Sonntag, 6. März 2011

Patagonien, Teil 2 und die Region Los Lagos – Chile und Argentinien

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05. – 06. Feb.: Von Villa O’Higgins, dem suedlichen Endpunkt der Carretera Austral in Chile, ging es dann in einer 2taegigen Tour (Bus, Boot, 22 km Fussmarsch – keine Sorge, Gepaeck aufm Pferd Winking smile - nochmal Boot und nochmal Bus) ueber die gruene Grenze bis nach El Chalten in Argentinien. Hier holen wir die ersten Stempel  mit unseren niegelnagelneuen Reisepaessen ab, die wir in Santiago bekommen hatten.
Waehrend unserer ersten Tage zeigt sich Argentinien wirklich von seiner besten Seite, wir haben durchgehend strahlenden Sonnenschein und sogar die Abende sind relativ mild. Die langen Unterhosen werden somit fuer’s erste wieder verraeumt und wir sagen weiter so!

06. – 07. Feb.: El Chalten (Arg)
Welch Glueck: Wir erreichen Argentinien bei bestem Wetter und erhaschen dadurch wundervolle Blicke auf den wolkenlosen Mount Fitz Roy und die Cerro Torre, was Einheimischen zufolge wohl relativ selten ist.

07. – 09. Feb.: El Calafate (Arg) 
Das gute Wetter haelt an und wir sehen den beeindruckenden Perito Moreno Gletscher bei strahlendem Sonnenschein und dadurch perfektem blauen Eis. Ausserdem ergibt sich ein zufaelliges Wiedersehn mit Theresa (Salartour in Bolivien), ein ueberraschendes Wiedersehen mit Stefan (Wandergruppe Peru) und ein geplantes Wiedersehen mit Steffie und Gonza (deutsch-argentinisches Paar, Carretera Austral). Wir verbringen einen lustigen Abend zusammen bei Empanadas und Rotwein und versuchen uns schon mal an das argentinische In-getraenk Fernet Branca mit Cola zu gewoehnen, auch wenn wir auf die magischen Kraefte dieses Gebraeus immer noch warten!

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Die Wiedereinreise nach Chile gestaltete sich schwieriger als gedacht mit einer 3stuendigen Grenzkontrolle. Die Chilenen nehmen’s ganz genau: es duerfen keinerlei frische Tier- oder Pflanzenprodukte eingefuehrt werden. Der komplette Bus wurde gruendlichst gefilzt, das Gepaeck durchleuchtet und sogar ein vierbeiniger Drogenfahnder kam zum Einsatz. Einige Auserwaehlte (zu denen wir zum Glueck nicht gehoeren, hoch lebe Kerstin’s noble unschuldige Blaesse ;-) werden sogar zu einer kleinen Stripshow gebeten. Bei unserem ersten Grenzuebertritt nach Chile von Bolivien hatten wir anscheinenden richtig Glueck, dass die Beamten keine Lust auf strengere Kontrollen hatten.

P106072109. Feb. – 14. Feb.: von Puerto Natales (Chile) bis Punta Arenas (Chile)
Mit  einem Mietwagen fahren wir von Puerto Natales bis Punta Arenas und wieder zurueck: Juhuu, wir holen Fish (einen alten Freund von Bernie, der nun fuer 4 Wochen mit uns reisen wird) vom Flughafen ab, fahren zusammen zur suedlichsten Ortschaft des amerikanischen Festlands (Fuente Bulnes, weil Ushuaya is fei ned mitm Festland verbunden! ;-), besuchen die Freihandelszone in Punta Arenas, freuen uns ueber die lustigen und tapsigen Magellanpinguine in den Otway Sounds (eeendlich wieder Tierfotos!!! ;-) und verbringen einen Tag im Nationalpark Torres del Paine. Weil wir Patagonien vorher (um die Carretera Austral) schon in weniger touristischen Ecken ausgiebigst bewandert hatten, haben wir uns gegen eine mehrtaegige Tour im Torres del Peine entschieden, nur falls ihr euch wundert… Und von hier aus geht’s jetzt wieder gen Norden und waermen Gefilden entgegen.

14. Feb. – 19. Feb.: von Puerto Natales zurueck nach Puerto Montt
Mit der Navimag Faehre geht es von Puerto Natales durch die chilenischen Fjorde zurueck nach Puerto Montt, wo wir unsere Patagonienreise vor nun fast 4 Wochen begonnen haben.
Anfangs dachten wir schon, die Schiffsreise findet nicht statt, da der Kapitaen der neu hergerichteten Evangelista, fuer die wir unsere Tickets gebucht hatten, selbige kurz vorher gegen eine Insel gefahren hat (ja Baumi, das machen die wohl oefter!). Aber es kam ein kleineres und aelteres Boot, die MS Puerto Eden, zum Einsatz.
Wir hatten mal wieder mehr Glueck als Verstand: ein bisschen Gemecker beschert uns ein Upgrade vom 16er Dorm in eine 4er Kabine mit privatem Bad, ein Motorschaden verlangsamt das Boot und schenkt uns dadurch einen Extratag Unterkunft, Freigetraenke und Vollpension und die ganze Zeit scheint die Sonne volles Rohr, Alter! Winking smile 
Zum Zeitvertreib passieren wir einen Gletscher (Pios IX) und zahlreiche enge Passagen und lassen uns von Delfinen, Buckelwalen und sogar Blauwalen unterhalten (auch wenn die beiden letzteren nur ihre Fontaenen und ein bisschen massigen Ruecken zeigen). Am letzten Abend ertanzt uns Bernie beim Bingo dann auch noch eine tolle Navimagschirmmuetze und danach eine Flasche Wein – wohoooo, alle sind begeistert und Bernie hat bei seinem zweiten Auftritt schon eine eigene Fangemeinde (“oh NOOOO, not again!”;-).

19. Feb. – 03. Maerz: Die Region Los Lagos, die sich ueber Chile und Argentinien erstreckt, wurde groesstenteils von deutschsprachigen Einwanderern besiedelt.  Architektur, Natur, die vielen kleinen Pralinerien, die schicken Boutiquen und auch die Preise erinnern uns sehr an die Schweiz, nur dass die wunderschoenen schneebedeckten Berge an den Ufern der vielen tiefblauen Seen rauchende Vulkane sind.
19. Feb. – 22. Feb.: Puerto Varas (Chile)
Wir kommen couchsurfend bei Nati unter, die an dem Wochenende auch noch Geburtstag hat und diesen gebuehrend mit einer Grillparty am Seesandstrand feiert. Wir werden gleich miteingepackt und Fish freut sich ueber das 8stuendige Marathongrillen – Asado at it’s best. Wir geniessen die Zeit bei und mit Nati und ihren supersympathischen Freunden bei gutem Essen (Paella meets Kaesspatzn). Ueber Puerto Varas thront der machtige Vulkan Osorno, dem wir nach den Feierlichkeiten entgegenwandern.
22. Feb. – 27. Feb.: Pucon (Chile)
Wandern im nahegelegenen Nationalpark Huerquehue (hoechstempfehlenswert!), Mountainbiken, Thermalbaden, Strandzeit und ein erbitterter Minigolfkampf, alles am Fusse des stetig rauchenden Bilderbuchvulkans Villarica.
27. Feb. – 01. Maerz: San Martin de los Andes (Arg)
Zurueck nach Argentinien, vorbei am imposanten Vulkan Lanin (~3700 m). Im malerischen und gemuetlichen San Martin entspannen wir am Strand nach einer kleinen Wanderung…
01. Maerz – 03. Maerz: Bariloche (Arg)
…und in Bariloche unternehmen wir einen Ausflug in den Nationalpark Llao Llao und wandern 5 Stunden durch die abwechslungsreiche Waldvegetation.
Zu unserer eigenen Ueberraschung muessen wir feststellen, dass wir nun insgesamt 8 Wochen in Chile verbracht haben! Nicht schlecht, vor allem wenn man bedenkt, dass wir das Land urspruenglich nur fuer einen kurzen Besuch bei Rona eingeplant hatten! Wir sagen JA zu Chile wie folgende Bilder wieder einmal beweisen:

http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/4Ht691/

Und wer die lustigen Pinguine rumtapseln sehen will, der kann sich hier auch noch ein paar sehr empfehlenswerte Videos zu Gemuete fuehren:

http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/MAtTpH/

Inzwischen sind wir nach einer 22stuendigen Busfahrt in Buenos Aires angekommen, wo wir fuer eine Woche ein Apartment bezogen haben und uns auf den Besuch von Doris und Mirco freun!
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05. – 06. Feb.: From Villa O’Higgins, the Southern end of the Chilean Carretera Austral, we headed on towards Argentina in a 2day tour (bus, boat, 22 km hiking – no worries, our luggage was carried by a horse Winking smile - another boat and another bus). During our first days Argentina appears at its best; we have sun shine and mild weather the whole time – good bye long johns, at least for the moment! 

06. – 07. Feb.: El Chalten (Arg)
How lucky: we arrive in Argentina with astonishing cloudless views onto Mount Fitz Roy and the Cerro Torre, which seems to be very rare. 

07. – 09. Feb.: El Calafate (Arg) 
Still great weather during our visit of the famous glacier Perito Moreno and therefore perfect blue ice. We meet some former travel buddies (Stefan, Theresa, Steffie and Gonza) again and share experiences over red wine and empanadas. Moreover we try to get used to the Argentinean in-drink Fernet Branca with Coke.
Re-entering into Chile turns out to be more difficult than we thought and we spend 3 hours at the boarder. Everything is checked, the whole luggage X-rayed and some people of our bus (luckily not us) body checked in search for drugs AND any vegetable or animal products! It seams that our first boarder crossing into Chile from Bolivia was extraordinary easy.

09. Feb. – 14. Feb.: from Puerto Natales (Chile) to Punta Arenas (Chile) 
With a rental car we drive from Puerto Natales to Punta Arenas and back: Yeehaaa, we pick up Fish (an old friend of Bernie’s, who will travel with us for the next 4 weeks) at the airport, drive to the most Southern community on the American continent (Fuente Bulnes), visit the free trade zone in Punta Arenas, have a lot of fun watching the cute Magellanic penguins at the Otway Sounds and spend a day in the Torres del Paine national park.

14. Feb. – 19. Feb.: from Puerto Natales back to Puerto Montt
We take the Navimag ferry passing the Chilean fjords. We were again lucky and upgraded from dorm beds (where sharing a room with 16 others) to a cabin for 4 including a private bath. A problem with one of the motors made the ship way smaller and it took in total a whole day longer until we arrived in Puerto Montt; no problem for us. In contrary we really enjoyed full board and another night of free accomodation under a perfect blue sky. We pass by glacier PIOS XI, several breathtaking narrows, see dolphins, humpback whales and blue whales (at least there fountains) and get free drinks on our last night, when Bernie wins BINGO and a show dance two times. The second time he performs in front of a huge fan crowd, cheering for him (“oh NOOOO, not again!”;-).

19. Feb. – 03. March: The region Los Lagos, stretching over Chile and Argentina, was mainly populated by German speaking pioneers. Architecture, nature, tons of nice small praline shops, the chique boutiques and also the prices remind us of Switzerland, only that the beautiful snowcapped mountains along the numerous lakes are volcanoes.
19. Feb. – 22. Feb.: Puerto Varas (Chile)
Another unforgettable couchsurfing experience: we stay with Nati and just upon arrival she takes us to a barbecue on the beach, where she celebrates her birthday. We really enjoy the time with Nati and all her likeable friends over good food. Next to Puerto Varas the volcano Osorno is located, where we go hiking.
22. Feb. – 27. Feb.: Pucon (Chile)
Hiking in the nearby national park Huerquehue (highly recommeded!), mountain biking, thermal baths, beach time and a hard mini golf battle, all at the foot of fuming volcano Villarica.
27. Feb. – 01. March: San Martin de los Andes (Arg)
Back in Argentina, passing the imposing volcano Lanin (~3700 m). In the neat and quiet San Martin we relax on the beach after some hiking with gorgeous views…
01. March– 03. March: Bariloche (Arg)
…and in Bariloche we visit the national park Llao Llao and hike 5 hours through the diversified forest vegetation.
To our own surprise, we have now spent 8 weeks in Chile! Not bad considering the fact, that we only wanted to visit Rona at the beginning! We really liked Chile and its beautiful nature, proven by the following pics:

http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/4Ht691/

And if you are interested in some funny penguin videos, click here:

http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/MAtTpH/

And right now we are in our rented apartment in Buenos Aires, awaiting the arrival of Kerstin’s friends Doris and Mirco – yeeehaaa!

Mittwoch, 9. Februar 2011

Chile, Teil 2 – Wein, Wellen und wundervolles Patagonien

17. – 19. Jan.: im Weinparadies Valle de Colchagua, Santa Cruz

DSC09992Als erstes Ziel nach unserem Marathonaufenthalt in und um Santiago waehlten wir das Valle de Colchagua, ein wunderschoenes Weintal, um unseren Abschiedsschmerz von unserem zu Hause in Santiago bei einer ausgiebigen Weinprobe zu ertraenken. Wir hatten grosses Glueck und konnten dank Couchsurfing bei Marcelo und Christian wohnen, die beide im Weingut ‘MontGras’ arbeiten und uns auch gleich eine Weintour incl. Probe organisierten. Abends lernten wir auch noch Marcelo’s komplette Familie bei einem gemeinsamen Abendessen kennen.


19. – 22. Jan.: Surferparadies Pichilemu

Bevor wir uns von der sommerlichen Waerme Zentralchile’s verabschiedeten und in einem Zug bis nach Patagonien bewegten (die Region Los Lagos werden wir dann auf dem Rueckweg nach Norden besuchen), goennten wir uns noch ein paar Tage Strand im Surferparadies Pichilemu. Pichilemu’s Wellen am etwas ausserhalb gelegenen ‘Punta Los Lobos’ sind weltbekannt und es macht richtig Spass den Surfern zuzusehen. Auch wenn es uns kurzzeitig unter den Fuessen gekribbelt hat, Wassertemperaturen von nur 16 Grad Celsius (Schuld ist mal wieder der Humboldtstrom) holten uns dann doch wieder auf den Boden der Tatsachen zurueck. Wieder kamen wir bei einem supernetten Couchsurfer, Jose, unter und verbrachten einen superlustigen Abend zusammen beim Grillen.

