Montag, 16. April 2012

LAOS’ Sueden - Land of a Million Elephants


Elefantendamen der Tad Lo LodgeMyanmar wollte uns ja nicht so einfach ueber den Landweg nach Nordthailand ausreisen lassen, deswegen ging’s von Yangon mit dem Flieger erst mal wieder zurueck in unser inzwischen geliebtes Bangkok.
Da wir knapp 3 Wochen spaeter bereits eine Verabredung im Sueden Thailands hatten, was uns als Zeitfenster fuer Nordthailand zu kurz erschien, aenderten wir unsere Plaene und beschlossen stattdessen zwei Wochen lang ganz entspannt den Sueden Laos’ zu erkunden und wir haben es nicht bereut: Laos ist hoechst empfehlenswert!

Zwar leben im “Land of a Million Elephants” nur noch wenige Tiere (~1500, davon ~500 in Freiheit), aber unser kurzer Laosaufenthalt war dennoch von Elefantenbegenungen gepraegt und wir haben uns erneut in diese faszinierenden Riesen verliebt!

16. – 18. Feb. 2012: Pakxe

Pakxe bildet das wirtschaftliche Zentrum im Sueden Laos und ist Dreh- und Angelpunkt fuer den Tourismus in der Region, wenn das Staedtchen an sich auch nicht viel zu bieten hat, aber trotzdem ganz ok ist.
Gleich zu Beginn treffen wir hier auf ‘Reiseprominenz’ und enttarnen den Stefan Loose Autor Michael Kramer, der gerade dabei ist seine Kapitel ueber den Sueden fuer die kommende Ausgabe zu ueberarbeiten. Er versorgt uns mit hilfreichen Insidertipps und empfiehlt uns einen Besuch von…

18. – 20. Feb.: Ban Kiet Ngong – Xe Pian Nationalpark

Kiet Ngong mit Elefantendame 'Ham'In Ban Kiet Ngong gibt es noch 14 ehemalige Arbeitselefanten, die inzwischen fast ausschliesslich fuer den aufkeimenden Ecotourismus verwendet werden. Ein vom WWF gefoerdertes Projekt soll nachhaltigen Tourismus und Artenschutz in der Region foerdern. Die Ansaetze sind zwar da, aber leider fehlt es an der konsequenten Umsetzung. Trotzdem hatten wir eine super Zeit!
Im Dorf angekommen wurden wir gleich von ‘Toui’ begruesst, der ein Restaurant am Ortseingang betreibt, einer der wenigen ist, der gut Englisch spricht und uns gleich im Homestay bei seinen Eltern einquartiert hat. Wir geniessen es, die Elefanten hautnah zu erleben, ein authentisches Dorfleben zu beobachten und verbringen schoene Abende in der Kingfisher Lodge (inklusive Blick auf die Afrika-aehnliche Savanne und die Elefanten).

20. – 26. Feb.: Si Phan Don – 4000 Inseln im Mekong

Direkt an der Grenze zu Kambodscha ist der Mekong bis zu 14 km breit und beherbergt die zauberhaften 4000 Inseln (Si Phan Don). Obwohl Laos keinen Meerzugang hat, ist dies der Ort, wo dennoch chillige Strandatmosphaere aufkommt und man atemberaubende Sonnenuntergaenge beobachten kann. Leider haben sich die Inseln (aehnlich wie Vang Vieng weiter im Norden) zu einem beliebten Partyziel bei etwas nervigen jungen Springbreaktouristen und Drogenliebhabern entwickelt (Vorsicht vor sogenannten ‘Happy Shakes’!). Aber man findet sich dennoch ruhige und schoene Ecken. Wir schlugen wegen besagter Sonnenuntergaenge unser Quartier auf der Sunsetseite von ‘Don Det’ auf und verbrachten die Tage schwimmend, lesend und faulenzend. Einen Tag radeln wir zur Nachbarinsel ‘Don Khon’: gut finden wir dort den Dschungel, den Wasserfall (Tad Somphamit) und einen kleinen Strand incl. Mekong mit natuerlicher Gegenstrom”anlage”; bloed finden wir die allgemeine Abzocke und den vielen Muell ueberall.

Besonders erwaehnenswert war das Kennenlernen von Jule und Bjoern aus Duesseldorf, mit denen wir uns auf Anhieb supergut verstanden. Gemeinsam verbrachten wir unter anderem einen lustigen Schnitzelabend bei Lutz (dem Besitzer des Mama Leuah Guest House) am Sunriseufer und eine ausufernde Strandparty (zu viert ;-) bis in die fruehen Morgenstunden.

