panama! Corinna aus Karlsruhe, die wir in Costa Rica kennengelernt hatten, konnte uns fuer die Zeit auf der Hauptinsel Colon ein 2-Zimmerappartment direkt bei ihr im Haus vermitteln. Interessant wie sich die Prioritaeten waehrend des laengeren Reisens verschieben, eine richtige Kueche mit eigenem Kuehlschrank und 2 grosse Zimmer mit Balkon nur fuer uns sind schon etwas besonderes. Ausserdem geniessen wir es endlich mal wieder ein Stammlokal zu haben, beim Gang ueber die Insel bereits nach 2 Tagen viele Bekannte zu treffen und die zahlreichen gemeinsamen WG-Koch-und-Kniffel-Abende mit Corinna (wir vermissen dich jetzt schon!!!)
Die Bocas del Toro Inseln kann man zurecht als Karibikparadies bezeichnen und wir verbringen die Zeit mit ausgiebigem Strand- und Inselhopping, wir schnorcheln durch bunte Fischschwaerme, unternehmen Radltouren zu einsamen Traumstraenden, freun uns ueber Faultiere und viiiiele Seesterne...
Ausserdem begleiten wir Corinna einen Tag in den Wald, um mit ihr gemeinsam die Erdbeerfroeschchen zu beobachten; die Ursache fuer deren phaenotypischen Polymorphismus ist Thema ihrer Doktorarbeit.
Gruppenbild zum Abschied Einen Tag nutzten wir um mit Joe Bass und seiner Organisation ‘Operation Save Drinking Water’ als “Volunteers for a Day” ein Indigenadorf auf San Cristobal zu besuchen. Dort wurde erst ein grosser Wassertank installiert, damit die Kinder des Dorfes unverschmutztes Regenwasser trinken koennen und es ihnen dadurch moeglich ist taeglich den Schulunterricht zu besuchen, weil sie nicht krank sind. Wir versorgten die ca. 40 Familien jeweils mit einer Extraportion Reis und Linsen und freuen uns ueber die herzliche Begruessung (vor allem durch die Kinder) und nette Atmosphaere im Dorf. Als Gegengeschenke bekommen wir Avocados, Bananen, Kokosnuss und Zuckerrohr, jeder gibt was er kann. Wer die ‘Operation Save Drinking Water’ mit einer Spende unterstuetzen will oder sich detailliert ueber das Hilfsprojekt von Joe Bass informieren moechte, kann das hier tun: www.opwater.org
Unsere Bilder, die wohl am besten veranschaulichen wie paradiesisch wir es in den letzten beiden Wochen hatten, koennt ihr wie immer unter folgendem Link direkt anschauen:
Heute morgen um 4:30 (!!) sind wir nach einer 10stuendigen Nachtbusfahrt in Panama City angekommen und freun uns nun auf Stance und Flo, die heute abend zu uns stossen um dann fuer 3, bzw. 4 Wochen mit uns reisen werden – Hurraaaa!
Und wegen der grossen Nachfrage und den positiven Leserbriefen zu unserem “Unnuetzen Reisewissen”, hier Teil 2 desselbigen:

Unnuetzes Reisewissen - Teil 2:

  • Backgammon Nicaragua Laenderwertung Sieger: Kerstin (inkl. einer vernichtenden 65 Punkte Niederlage!), Weltcup Laendergesamtwertung: Kerstin - Bernie 3-1
  • 1 Woche Costa Rica Budgeturlaub kostet so viel wie 4 Wochen Nicaragua Mittelklassereisen
  • das WieVieleTageHatEinMonatAmFingerKnoechelAbzaehlen ist international
  • Faultiere haben 9 statt 7 Halswirbel wie andere Saeugetiere, koennen deswegen ihren Kopf um 180 Grad nach hinten drehen und sehen dabei suuuupercool aus
  • der Durchschnittsseestern braucht 7 Minuten um sich einmal umzudrehen
  • Stirnlampen koennen auch als Strobo verwendet werden
  • auch nach 4 Monaten taeglicher Uebung faellt es uns noch schwer, das Klopapier nicht ins Klo, sondern in den Muelleimer zu schmeissen
  • fuer die Aushaendigung des Blankoformulars fuer den Antrag zur Ausstellung eines ErsatzEUKartenfuehrerschein braucht der Landkreis Landsberg 1 Email, die Stadt Muenchen hingegen 11 Emails von 3 unterschiedlichen Personen, 3 Anrufe und eine gefaxte Vollmacht (die ich auch ganz echt selbst unterschrieben habe ;-)
  • wer in Deutschland jemanden hat, der seine Unterschrift nachmachen kann, ist als Reisender klar im Vorteil
  • auch bei kleinen Froeschen gilt: Konkurrenz belebt das Geschaeft!