23. – 24. Jan.: Puerto Montt

Puerto Montt ist das chilenische Tor nach Patagonien, die Stadt an sich hat allerdings sonst keinen besonderen Reiz. Wir nutzten die 2 Tage eigentlich nur um unsere Weiterreise zur Carretera Austral zu organisieren und entschlossen uns nach langem Hin und Her (Bus durch Argentinien, Boot-Bus-Kombi oder nur Boot) fuer den direkten Weg mit dem Schiff bis nach Chaiten. Da Chaiten vor nunmehr 3 Jahren von einem Vulkanausbruch verwuestet wurde eine etwas unsichere Entscheidung, da sich saemtliche Infostellen in Puerto Montt nicht darueber einig waren, ob die Strassen um Chaiten schon wieder passierbar sind und wir dann auch wirklich weiter in Richtung Sueden reisen koennen.

25. Jan. – 05. Feb.: Carretera Austral, Patagonien

P1050734Wir durchkreuzen die beruehmte Carretera Austral einmal von Norden nach Sueden und legen den groessten Teil der Strecke trampend zurueck. Zum einen lacht hierbei natuerlich unser Geldbeutel, aber auch der unregelmaessige oeffentliche Busverkehr macht dies teilweise noetig und unsere Gespraeche mit den Fahrern sind meistens auch sehr interessant. Die Strasse ist nur teilweise asphaltiert und ihre Konstruktion war ein Geschenk von Pinochet an sein Volk (natuerlich ganz ohne strategische Hintergedanken genauso wie beim Bau unserer Autobahnen!).
Die Vegetation entlang der ca. 1000 km, die wir in 10 Tagen zuruecklegen, ist aeusserst vielfaeltig; die Berge, Gletscher und Seen sind wie aus dem Bilderbuch und das wechselhafte und kuehle Klima macht bestimmt Island Konkurrenz. Aber trotz unserer Sommertage in langen Unterhosen geniessen wir die Natur und staunen ueber die duenne Besiedlung. Hier ein kurzer Abriss unserer Stopps und Aktivitaeten:
P1050745Chaiten
Wir besuchen den noerdlich von Chaiten gelegenen Nationalpark ‘Pumalin’ und machen uns ein Bild von den Verwuestungen die der Ausbruch des Vulkans ‘Chaiten’ 2008 in dem  ehemals beschaulichen Staedtchen angerichtet hat. Ausserdem ist anzumerken, dass die Strassen sehr wohl wieder passierbar sind, es in Chaiten schon wieder viele Hostals gibt und ab Mitte Februar wieder Strom und fliessend Wasser. Die Regierung hatte bis Anfang dieses Jahres ihre Unterstuetzung verweigert und wollte den Ort umsiedeln, dank der Hartnaeckigkeit einiger Chaitener haben die Behoerden allerdings ihre Meinung vor kurzem geaendert.
Puyuhuapi
oder auf den Spuren deutscher Siedler – Puyuhuapi wurde von den Hopperdietzels gegruendet ;-)
Da wir uns soviel Geld beim Trampen gespart haben goennen wir uns einen Besuch in den schicken und direkt am Fjord gelegenen Thermalbaedern.
Coyhaique
Mit 40000 Einwohnern groesste Stadt an der Carretera Austral, hier koennen wir unsere Vorraete wieder auffuellen.
Villa Cerro Castillo
Das truebe und regnerische Wetter vermasselt uns zwar die Wanderung und sogar die Sicht auf die Bergspitzen ‘Cerro Castillo’, aber das stattfindende Dorffest mit viel Geschichte und Kultur zur Region macht uns unseren Aufenthalt trotzdem kurzweilig. Ausserdem besuchen wir die 3000 Jahre alten Handabdruecke ‘Monumento Los Manos’ von frueheren Siedlern in der Region.
Puerto Tanquilo
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Unser definitives Highlight auf der Carretera ist das Eisklettern auf dem nahe gelegenen Gletscher Exploradores. Zuerst muessen wir uns 2 Std. ueber die Moraenen kaempfen bevor wir den Gletscher selbst erreichen. Mit Steigeisen geht’s ueber das ewige Eis und dann mit Pickeln die Eiswaende hoch – ein supertoller Tag, vor allem fuer Kerstin, die ihren hoehenangstbedingten Rekord der MTV-Halle von 5,5 m nicht nur einstellt sondern mehr als verdoppelt!
Cochrane
Picture0009Hier feiern wir Bernie’s Geburtstag und lassen es einen Tag lang mal etwas ruhiger angehen. Ausgiebiges Kaffee-, Bier- und PiscoSourtrinken stehen auf dem Programm. Ausserdem ist die nette und gemuetliche Familienpension ‘La Surena’ und das Kennenlernen des deutsch-argentinischen Paaerchens Steffie und Gonza hoechst erwaehnenswert. Vielen Dank euch beiden nochmal fuer unseren ersten Malbec Wein zu Bernie’s Geburtstag!

Villa O’Higgins
Erster Tag mit blauem Himmel seit Chaiten, juhu, wir freun uns und unternehmen eine Wanderung mit tollen Blicken ins Tal und zum Gletscher Mosco. 
Um die restlichen Bilder zu bewundern, die noch viiiiiiiiel beeindruckender als die kleine Vorauswahl sind, klickt ihr ganz schnell hier:
http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/520Jjr/
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17. – 19. Jan.: Wine paradise Valle de Colchagua, Santa Cruz

The first stop after our extended stay in and around Santiago was the Valle de Colchagua, a beautiful valley with lots of vineyards. We were staying with Couchsurfers Marcelo und Christian, who welcomed us very warmhearted. Moreover both are working for the vineyard ‘MontGras’ and organized a wonderful day including a wine tour and tasting. We had the greatest time hanging out with them and one evening even got to know Marcelo’s whole family, when we had dinner together. Thank you guys again and hope to see you again somewhere!

19. – 22. Jan.: Pichilemu – a surfer’s paradise

Before we said good-bye to the summer warmth in Central Chile, we enjoyed the beaches around Pichilemu for some days.  Pichilemu’s waves at the ‘Punta Los Lobos’ are worldwide known and it’s real fun watching the surfers from the beach. But surfing was nothing we would wanna do there, since the water temperature is only around 16 degrees Celsius. We stayed again with a couchsurfer, Jose, who was a really nice and laid-back guy and we had great fun talking and having a barbecue. Thank you Jose and where are you planning to go after Spain??? ;-)

23. – 24. Jan.: Puerto Montt

Puerto Montt is the Chilean gate into Patagoia, but the city itself is not really worth a longer stay. We use the 2 days to organize our further travels down the Carretera Austral and decide at the end (after a lot of thinking and planning: going via Argentina, taking a bus and a boat, just taking a boat) to take a direct boat to Chaiten in the North of the Carretera. Since Chaiten was widely destroyed by an eruption of the volcano with the same name, the tourist offices in Puerto Montt were not sure, whether it was already possible to travel South from Chaiten.