27. – 29. Feb.: Bolaven Plateau – Tad LoTad Thevada

Zurueck in Pakxe mieten wir uns einen Roller und unternehmen eine dreitaegige Tour ins/durchs angrenzende Bolaven Plateau. Das Hochplateau bietet zum einen Erfrischung durch die etwas kuehleren Temperaturen und zum anderen durch die vielen atemberaubenden Wasserfaelle. Ein natuerlicher Wasserpark ohne Eintrittsgebuehr! Wir machen den netten Ort Tad Lo zu unserer Basis (Tad heisst Wasserfall).

Bei einem zufaelligen Wiedersehen mit Michael (dem Loose-Typie ;-) empfiehlt er uns den versteckten Wasserfall Tad Thevada zu erkunden und dabei gleich noch seine Streckenbeschreibung dorthin zu ueberpruefen.
Als Stefan-Loose-Explorer machen wir also eine abenteuerliche Fahrt ueber Stock und Stein um am Ende mit unserem privaten, atemberaubenden Wasserfall belohnt zu werden.

Highlight waren aber auch hier wieder definitiv die drei Elefantendamen der Tad Lo Lodge, denen man taeglich bei ihrer Abendtoilette im Fluss zuschauen kann. Wir verlieben uns vor allem in die 65jaehrige zutrauliche ‘Miss Moon’, die wir insgesamt dreimal besuchen und mit der wir ausgiebigst kuscheln.

 

Am 1. Maerz ging’s dann in einer russischen Propellermaschine der Lao Airlines zurueck von Pakxe in unser inzwischen geliebtes Bangkok. Die billigere Alternative waere zwar eine Kombination aus Bus und Nachtzug gewesen (wie unsere Anreise), bei der Einreise nach Thailand ueber Land bekommt man aber nur 15 Tage Aufenthaltsgenehmigung. Reist man mit dem Fluzeug ein, erhaelt man 28 Tage und da wir vorhatten diese 4 Wochen auszukosten, mussten wir die Mehrkosten eben auf uns nehmen. Nachdem wir im Vorfeld einige gruselige Berichte ueber den Sicherheitsstandard der laotischen Fluggesellschaft gelesen hatten, waren wir dann doch recht froh wieder Boden unter den Fuessen zu haben!

Laos hat zwar keine Million Elefanten mehr, aber wir haben selbige fast so oft abgelichtet. Sorry, aber wir konnten nicht anders und vielleicht gebt ihr uns ja Recht, dass die Dickhaeuter einfach besonders fotogen sind, entscheidet selbst:

http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/Uoy96U/

Muesiggang auf den 4000 Inseln

UNNUETZES REISEWISSEN LAOS

  • Laos hat nur knapp 7 Mio. Einwohner auf einer Flaeche von 236.800 km², d.h. 27 Einwohner pro km² (zum Vergleich in Deutschland leben 230 Einwohner pro km²)
  • Im Mekong gibt’s eine Saugwuermergattung, deren Larven durch die Haut (am liebsten durch die Fusssohle) des Menschen eindringen und dort Bilharziose ausloesen, also Fuesse hoch beim Baden!
  • Es wird mit Kip bezahlt (10.000 Kip = 1 Euro)
  • In Laos wird ‘Beerlao’ getrunken, eines der besten Biere in Suedostasien, sagt der Rill!
  • Wegen der immernoch vorhandenen Landminen bewegt man sich in vielen Gegenden lieber nicht abseits der Wege
  • Der Mekong (ca. 4.500 km) entspringt in China, fliesst dann durch Myanmar, Laos, Thailand, Kambodscha und muendet dann in Vietnam in den pazifischen Ozean
  • Elefanten werden 60 – 80 Jahre alt und beim Gaehnen reissen sie ca. 30 Sekunden ihren Ruessel auf!

 

- - - E N G L I S H   V E R S I O N - - -

Since Myanmar would not let exit into Northen Thailand via road, we had to to take a flight back from Yangon to Bangkok. Since we had planned to meet friends in Southern Thailand three weeks later, there was not point in going all the way back up North again. So we changed our plans and decided to visit Southern Laos instead and have not regretted it!