  • mit dem Boot zur Party fahren und dann gleich mal Haddaway zur Begruessung hoeren, obwohl die DJs nicht Ulli und Marcel heissen, ist etwas befremdlich!
  • die meistgetrunkene Biermarke in Panama heisst: BALBOA! Wow, immer im Auge des Tigers!
  • Sandfliegen sind viiiiiel schlimmer als Moskitos, lassen sich aber durch den exzessiven Gebrauch von Kokosnussoel abwehren
  • in den Tropen sind Aepfel und Trauben die exotischen Fruechte
  • fixe Adressen gibt es meist nicht, warum auch, wenn man z.B. in einem “gruenen Haus 200 m oestlich vom Supermarkt Napoli” wohnt ;-)
  • Krebse sind ziemlich schreckhaft:
Soviel fuer heute und hiermit beschliessen wir auch den ersten kleinen Abschnitt unserer grossen Reise: Zentralamerika! 4 Monate sind nun um und wir wissen einerseits gar nicht, wo die Zeit so schnell hingerast ist (haben wir nicht erst vorletztes Wochenende unseren Abschied in Muenchen gefeiert???), andererseits sehen wir beim Durchschaun der Bilder selbst mit Erstaunen, was wir schon alles erlebt haben und koennen kaum glauben, dass das alles in 4 Monate passt!
Liebe Gruesse in die Heimat und die Welt und bis bald aus Suedamerika,
Kerstin und Bernie.
----------------------------------
16. July – 01. August: Bocas del Toro
Chill out was on the schedule during our 2 weeks on Bocas del Toro, an archipelago in Northeastern Panama. Corinna from Karlsruhe, Germany, who we got to know in Costa Rica, organized us a 2room apartment in the house on the main island Colon, where she also lives in. It was interesting to recognize how our focus already had shifted and how happy we were about having our own kitchen with our personal fridge and two huge rooms including a balcony. Moreover we enjoy having a favorite bar again, meeting friends when just strolling around town and the numerous nights hanging out with Corinna.
The Bocas del Toro archipelago are indeed a Caribbean paradise and we spend the days with excessive beach and island hopping, snorkeling through numberless fish, bicycle tours to deserted beaches and are happy with sloth and starfish encounters,…
Moreover we accompany Corinna into the forest and watch a poison dart frog species, which shows an interesting phenotypic polymorphism and is topic of her thesis.
One day we join Joe Bass’ organisation ‘Operation Save Drinking Water’ as “Volunteers for a Day” and visit an indigenous village on San Cristobal. We deliver some additional rice and lentil portions for the families and receive in return hospitality and fruits as welcome presents. For more information on Joe’s work or for donations for a real good purpose click here: www.opwater.org
Our pics, showing two amazing weeks in paradise, are linked here:
And below another loose collection of facts and experiences, this time after 4 months of traveling:
  • Backgammon Nicaragua country cup, winner: Kerstin (incl. a 65 points defeat!), world cup overall standings: Kerstin - Bernie 3-1
  • 1 week budget travelling in Costa Rica costs the same as 4 weeks travelling middle class through Nicaragua
  • the HowManyDaysDoTheDifferentMonthsHaveKnuckleCounting is international
  • Sloths have 9 instead of 7 cervicals as other mammals, can therefore turn their head 180 degrees backwards and look pretty cool doing that
  • the average star fish needs 7 minutes for turning around
  • head lamps can also be used as strobe lights
  • after 4 months of daily practice, we still can’t get used to throwing the toilet paper into the bin instead of the toilet
  • the German traveler who has back home someone who can clone his signature has definitely the upper hand
  • it’s also true for little frogs, that competition is good for business
  • the most popular beer in panama is BALBOA! Wow, always in the eye of the tiger!
  • sand flies are way worse than mosquitoes, but can be offended by excessive use of coconut oil
  • in the tropics apples and grapes are exotic fruits
  • fix addresses do mostly not exist, why need them, if you live in “the green house, 200 m east of supermarket Napoli”
  • crabs are rather jumpy: (check the video above!)
So far so good! Today we finish the first tiny little part of our big journey: Central America. 4 months are already over; on the one hand time flew (wasn’t it just last week-end, when we had our goodbye Munich party), on the other hand we can’t believe that all our experiences and memories fit into such a little time period.
This morning we arrived in Panama City and will meet two very good friends here, who will join us for the next weeks and start our South American chapter with us.
Many greetings,
Kerstin and Bernie.