25. Jan. – 05. Feb.: Carretera Austral, Patagonia

We travel the well-known Carretera Austral from North to South and do that mainly hitch-hiking. This mean of transport is not only cheaper but sometimes even necessary, since there is no regular public transportation and moreover it’s very interesting, because we get to talk to many locals.
The vegetation along the 1000 km of the Carretera, that we travel in 10 days, is really diverse; the mountains, glaciers and lagoons look like from a Patagonia brochure and the cool and changing weather could probably be in Island. But despite wearing long johns in the so-called summer, we love the nature and the poorly populated landscapes. Here’s a short summary of our stops and activities:
Chaiten
We visit the Nationalpark ‘Pumalin’ located North from Chaiten and see the devastation caused by the eruption of the volcano ‘Chaiten’ in 2008 and in the formerly neat village. Moreover we would like to note, that the streets CAN be used again, there do exist hostels and from Mid February on there will be electricity and water again. The government tried to abandon the village, but thanks to the resistance of some Chaiten people they started to support them again recently.
Puyuhuapi
or on German settler’s traces – Puyuhuapi was founded by the Hopperdietzel brothers ;-)
Since we saved so much money hitch-hiking, we treat ourselves by visiting the fancy thermals situated right next to the fjord.
Coyhaique
With 40000 inhabitants the biggest town along the Carretera Austral where we fill up our food supply.
Villa Cerro Castillo
Due to the grey and rainy weather we can’t do the hike up to the ‘Cerro Castillo’ and can’t even get a glimpse on them, but instead we enjoyed the cultural festival taking place that week-end. Moreover we visit the 3000 year old hand prints at the ‘Monumento Los Manos’.
Puerto Tanquilo
Our highlight on the Carretera is definitely ice-climbing on the glacier Exploradores. We first have to make our way over the moraines for 2 hrs before reaching the glacier. We walk over the ice with crampons and thereafter we climb up ice walls – all in all a perfect and great day!
Cochrane
We celebrate Bernie’s birthday here and chill for a whole day. Excessive coffee, beer and PiscoSour drinking is on the schedule.
Villa O’Higgins
Our first blue sky ever since we left Chaiten, yeeehaaa, therefore we hike up the hill with great views into the valley and onto glacier Mosco.
To see the rest of our pics, which are even more impressive than the ones shown in the post, click here:
http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/520Jjr/

Montag, 24. Januar 2011

Chile, Teil 1 – oder Santiago und drumrum ;-)


Das Klopapier darf wieder ins Klo, das Leitungswasser darf wieder getrunken werden, an Obst und Gemuese darf die Schale dranbleiben, der Wein ist richtig gut, der Kaese mehr als passabel und wir sind nicht mehr von vornherein die “Gringos” – Hurra, willkommen in Chile!
Nach 9 Monaten ohne diese und andere Annehmlichkeiten geniessen wir sie in vollen Zuegen, auch wenn alles nicht nur europaeischen Standard, sondern auch europaeische Preise hat, und uns der ausufernde Konsum in diesem Land (der uns sehr an die USA mit ihren ‘Riesenmalls’ und ‘Foodcourts’ erinnert) etwas ueberrollt (und auch ein bisschen schockiert).
Vor allem der direkte Gegensatz zu Bolivien, dem aermsten Land Suedamerikas, aus dem wir einreisen, ist wirklich extrem und etwas erschreckend.
21. - 23. Dezember: San Pedro de Atacama
Nach unserer 3taegigen Jeeptour durch den suedwesten Boliviens erreichen wir San Pedro de Atacama, eine Stadt mitten in der Wueste und freuen uns ueber die heissen Temperaturen. Highlight unseres Aufenthalts ist der Besuch des TurBus Bueros, wo wir voellig unverhofft unsere Bustickets fuer den 26. Dez. nach Santiago gegen welche vor Weihnachten umtauschen koennen (wir hatten in unserer Naivitaet natuerlich viiiiiel zu spaet gebucht und waeren eigentlich erst nach Weihnachten in Santiago angekommen). Somit kommen wir puenktlich zur Bescherung (und nach einer 24stuendigen Busfahrt) – am 24. Dez. nachmittags – bei Rona und ihrer Familie im Stadtteil Nunoa an und koennen doch noch zusammen Weihnachten feiern – Hurraaaa! (fuer alle die’s nicht wissen: Rona ist eine Schwester von Fiona, mit der Bernie die Grundschule besucht und in Regensburg in einer WG gewohnt hat)
24. Dezember – 17. Januar: Santiago, Nunoa – Willkommen zu Hause!
P1050448Rona, ihr Mann Victor und der 3monatige Wonneproppen Caspar leben in Nunoa, einem schoenen Stadtteil von Santiago, ohne Hochhaeuser und mit vielen Alleen. Wir geniessen mal wieder in einem schoenen Haus wohnen zu koennen, ein eigenes huebsches Zimmer mitsamt Bad zu haben und machen so ein bisschen Urlaub vom Reisen. Ferner ist es nach laaaaaaanger Zeit richtig toll, eine saubere und gut ausgestattete Kueche mitsamt Backofen nutzen zu koennen (was wir intensiv machen: Semmelknoedel, Sauerbraten, Kaesspatzn, Hawaiitoast, Kartoffelauflauf, usw. – Bernie hat in den 3 Wochen bestimmt 3 Kilo zugenommen, hihi ;-). Und am meisten geniessen wir die Zeit mit Rona, Caspar und Victor!
Weihnachten feierten wir mit Victor’s Familie, wobei eine chilenische Weihnachtsfeier wenig mit dem, was wir unter Weihnachten verstehen zu tun hat: statt Schnee gibt’s 30 Grad im Schatten, statt heissem Punsch kuehle Drinks, statt dicken Schals bunte Huete und statt gemuetlich einmummeln alle Fenster und Tueren auf – alles in allem eher eine Mischung aus Kappenabend und Sommerfest, aber auch schoen!
Und abends koennen wir uns sogar wieder an Kultur erfreuen und besuchen zwei mal ein Rockkonzert von lokalen Bands im Batuta (genau Baumi, der Schuppen in dem wir schon vor 8 Jahren waren!).
03. Januar – 09. Januar: Valparaiso und Strand in Las Cruces
Nach den Feierlichkeiten zum neuen Jahr verabschiedeten wir uns fuer eine Woche in Richtung Kueste: wir besuchen Valparaiso und freuen uns ueber ein Wiedersehn mit Jo und Stephen aus England. Valparaiso ist ueber mehrer Huegel am Meer verteilt und bekannt fuer seine vielen “Ascendores” (kleine Zahnradbahnen), langen Treppen und Gaesschen, die sich die Huegel hochschlaengeln und den malerischen Vierteln ‘Cerro Alegre’ und ‘Cerro Concepcion’. Wir verbringen einen wunderschoenen Tag und erkunden zusammen Valpo (kurzform fuer Valparaiso): Hafenrundfahrt, Stadtbummel, Besuch von ‘La Sebastiana’ (eines der drei Haeuser von Pablo Neruda, dem wohl beruehmtesten chilenischen Dichter) und am Abend ein gemeinsames Essen. Unser Fazit: Valpo rockt und der Senor Neruda hat echt Stil!
 