Although there are only ~1500 animals left in the “Land of a Million Elephants” our stay was nevertheless dominated by elephant encounters and we fell in love with those fascinating giants, again!

16. – 18. Feb. 2012: Pakxe

Pakxe is the economic center of Southern Laos and the hub for tourism in the region. The town itself has not much to offer, but is neither a no-go and does have quite decent food.

18. – 20. Feb.: Ban Kiet Ngong – Xe Pian Nationalpark

In Ban Kiet Ngong there are 14 former working elephants, that are meanwhile almost exceptionally used for Ecotourism. Once we arrived in the village, we were warmly welcomed by ‘Toui’, who owns a restaurant, is one of the few English speakers and immediately put us up at his parents’ homestay. We enjoyed the direct contact with elephants, the authentic village life and spent unforgettable evenings at the Kingfisher Lodge from where you have beautiful views onto the Africa-like Savannah and the elephants.

20. – 26. Feb.: Si Phan Don – 4000 islands in Mekong river

Directly at the border to Cambodia the Mekong expands to a width up to 14 km and harbors the beautiful 4000 islands (Si Phan Don). Although Lao doesn’t have access to the sea, this place where you can find beach atmosphere, anyhow. Unfortunately the islands became also popular for hordes of spring-break-like tourists and drug lovers (beware of so-called ‘Happy Shakes’). But one can still find nice and peaceful places. We decided to stay at the sun set side on ‘Don Det’ and experienced laid-back days with swims in the river, good books and nice food. One day we cycled to the adjacent island ‘Don Khon’, where we did like the jungle and the waterfall, but did not like the masses of litter everywhere and the rip-off!

One highlight was definitely meeting Jule and Bjoern, as well from Germany, with whom we hit it off right away. Together we spent a fun evening eating ‘Schnitzel’ and German potato salad at Lutz’ restaurant and a  private beach party until the early morning.

27. – 29. Feb.: Bolaven Plateau – Tad Lo

Back in Pakxe we rent a scooter and biked 3 days through the near-by Bolaven Plateau. The high plateau is not only refreshing because of the cooler temperatures, but also due to the countless and breathtaking waterfalls. A natural water park for free! We stayed in the charming village ‘Tad Lo’ and explored the beautiful surroundings.

But our highlight was again of ‘elephantic’ nature – we visited three times the elephant ladies of the Tad Lo Lodge. We especially fell in love with 65 year old ‘Miss Moon’.


Although Laos does not have a million elephants, we almost took a million pictures of them! Sorry, but we couldn’t help it, but you have to admit, that these animals are simply beautiful, but see yourselves:

http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/Uoy96U/

USELESS TRAVEL KNOWLEDGE LAOS

  • Laos is everything, but not densely populated: on 236.800 km² live only 7 Mio. people, i.e. 27 inhabitants per km² (for comparison: in Germany live 230 inhabitants per km²)
  • Local currency is called Kip (10.000 Kip = 1 Euro)
  • In Laos one drinks ‘Beerlao’, one of the best beers in South East Asia, according to Rill 
  • You better stay ON the beaten track in Laos, since there are still a lot of landmines 
  • Mekong river (ca. 4.500 km) has its origin in China, then passes Myanmar, Laos, Thailand, Cambodia and flows in Vietnam into the Pacific Ocean
  • Elephants become 60 – 80 years and when yawning, they keep their mouths open for up to 30 seconds!

Samstag, 7. April 2012

'Tata' MYANMAR - Teil 2

Amarapuram

 

Nochmals Hallo zurueck in Myanmar, zum zweiten Teil unserer Reise durch Birma!

Wir hatten nur einen Hinflug nach Yangon gebucht, weil wir gehofft hatten, doch ueber Land nach Nordthailand ausreisen zu koennen, zur Not mit einem ‘Special Permit’. Prinzipiell waere dies wirklich moeglich gewesen, aber nur wenn wir vorher einen genauen Reiseplan, incl. wann wir in welchen Hotels uebernachten werden, eingereicht haetten und die komplette Zeit in der Grenzregion bis zur Ausreise von einem ‘Wachhund’ des Militaers begleitet worden waeren. Als wir das hoeren, lehnen wir dankend ab (wir fragen uns immernoch, ob dieser Aufpasser auch das Hotelzimmer mit uns geteilt haette ;-) und buchen uns einen Rueckflug von Yangon nach Bangkok fuer den 9.2.