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Danach ging’s fuer uns ein bisschen weiter nach Sueden in den Strandort ‘Las Cruces’, wo wir einen schoenen, ja fast schon luxurioesen Campingplatz finden (mit Stromanschluss, Licht und privater Spuele am Zeltplatz). In und um Las Cruces betreiben wir ausgiebiges Strandhopping, auch wenn der kuehle Pazifikwind teilweise zu kalt fuer Badekleidung ist, und besuchen erneut ein Haus von Pablo Neruda, dieses mal ‘La Isla Negra’ im gleichnamigen Ort und sind wieder sehr begeistert von dem aussergewoehnlichen Stil dieses Lebemanns (wie ihn unsere Campingplatzbesitzerin nennt ;-)


Wieder zurueck in Santiago erfahren wir dass Reisefreunde aus Belgien, Sylvie und Oli, die wir in Ecuador beim Waleschaun kennengelernt hatten, zufaellig auch in der Stadt sind! Zusammen organisieren wir deswegen ein Abendessen mit Ihnen in Ronas Haus und schliessen den Abend dann mit einem erneuten Besuch des Livemusikclubs ‘Batuta’ ab. Nachdem uns Rona zu Ihrer Geburtstagsfeier am Samstag, den 15. Jan, eingeladen hat, beschliessen wir unseren Aufenthalt nochmals zu verlaengern und bis dahin zusammen mit Sylvie und Oli den ‘Cajon de Maipo’ in der Naehe von Santiago zu besuchen:P1050328
12. Januar – 13. Januar: Cajon de Maipo
Wir mieten uns ein Auto, was zu viert eine echt rentable Alternative zu den Bussen darstellt. Zum ersten Mal sitzen wir in einem kleinen chinesischen Auto, dem ‘Hafei Lobo’, und hoffen instaendig, dass wir ankommen werden ;-). Es ist ein echter Luxus nach ueber 9 Monaten mal wieder ein ‘eigenes’ Auto zu besitzen, sich gaenzlich unabhaengig von festgelegten Abfahrtszeiten zu bewegen und bei jedem Aussichtspunkt ohne Probleme anhalten zu koennen!

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Wir zelten bei den ‘Banos de Colina’, Naturpools mit heissem Thermalwasser. Vor allem in der Nacht geniessen wir es, in den warmen Becken zu sitzen und mit einem Getraenk in der Hand in die Sterne zu schaun! Tags drauf, nach dem obligatorischen Fruehstuecksbad, wandern wir im wunderschoenen Nationalpark “Monumento Natural El Morado” bis zum Gletscher ‘San Francisco’.


Zurueck in Santiago hat Rona Geburtstag und alle Freunde kommen zum Brunchen. Etwas ganz Neues ‘dieses’ Brunchen fuer die Chilenen und die Fragen, ob wir ‘sowas’ oefter machen amuesieren uns sehr.
Weil wir uns so wohl und willkommen (ja Rona, ihr ward selber Schuld ;-) gefuehlt haben, dauerte unser Aufenthalt in Santiago dann viel laenger als urspruenglich geplant. Nach ueber drei Wochen (mit kurzen Unterbrechungen) haben wir nun schweren Herzens unser allerliebstes Reisezuhause am letzten Montag verlassen, um dann doch mal weiter in Richtung Sueden zu reisen, bevor uns noch der Winter einholt! Was hatten wir fuer eine tolle Zeit in Nunoa! Vielen Dank liebe Rona, Victor und auch Caspar, dass wir Weihnachten, Silvester und Geburtstag mit euch feiern durften und ihr uns so lange ertragen habt Winking smile!
Und wer die Bilder anschaut, wird sehr schnell feststellen, dass wir uns in erster Linie gut ernaehrt haben, man koennte sie auch unter den Titel “Kulinarische Wochen in Santiago de Chile” stellen:
http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/P6602w/
Achtung, nutzen sie unsere neuen Flickrfeatures 2011:
die Fotobeschreibungen sieht man jetzt auch bei der Diashow, wenn man die Ansicht mit einem Klick rechts unten auf Vollbild umstellt und dann in der Menueleiste oben “Info anzeigen” anwaehlt!
Vielen Dank fuer Ihre Treue! ;-)

UNNUETZES REISEWISSEN CHILE:

  • Weihnachtsgeschenke gibt’s hier am 24. Dezember erst um Mitternacht
  • in Chile gibt’s noch viele Servicejobs: Tankwart, Ausparkhilfen, Tueteneinpacker und Einkaufswagenzurueckschieber im Supermarkt, die sich ueber ein Trinkgeld von 200 Pesos freuen
  • genau andersherum als auf der Nordhalbkugel bedeutet die linke Mondsichel hier zunehmender Mond
  • Unilever’s ‘Langnese’ heisst hier ‘Bresler’
  • “vale”, das spanische AllroundOK, wird nicht nur wieder verstanden, sondern auch vielseitig verwendet
  • eine Frisbeescheibe eignet sich hervorragend als Campingteller
  • Joghurtskandal Chile: was sich hier ‘Yogurt’ nennt ist fast immer gelatinierte Milch – Iiiieeeeehhh!
  • ob Gurken, Sauerkraut, Marmelade: alles gibt’s in Tueten zu kaufen
  • Vorsicht: der stolze Chilene gibt liebe eine Falschauskunft, als sein Unwissen zuzugeben (das gilt auch fuer Touriinfomitarbeiter!!!!)
  • Pinocchio heisst hier Pinocho
  • “Asado” (grillen) ist der wohl beliebteste chilenische Volkssport. Fast jedes Haus hat einen fest gemauerten Grill und auf SchnickSchnack wie Salate, Sossen, etc. wird  grosszuegig verzichtet und der Einfachheit halber direkt im Stehen vom Grill schnappuliert
  • wer als erster “Poncho” ruft, wenn ein alter VW Kaefer zu sehen ist, darf allen anderen eine Hieb auf den Oberarm geben (aehnlich wie bei uns das In-Den-Aus-Zeigefinger-Und-Daumen-Formierten-Kreis-Schaun-Spiel) – aktueller Spielstand K 7 – B 3
  • der Mond hat hier kein Gesicht, dafuer kann man das Sternbild ‘Kreuz des Suedens’ bewundern
  • wer keine chilenische ‘RUT’ (Pass- und Sozialversicherungsnummer in einem) hat, hat’s nicht einfach und kann nichtmal selber ein Busticket im Internet buchen, Post verschicken,…


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The toilet paper can be thrown into the toilet, the tab water is drinkable, fruits and vegetables don’t have to be pealed before eating, the wine is really good, the cheese absolutely decent and we are not a priori the “gringos” – yeehaaa, welcome to Chile!
After 9 months without these and other comforts we really enjoy them, although everything has not just European standards, but also European prices. Moreover we are a little overrun and shocked  by the consumption, reminding us of the USA with its huge malls and food courts, mainly in contrast to Bolivia, the poorest country in South America, from which we entered.
21. - 23. December: San Pedro de Atacama
After our 3day jeep tour through the Southwest of Bolivia we arrive in San Pedro de Atacama, a town in the middle of the desert and we are happy about the hot temperatures. Highlight of our stay there is the visit of the TurBus office in which we manage to change our bus tickets. Therefore we arrive in Santiago at the Christmas evening and not after Christmas. This means that we can celebrate the 24th within a familiar environment together with Rona, Victor and their 3month old son Caspar (for all the one’s without knowledge: Rona is a sister of Fiona, with which Bernie attended primary school and later lived together in a flat in Regensburg). Whooohooo!
24. December– 17. January: Santiago, Nunoa – Welcome home!
Rona, her husband Victor and the 3 month old little Caspar live in Nunoa, a beautiful neighborhood of Santiago, which is built without skyscrapers and loads of alleys. We enjoy it a lot to have our own room including our own bath and hence make holiday from traveling! In addition we like it a lot that (after a loooooong time) we can use a clean and fully equipped kitchen again, including a baking oven (we use this a lot and cook loads of differnet meals). But mainly we enjoy our time with Rona, Victor and Caspar!
We celebrate Christmas together with the Victor’s family, and we realize, that a Christmas party in Chile is totally different to what we are accustomed to: instead of snow there are 30 degrees Celsius in the shadow, instead of hot ‘Punsch’ we have cold drinks and instead of warm scarfs we wear colored hats – all in all it reminds us more of a summer party carnival fusion, but very nice as well!
In the evenings we are very happy to have culture again, and so we visit twice a Rock concert of local bands in the Batuta life music club.
03. January– 09. January: Valparaiso and the beach in Las Cruces
After the New Year celebrations we visited for one week the coast next to Santiago: In Valparaiso we happily met Jo and Stephen from England again! The city of Valparaiso is spread out on different hills next to the seaside, and it is known for the ‘Ascendores’ (small cog railways) and the long stairways and narrow streets. We spent a beautiful day together and explored Valpo (short form for Valparaiso): Harbor tour, city walking tour, visit of ‘La Sebastiana (one of the three houses of Pablo Neruda, the most famous poet of Chile) and a joint meal in the evening! Our conclusion: Valpo rocks and Mr. Neruda definitely has style!  