Und was uns inzwischen sonst noch aufgefallen ist:

In Myanmar sind 89 % der Bevoelkerung Theravadabuddhisten – eine besondere Art des Buddhismus, welche sehr intensiv ausgeuebt wird. So gehen beispielsweise glaeubige Maenner mehrmals im Leben fuer einige Tage ins Kloster, die Moenche sammeln jeden Morgen Almosen (deswegen sieht man vor fast jedem Haus einen extra Reistopf), als maennlicher Moench darf man Frauen nicht beruehren und im Bus sind deswegen spezielle Sitzplaetze nur fuer Moenche reserviert. Die Moenchskutten in Myanmar sind fuer Frauen rosa, fuer Maenner bordeauxrot (im Gegensatz zu den leuchtend orangen Kutten in anderen Laendern Suedostasiens).

In Myanmar herrscht Rechtsverkehr, viele Busse werden jedoch aus Thailand oder anderen Nachbarlaendern importiert, wo Linksverkehr herrscht. Problem: Das Lenkrad ist eigentlich auf der ‘falschen’ Seite (Rechtsverkehr, aber Lenker auch rechts)! Loesung: Wir lassen im Bus einen Adjudanten mitfahren, der links ausm Fenster schaut und beim Manoevrieren und Ueberholen mit Rufen und Gesten beim Fahren hilft!

Eine weitere interessante Beobachtung unseres Myanmaraufenthalts (bzw. eine durchgefuehrte Fallstudie mit Eigenbeteiligung) war die Tatsache, dass JEDER Individualtourist, den wir treffen mind. einmal mehr oder weniger schwerwiegende Verdauungsprobleme entwickelte! Ja, glaubt es oder nicht, auch bei uns beiden gab es zwei Tage in Mandalay, wo wir gern eine Toilette in der Naehe wussten! ;-) Und das uns, wo unsere trainierten Verdauungssysteme 2 Monate Indien, trotz saemtlicher Vorurteile ohne Probleme weggesteckt hatten. Weitere Details moechten euch an dieser Stelle ersparen!

25. – 27. Jan. 2012: Mandalay

Wir haben den Strassenverkehr in Lateinamerika ueberlebt, uns den Wirren der Strassen Indiens ausgesetzt, aber Mandalay scheint allem die Krone aufzusetzen: fuer uns ist es ein Chaos sondergleichen, der Staerkere gewinnt und wenn man auch nur eine Sekunde zoegert, hat man verloren. Ausserdem wuerden wir uns nicht drauf verlassen, dass der andere im Notfall bremst.
Ueberhaupt finden wir Mandalay so lala, zu dreckig, zu laut,… Was uns z.B. in Delhi faszinierte, dem koennen wir hier nichts Positives abgewinnen. Wo andere von Mandalay als einer pulsierenden typischen Stadt schwaermen, fuehlen wir uns eher gestresst und sind genervt.
Ausserdem raten wir dringend vom Verzehr der gebratenen Nudeln im Restaurant Bayintnaung aus oben genannten Gruenden ab! Nun ja, vielleicht hat uns Mandalay einfach auf dem falschen Fuss erwischt…

Dennoch ein Grund Mandalay zu besuchen ist aber seine Naehe zu Amarapuram und der beruehmten Teakholzbruecke. Unser waghalsiger (weil besagter Verkehr) Fahrradausflug dorthin, ist definitiv unser Highlight. Ausserdem freuen wir uns darueber, den Besuch derselbigen zu machen, ohne ein Ticket gekauft zu haben (kein Geld fuer die Militarjunta!).

27. – 31. Jan.: Hsipaw

P1130445Wir dachten, dass Hsipaw (sprich Si-Poh) noch eher als Geheimtipp durchgeht: Es liegt auf der Hauptverbindungsstecke von Mandalay Richtung China am Ende einer “Reisesackgasse’, es weist keine Haupttouristenattraktion auf und sollte damit fernab der Tourismassen sein. Aber wir waren nicht die einzigen mit diesem Gedanken! In der Stadt treffen wir ‘leider’ viele andere Individualreisende, weswegen der Stadt der urspruengliche Charme etwas verloren geht. Nichtsdestrotz war es wie immer moeglich schon knapp ausserhalb der Stadt nette und neugierige Menschen zu treffen.
Im zentralen Osten von Myanmar lebt die Volksgruppe der Shan, welche noch bis vor wenigen Jahren bewaffnet fuer Ihre Unabhaengigkeit gekaempft hatte. Gluecklicherweise ist dieser Konflikt mittlerweile beigelegt, aber die Abneigung der Shan zu der grossen Ethnie der Burmesen ist immer noch deutlich bemerkbar.