After Valpo we visited the beach village ‘Las Cruces’, in which we found a very beautiful, if not to say luxurious, camp ground (with electricity, light and private sink!). In and around Las Cruces we practice ‘beach hopping’, although the cold pacific wind does not permit wearing beach wear most of the time. Moreover we visit again a house of Pablo Neruda, this time his beach house named ‘La Isla Negra’.

Back in Santiago we learn that our travel friends from Belgium, Sylvie and Oli, which we met in Ecuador during whale watching, are as well in Santiago! Together we organize a dinner in Rona’s house and visit the Batuta music club afterwards. Since Rona had invited us to her birthday celebration on saturday, the 15th of January, we decided, to lengthen our stay in Santiago (again) and visit the Cajon de Maipo in the meantime together with Sylvie and Oli.
12. January– 13. January: Cajon de Maipo
Since we are four, we rent a car together, because it’s almost cheaper than taking local transportation. For the first time we all sit in a small Chinese car, the ‘Hafei Lobo’, and we hope imploringly, that we’ll come home save! It is a real luxury after 9 months to have an ‘own’ car again, which allows us to travel independently from fixed departure times and with a stop every time where there is something to see! We camp at the ‘Banos Colida’, hot natural thermal pools. Especially in the night we enjoy it a lot to sit in the hot pools, drink beer and look at the stars! The other day, after the obligatory morning bath, we hike in the beautiful Nationalpark “Monumento Natural El Morado” up to the the glacier ‘San Francisco’.
Back in Santiago we celebrate Rona’s birthday wit all her friends having a brunch.
Since we liked it a lot in Santiago and because we felt sooooo welcome (yes Rona, it’s your fault as well!) we stayed way longer than planned! After more than three weeks (including small breaks) we said goodbye to our most beloved traveling home to travel south before the winter arrives! What a beautiful time we had in Nunoa! Thanks a lot Rona, Victor and as well Caspar, that we could celebrate Christmas, New Year and birthday together with you!
The one’s looking at the pics will soon realize that first and foremost we ate a lot, so we could post this as well under the title ‘culinary weeks in Santiago de Chile’:
http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/P6602w/

USELESS TRAVEL KNOWLEDGE CHILE:

  • Christmas presents are opened here on the 24th of December at midnight
  • In Chile there are still loads of service jobs: filling station attendant, parking lot attendant, supermarket bag packers, all of which are happy getting a tip of 200 Pesos
  • confusingly the left half moon here means increasing moon, crazy Southern hemisphere
  • Unilever’s ‘Langnese’ is named ‘Bresler’
  • “vale”, the spanish allround OK, is not just understood again, it is even used a lot!
  • A frisbee makes a very good camping plate 
  • Yoghurt scandal Chile: in what they claim to be ‘Yogurt’ you almost always find gelatined milk – eeeeeeeeeeeeeeeek!
  • Cucumber, Kraut, marmalade: Everything can be bought in bags 
  • Beware: the proud Chilean rather provides wrong information than admit that she/he has no knowledge (this includes as well the guys in the tourist offices!)
  • “Asado” (barbecue) is definitely the favorite people’s sport here in Chile: Almost every house is equipped with a fixed grill and add-on’s like salad or sauces are not of interest, everything (the meat) is just eaten directly next to the grill
  • the first one calling “Poncho” when an old VW beetle is in sight is allowed to punch his counterpart on the upper arm – we loooove that game!
  • the moon doesn’t have a face here, but on the other hand you can see the Southern cross
  • in case you don’t have a Chilean ‘RUT’ (passport and social security number in one) you cannot just by a bus ticket in the internet or post a letter

Dienstag, 4. Januar 2011

Stippvisite in BOLIVIEN’s luftigen Hoehen

4. – 7. Dezember: Titicacasee; Copacabana und Isla del Sol (3800 m)
P1030298Unsere erste Station ist die bolivianische Seite des Titicacasees. Zusammen mit Jo und Stephen geht’s nach Copacabana und von da aus mit dem Boot direkt auf die Isla del Sol. Im Norden der Insel soll es weniger touristisch sein, also wird Challapampa im Norden unser Ziel und der Ort an dem wir fuer 3 Tage die Seele baumeln lassen. Das noch relativ verschlafene Dorf ist ein riiiiiesiger Streichelzoo mit lustigen Tierbabies an jeder Ecke. Ausserdem geniessen wir die tollen Farben (vor allem das tiefe blau des Sees) auf der Insel, wo der Inkalegende nach die Sonne geboren wurde. Wir haben Wahnsinnsblicke auf die schneebedeckte Cordillera Real, die sich ganz unwirklich hinter dem Ufer der bolivianischen Seite auftut und am letzten Tag wandern wir auf dem Kamm der Insel entlang nach Sueden.