Was unseren Aufenthalt in Hsipaw aber dennoch, die laengere Fahrt wert gemacht hat, war die Begegnung mit Hope, einer Taiwanesin, die in einem nahen Shandorf ihr persoenliches Hilfsprojekt hochgezogen. Sie gibt auf eigene Kosten und ohne Hilfsorganisation im Ruecken den Kindern im Dorf Englischunterricht, und mit Geldern von Freunden hat sie die Bau eines Trinkwasserbrunnens und eines Wassergenerators ermoeglicht. Wir begleiten sie mehrfach ins Dorf, werden dort herzlichst aufgenommen und von ‘Mama’ gemaestet und unterrichten mit: ‘I want to go to the Pagoda by boat’! ;-) Wir wuerden der Welt gerne mehr ‘Hopes’ wuenschen, die es schaffen andere zu inspirieren, mitzureissen und damit einen Unterschied machen und wir hoffen, dass sie mit ihrem Projekt etwas veraendern kann!

31. Jan. – 02. Feb.: KyaukmePalaung-Damen

In Kyaukme (sprich Tschauk-me) nutzten wir die Empfehlung diverser Reisefreunde und unternahmen eine 2taegige Wanderung mit Naing Naing, einem Fuehrer aus dem Volksstamm Palaung, welcher jahrelang die Shan-Freiheitsarmee unterstuetzte. Durch Ihn konnten wir einen authentischen Landstrich Myanmars besuchen und erstmals eine Nacht auf dem Land verbringen, ohne uns registrieren zu muessen (wir uebernachteten in einem abgelegenen Paulang-Dorf in den Bergen im Hause einer lokalen Familie). Durch Naing Naing war es uns moeglich, viel ueber die Geschichte Myanmars und im speziellen der verschiedenen Volksstaemme zu lernen. Dank seiner Anwesenheit und Beruehmtheit war es uns moeglich ueberall ungeniert zu fotografieren, da die Menschen keinerlei Beruehrungsaengste hatten, obwohl die Palaung und Shan nach unserem Eindruck eher zurueckhaltend sind. Wir sehen eine arme, aber landschaftlich reizvolle Gegend von Myanmar. Waehrend der Wanderung besuchten wir auch ein abgelegenes Dorf, in welchem Naing Naing den Bewohnern elementare medizinische Versorgung gab. Diese war hier bitter noetig (Magelerscheinungen, chronische Infekte, mangelnde Hygiene, etc…) und wir konnten unsere Reiseapotheke wesentlich erleichtern.

03. – 07. Feb.: Inlesee

Haus im InleseeDie bislang kaelteste Nachtbusfahrt unserer Reise brachte uns an nach Bagan ans Haupttouristenziel Nummer 2, den Inlesee.
Hier findet man alle Annehmlichkeiten fuer Touristen, genauso aber auch ruhige Ecken, wenn man mit dem Radl rausfaehrt und natuerlich magische Blicke auf den See. Zusammen mit zwei schweizer Maedels (Salome und Livija) machen wir die obligatorische Kaffeefahrt mit dem Boot.

Eigentlich wollten wir noch einen weiteren Stopp auf dem Weg zurueck nach Yangon einlegen, aber wir fuehlen uns erschoepft von den vielen Eindruecken, den meist widrigen Reiseumstaenden und beschliessen den Rest unserer Zeit am Inlesee zu geniessen und ein bisschen zu entspannen, was wir zum Beispiel bei einer Weinverkoestigung mit Seeblick auf dem Red Mountain Weingut tun!

08. – 09. Feb.: Yangon (Rangun)

Zurueck in Yangon erholen wir uns mal wieder von den Strapazen einer weiteren unterkuehlten Nachtbusfahrt und geniessen den tollen Ausblick vom Skybistro im 21. Stock des Sakuraturms mit dem fetten Hitachischriftzug (Danke fuer den Tipp an Salome und Livija!).
Und wir freuen uns mal wieder auf Bangkok!

FAZIT:
Liebes Burma, du warst faszinierend, gastfreundlich und interessant, aber fuer Individualreisende mindestens genauso anstrengend, kompliziert und bei Unterkunft und Transport auch manchmal unverhaeltnismaessig teuer. Da wir versuchten die Hauptroute zu verlassen, war unser Aufenthalt kein Erholungsurlaub, aber gerade deswegen wunderbar, vor allem wegen deiner Menschen!
Wir sagen 'Tata' Myanmar (Tschuess, Myanmar) – wir kommen wieder, sobald du uns neue Wege oeffnest!

Und hier sind unsere tollen Bilder:

http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/311vET/ 


Und dann wuenschen wir allen Bloglesern frohes Eiersuchen und senden euch sonnige Gruesse aus Malaysia (Pulau Perhentian)!
Am 15. April geht’s fuer uns weiter nach Sumatra zum Orang-Utan-Knuddeln und hier gibt es bald unseren Reisebericht ueber Suedlaos, also immer weiterlesen, es bleibt spannend!

Liebe Gruesse von

Kerstin und Boernie

UNNUETZES REISEWISSEN MYANMAR, Teil 2

  • Ein beliebtes Hobby bei Kindern ist Drachen steigen lassen
  • In dem 48Mio Einwohner Staat Myanmar werden 113 (!!!) Sprachen gesprochen
  • Die Waehrung in Myanmar ist der Kyat und der offizielle Wechelkurs fuer 1 US Dollar ist ca. 7 Kyat (festgelegt von der Militaerjunta). Unser Wechselkurs auf dem ‘Schwarzmarkt’ lag bei 800 Kyat pro USD
  • Als Ersatz fuer Kondensmilch wird in Myanmar suesser weisser Palmsirup in den Kaffee gegeben, was nicht schlecht schmeckt!
Und jetzt noch ein Tipp fuer zukuenftige Burmareisende:
Wir reisen ja generell lieber mit deutschen Reisefuehrern; wo man mit dem Lonely Planet alles, aber laengst nicht mehr “lonely” ist, werden die Geheimtipps in deutschen Fuehrern zumindest einem kleineren Leserkreis offenbart. Die beruehmten “Our Pick” im Lonely Planet wissen meist um ihren weltweiten Ruhm, erhoehen die Preise und sparen dafuer beim Standard.
Leider konnten wir fuer Myanmar in Bangkok keinen deutschen Fuehrer finden und reisten mit dem Lonely Planet, der wirklich gut war, aber eben von 90 % der Touristen benutzt.
In Myanmar fiel uns dann aber der Reise Know How in die Haende, der fuer Myanmar richtig schlecht ist! Nicht nur, dass die Informationen eher mau und Telefonnummern oft falsch sind, die Autorin verhaelt sich bei sensiblen Themen alles andere als politisch korrekt und hat z.B. als Autorenfoto ein Bild von sich mit den umstrittenen Giraffenfrauen gewaehlt!
Unser Fazit: Beim Reise Know How haengt die Qualitaet stark vom jeweiligen Autoren ab, wo Peru/Bolivien und Brasilien wahnsinnig gut waren und definitiv unsere erste Wahl, Chile und Argentinien so lala, aber auch nicht schlecht, versagt der Myanmarfuehrer auf ganzer Ebene.
Unser Tipp fuer Myanmar: Stefan Loose.

 

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Hello again from Myanmar for the second post about our journey through Burma!

We only booked a one way flight to Yangon, since we had hoped to exit the country via land into North Thailand, if so with a ‘special permit’. In principal it would really be possible, but only if one provides a detailed itinerary, stating in which hotel you will stay on which date and with a special ‘guide’ from the military, accompanying us the whole time until we leave the country (We still wonder, whether he also stayed with us during the night ;-)! Once we heard that, surprise, quickly changed our plans and booked a flight back to Bangkok from Yangon for Feb 9th.

And what else have we recognized meanwhile?

89 % of the population in Myanmar are Theravada Buddhists – a kind of Buddhism, which is followed with an intensive dedication; e.g. believing men spend some time in their life in a monastery, the monks collect alms every morning (therefore there are huge rice pots in front of almost every house), male monks can not touch women and for this reason there are dedicated seats in the bus reserved for monks only. The cowls for female monks are pink and those for male monks are wine red (in contrary to the brightly orange cowls in other South Asian countries).

Another interesting observation we made, was the fact that EVERY single backpacker we’ve mad suffered from more or less severe digestive disorders! Yes, believe it or not, even the both of us went through 2 days in Mandalay, when we rather knew about the location of the next toilet! ;-) Very rare for our well-trained digestive systems, which had – against all odds - traveled 2 months through India without the slightest problems!