7. – 17. Dezember: La Paz (3600 – 4100 m)
La Paz ist unheimlich laut, immer voll, ziemlich dreckig und die Luft immer schlecht und versmogt. Trotzdem fuehlen wir uns hier richtig wohl. Wir wissen selbst nicht woran es liegt, aber die Stadt hat ihren ganz eigenen Charm, die Hektik hat etwas Lebendiges, der Dreck etwas Authentisches.
Wir geniessen es, uns hier auch mal indisches, arabisches, thailaendisches und sogar deutsches Essen zu leisten, weil die Preise wirklich unschlagbar sind. Und trotzdem ist hier einiges geboten: Wir treffen Stefan und Daniel wieder und wohnen mit Jo und Stephen zusammen im Hostal.
Ausserdem druecken wir wieder die Schulbank: wir nehmen Spanischunterricht und versuchen endgueltig hinter die Geheimnisse des ‘Subjuntivos’ zu kommen (wenn auch vergebens ;-). Unsere kompetente Lehrerin Isabell gibt uns ausserdem viele Einblicke ueber die momentane Situation Boliviens und wir sind etwas schockiert ueber die politische Richtung die Morales einzuschlagen beginnt und uns sehr an Kuba erinnert (Zensur im Fernsehen “fuer” eine positivere Stimmung im Land und Zwangsschliessung von religioesen Universitaeten).
Huayna Potosi (6088 m)
P1030483Der Bernie hat sich dann mal fuer 3 Tage zum Huayna Potosi begeben. Mit 6088 Metern uebersteigt der Berg bei La Paz knapp die magische 6000er Grenze und ist somit fuer Kerstin und ihre Atembeschwerden in der Hoehe leider gleich mal ausser Reichweite. Mit dem Touranbieter ‘Travel Treks’ ging es am ersten Tag zum Basisrefugio auf 4700m. Den Nachmittag nutzten wir um auf dem Gletscher des Huayna Potosi Eisklettern zu ueben. Nach heftigem Schneefall in der Nacht geht es am zweiten Tag vormittags zum Campo Alto Roca auf 5130m. Hier ruhen wir uns am Nachmittag aus, und um 18.00 Uhr gibt es dann schon Abendessen damit man anschliessend sich zu Bette legt. Punkt Mitternacht ging die Bergbesteigung dann los: mit Stirnlampen und Steigeisen liefen wir ueben den Gletscher Richtung Gipfel. Final bestieg ich den Gipfel zusammen mit zwei Maedels, Ellen und Stephanie, aus England und unserem Guide Rosario in einer Seilschaft. Nach 7 Stunden Bergsteigen (inklusive dem Ueberspringen diverser Glescherspalten!) erreichten wir dann um 7.30 Uhr morgens den Gipfel, ein wahrhaft erhebendes Gefuehl! Mit dem Wetter hatten wir richtiges Glueck, wir konnten quasi wolkenlos bis zum Titicacasee schauen. Der Abstieg war dann in 4h erledigt, und um 15 Uhr war der Bernie dann richtig ermattet, aber gluecklich, wieder zurueck in La Paz.
La Paz wird fuer uns auch noch zum Shoppingmekka und wir stocken unseren Bestand an Outdoorartikeln und diversen Strickwaren zu den unglaublichsten Preisen auf.

P103073617. – 21. Dezember: Salar de Uyuni (3600 m – 5000 m)
Und was waere ein Bolivienaufenthalt ohne einen Besuch der beruehmten Salzwueste?
Mit dem Bus geht’s zuerst von La Paz bis Oruro und von dort aus weiter mit dem Zug bis nach Uyuni. Dort organisieren wir uns zusammen mit Theresa, Anja und Andre aus Berlin und Roland aus Offenbach – die wir zufaellig und gluecklicherweise in einer P1030625der zahlreichen Tourbueros kennenlernen – eine 3taegige Jeeptour. Diese fuehrt uns zuerst durch die endlosen und beeindruckenden Weiten der weissen Salzwueste “Salar de Uyuni” und dann an verschiedenstfarbigen Lagunen, Geysiren und Thermalquellen vorbei bis hinunter zur Attacamawueste bei San Pedro in Chile. In der Salzwueste schiessen wir viele lustige perspektivenlose Fotos und in und an den Lagunen sehen wir tausende Flamingos, wilde Vicunas (eines der 4 Kleinkamele neben dem Lama), eine Viscacha (Hasenmaus) und sogar einen Andenfuchs. Eine Nacht schlafen wir in einem Salzhotel und bekommen ein privates Geigenkonzert von Theresa, Vivaldi als Gutenachtmusik, das hat wohl nicht jeder. Am Ende der Tour nehmen wir dann noch unser hoechstes Bad auf 4300 m in den Termas de Chalviri und auch Kerstin stellt ihren Hoehenrekord vom Santa Cruz Trek ein, da einer der Paesse ueber 5000 m geht.

Unsere 3 Stopps in Bolivien werden aber dem Land lange nicht gerecht und auf unserer ToDoListe fuer Bolivien sind noch einige Stationen offen. Da wir es zu Weihnachten aber gerne bis nach Santiago de Chile zu Rona schaffen wollten und wir Patagonien auch nicht gerade im Winter bereisen wollen (einmal zelten im Schnee muss reichen ;-), liessen wir es fuer den Moment dabei. Aber eben nur fuer den Moment, wir planen auf unserem “Rueckweg” Richtung Norden erneut in Bolivien Halt zu machen, aber wann und wie genau steht natuerlich noch in den Sternen.
Wer aber schon mal einen kleinen Einblick haben moechte klickt ganz schnell hier:
http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/j1pj1J/

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UNNUETZES REISEWISSEN, BOLIVIEN:

  • in Bolivien bezahlt man mit “Bolivianos”
  • Bolivianische Strassenverkaeufer und Souvenierladenbesitzer sind laengst nicht so nervig und aufdringlich wie ihre peruanischen Kollegen – seeeeehr angenehm!
  • die Hauptstadt von Bolivien ist Sucre, La Paz ist “nur” Regierungssitz
  • in La Paz (3600 – 4100 m) siedet Wasser schon bei ~87 Grad Celsius
  • Almuerzos (Mittagsmenues) gibt’s schon fuer 80 Eurocent
  • an jedem Busterminal muss man eine Steuer (aehnlich wie eine Flughafensteuer) von ca. 2 Dollar bezahlen. Wofuer? Das haben wir uns auch gefragt!
  • aus Scham bedecken die meisten Schuhputzer in La Paz ihre Gesichter um nicht erkannt zu werden
  • und unsere musikalische Reise geht weiter: Highlights im Zug nach Uyuni: Musikvideos a la Kuschelrock 3 (z.B. mit Wind of Change von den Helden aus der Wedemark: den Scorpions)
  • die beruehmte Copacabana Brasiliens wurde nach dem Wallfahrtsort am Titicacasee benannt
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4. – 7. December: Lake Titicaca; Copacabana and Isla del Sol (4100 m)
Our first stop was the Bolivian side of lake Titicaca. Together with Jo and Stephen we travel to Copacabana and from there take a boat to the Isla del Sol. The North of the island is supposed to be less touristy, so we decided to go to Challapampa in the North, where we hang loose for 3 days. The still relatively sleepy village is a huge petting zoo with funny baby animals everywhere. Moreover we enjoy the wonderful colors (especially the deep blue of the lake) on the island, where the sun was born according to an Inca legend. We have amazing views onto the snow capped Cordillera Real on the Bolivian sight and hike along the crest towards the South on our last day.
7. – 17. December: La Paz (3600 – 4100 m)
La Paz is unbelievably loud, always packed, pretty dirty and the air is bad and smoggy. Nevertheless we really like it, although we don’t know why. We enjoy Indian, Arabic, Thai and even German food for backpacking compatible prices. We meet Stefan and Daniel again and stay in a hostal together with Jo and Stephen.
Moreover we take Spanish lessons again. Our competent teacher Isabell gives us many insights on the actual situation in Bolivia and we are shocked about the parallels to Cuba (censored news on TV, close down of church run faculties).
Huayna Potosi (6088 m)
Bernie went to Huayna Potosi for three days. The mountain next to La Paz exceeds with 6088m slightly the magical 6000m border. But unfortunately due to this height it’s way too high for Kerstin and her breathing problems, so she decided to stay in La Paz for shopping ;-). With the Tour Operator ‘Travel Treks’ we traveled the first day to the base camp at 4700m. We used the afternoon to practice ice climbing at the glacier of the Huayna Potosi. After severe snowing during the first night we walked up the second day to the Campo Alto at 5130m. Here we relax in the afternoon, and at 6PM we have dinner that we can go to sleep early afterwards. Punctual at midnight we begin to climb the mountain equipped with headlamps and cramps. At the end Bernie climbed to the peak together with two girls from England, Ellen and Stephanie, and our Guide Rosario. After 7 hours of climbing we reached the top at 7.30 in the morning – what a feeling! We had really loads of luck with the weather, we could even see the Lake Titicaca from the top. The way down only took us 4 hours and thus Bernie was back in La Paz at 3PM – exhausted but very happy!