25. – 27. Jan. 2012: Mandalay

We had survived the road traffic  in Latin America, exposed ourselves to the streets of India, but Mandalay is topping all of that: there is an indescribable chaos, survive of the fittest one might say and if you hesitate just a second, you’ll loose. And we would not rely on the drivers to break for you.
At all we find Mandalay rather lukewarm, too dirty, too loud,… Funny that we found the same things pretty exciting in Delhi. Where others describe Mandalay as a vibrant and typical city, we are stressed and on edge. Moreover we highly advise against having the fried noodles in the Bayintnaung restaurant, due to the above mentioned reasons! Maybe it was just not the right time for Mandalay and us!

A reason to visit Mandalay anyway is the closeness to Amarapuram and its famous teak bridge. Our reckless (due to above mentioned traffic) bicycle tour there was definitely our highlight. In addition we managed to visit the bridge without paying an official ticket (meaning no money for the military regime ;-).

27. – 31. Jan.: Hsipaw

Hsipaw was not the insider tip we had hoped it would be, since the city is compared to its size rather packed with backpacking tourists. Nevertheless it was possible to find nice and curious locals, when riding our rented bicycles just a bit outside town.

But what really made our stay in Hsipaw worthwhile, was meeting Hope from Taiwan, who started her private relief project in a nearby Shan village. Without the support of an aid organization and on her own account she teaches English to the children of the village and with money from friends she made the construction of a water generator and the building of a cylinder that provides clean drinking water possible. We accompanied Hope to the village, where we were warmly welcomed and fed up by so-called ‘Mama’ (wife of the village leader) and even helped teaching a little bit: ‘I want to go to the Pagoda by boat’! ;-) We really think this world needs more ‘Hopes’, people who can inspire others and make the world a better place!

31. Jan. – 02. Feb.: Kyaukme

In Kyaukme we went on a 2day hiking tour with Naing Naing, who had been recommended to us by different travel buddies. Naing Naing is a Palaung leader, who had fought in the Shan army. With him we could visit an authentic part of Myanmar and even stay a night on the countryside with a family, without being registered by the military. We also learned a lot about the history of Myanmar and especially about the different tribes.

03. – 07. Feb.: Inle lake

The so far coldest night bus journey during our travels brought us to the second main tourist attraction after Bagan: Inle lake. 
Here you find all the amenities a tourist longs for, but if riding your bike around the lake you can also find quiet places with breathtaking views onto the lake. We even undertook the obligatory boat trip on the lake.

Actually we had planned another stop somewhere on the way back to Yangon, but we felt rather exhausted from all the different and intensive impressions, the mostly adverse travel conditions and decide to enjoy the rest of our stay at Inle lake, for example during a wine tasting on the Red Mountain vineyard.

08. – 09. Feb.: Yangon (Rangoon)

Back in Yangon we relax from another strenuous and frosty night bus trip and enjoy the great views from the sky bistro, located on the 21st floor of Sakura tower. And we are really looking forward to Bangkok, again!

And our Myanmar conclusion:
Dear Burma, you were fascinating, hospitable and interesting, but for people who like to travel individually at least equally strenuous, complicated and accommodation and transport was sometimes disproportionately expensive. Since we tried to leave the beaten track, our stay was no relaxing holiday, but because of that wonderful, especially thanks to your people!
We say ‘Tata’ Myanmar (Bye bye, Myanmar) – we will come back as soon as you will open up new territories!

And here are our great pics Winking smile

http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/311vET/

And now we’d like to wish you Happy Easter and send you sunny greetings from Malaysia (Pulau Perhentian)!
On April 15th we will fly to Sumatra for some extended Orang Utan cuddling and here you can soon read our blog entry about Southern Lao, so stay tuned!

Cheers,

Kerstin und Boernie

USELESS TRAVEL KNOWLEDGE MYANMAR, Part 2

  • A famous hobby amongst children is flying a kite
  • Myanmar has 48Mio inhabitants and 113 (!!!) different languages
  • The official exchange rate for the local currency (Kyat) is set to 1 US Dollar for 7 Kyat by the military government. Our exchange rate on the black market was about 800 Kyat for 1 USD. 
  • As a substitution for concentrated milk and sugar, people in Myanmar prepare their coffee with sweet, shite palm syrup, which tastes not bad at all!