17. – 21. December: Salar de Uyuni (3600 m – 5000 m)
What would be a visit of Bolivia without a trip through the famous salt desert?
We took the bus from La Paz to Oruro and changed to the the train to get to Uyuni. There we can organize together with Theresa, Anja und Andre from Berlin and Roland from Offenbach – whom we met by luck in one of the numerous Tour Operator offices – a 3-day Jeeptour. The Tour leads us at the beginning to the endless and impressive wideness of the white Salt Desert “Salar de Uyuni” and afterwards we pass different colored lagoons, geysers and thermal pools until we arrive in the Atcama desert in San Pedro in Chile. We take many funny perspectiveless pics and see thousands of flamingos, wild vicunas, a viscacha and even an Andean fox. One night we spend in a salt hotel and get a private violin concert from Theresa – that was really unique! At the end of the tour we take our so far highest bath in the thermals of Chalviri (at 4300m) and Kerstin ties her record of heights from the Santa Cruz Trek, when passing 5000 m with the Jeep.

Our 3 stops in Bolivia don’t come up to this beautiful country and there are still a lot of destinations on our ToDo-list. But since we wanted to make it to Rona in Santiago de Chile for Christmas and are not that keen of travelling to Patagonia in winter (we already checked camping in the snow ;-) we for sure want to come back on our way back “up”, but when and how exactly is still vague.
But if you already want some insights into Bolivia klicks here:
http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/j1pj1J/

Useless travel knowledge Bolivia:

  • in Bolivia you pay with “Bolivianos”
  • Bolivian street market sellers and souvenir shop owners are less presumptuous than their Peruvian collegues
  • Bolivia’s capitol is Sucre, La Paz is “only” the seat of government
  • in La Paz (3600 – 4000 m) water is already boiling at ~87 degrees Celsius
  • you can have almuerzos (set lunch) from 80 Eurocent
  • you have to pay a bus terminal tax of ca. 2 Dollar at every bus terminal!
  • the shoeshine boys in La Paz cover their faces out of shame
  • the famous Brazilian Copacabana was named after the place of pilgrimage at lake Titicaca

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Weihnachtsgruesse

Wir senden euch allen schon mal ganz liebe Weihnachtsgruesse aus der Atacamawueste in Chile!
Hier gibt's zwar keinen Schnee und auch keinen Gluehwein, aber Weihnachtsbaeume gibt es sehr wohl!

Morgen mittag geht es dann nach Santiago, wo wir einen kompletten Tag Busfahrt spaeter und puenktlich zur Bescherung ankommen werden, um mit Rona und ihrer Familie Weihnachten zu feiern - juhuuu!

Der Reisebericht ueber unsere Zeit in Bolivien folgt in Kuerze.

Wir druecken euch alle,
schoene Feiertage und lasst euch reich beschenken,
Kerstin und Bernie

P.S.: Bernie hat keinen Bierbauch, das sieht nur so aus!

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Season's greetings to all of you from the Atacama desert in Chile!

Although they neither have snow nor "Gluehwein" here, they still know how to erect Christmas trees!

Tomorrow we will head on to Santiago, where we will be arriving just in time on the 24th to celebrate Christmas with Rona and her family - yeehaaa!

The blog entry about our time in Bolivia will be added soon, so stay tuned!!! ;-)

Big hugs and Merry Christmas to all of you,
Kerstin and Bernie


P.S.: Bernie
does NOT have a beer belly, it's just the shadow on his T-Shirt!!!! ;-)

Montag, 13. Dezember 2010

Zweittieftster Canyon, groesster Vogel, hoechster See und beruehmteste Inkastadt – PERU’s superlativer Sueden

12. – 20. November: Arequipa und der Colca Canyon
In einer fast 30stuendigen Hauruckaktion legten wir den Weg von Huaraz in der Cordillera Blanca im Norden bis nach Arequipa im Sueden am Stueck zurueck, nachdem wir uns einig waren, dass wir die peruanische Hauptstadt Lima grosszuegig auslassen wollen.
In Arequipa angekommen gab es ein freudiges Wiedersehen mit unserer SantaCruzTrek-Wandergruppe: Stefan aus Hamburg, Daniel aus Australien, Laura aus Holland und Jo und Stephen aus England erwarteten uns schon im Hostal. Ausserdem freuten wir uns ueber das Wiedersehen mit Anna und Hannes, die uns mit ihrem Bus ‘Spocky’ ueber die ecuadorianisch-peruanische Grenze geschippert hatten. Semmelknoedelkochen und Reiseupdates standen auf dem Programm.
Arequipa hat ein recht huebsches Stadtzentrum, begeisterte uns aber vor allem durch sein mildes sonniges Klima. Endlich konnten wir mal wieder unsere Sommerkleidung ausfuehren!
am Cruz del Condor, Colca CanyonZusammen mit Jo und Stephen machten wir uns anschliessend auf den Weg in den nahegelegenen Colca Canyon, dem mit 1200 Metern zweit-tiefsten der Welt (der tiefste Canyon der Welt, der Cotohuasi, liegt gleich im Tal nebenan, ist aber nicht so leicht zugaenglich). Ausgangspunkt unserer Tour war das Hostal Pachamamas in ‘Cabanaconde’ an der Kante des Canyons gelegen; bisher eines unserer Lieblingshostals der gesamten Reise! Das Hostal wird von der Belgierin Liv und dem Peruaner Ludwig (kein Scherz ;-) besonders liebevoll gefuehrt und beide haben unzaehlige Tipps und Infos rund um den Canyon, welche sie gerne teilen. Die beiden planten uns dann auch eine Wahnsinnstour, die mit dem Besuch des “Cruz del Condor” begann. Wie der Name schon sagt, kann man hier die riesigen Andenkondore (mit einer Spannweite bis zu 3,5 m!!!! wirklich seeehr beeindruckend) bestaunen und ausserdem auch Unmengen an Touristen, die zu diesem Zweck aus Arequipa herangekarrt werden. Danach gab’s ‘Downhill-Mountainbiking’ von der Kante bis zum Fuss des Canyons 1200m ueber Schotter- und Feldwege, was’n Schbass! Liv und Ludwig schlossen sich auch direkt an, um lustige Fotos fuer die Hostalhomepage zu machen (bald zu bewundern auf http://www.pachamamahome.com/), da wir eine der ersten waren, die ueberhaupt diese Strecke mit dem Mountainbike gefahren sind. Unten angekommen mussten wir noch knapp 2 h bis zur Llahuar Lodge wandern, wo wir diesen perfekten Tag in den Thermalpools unter sternenklarem Vollmondhimmel mit einem Glas Rotwein ausklingen liesen. Am naechsten Tag wanderten wir zur Oase ‘Sangalle’, eine Palmenoase, die sich wie eine Fatamorgana im Fuss des Canyons befindet, wo wir uns in den Pools erfrischten und tagsdrauf gings die 1200 m wieder hinauf nach Cabanaconde, wo uns Liv und Ludwig bereits mit einem BelohnungsPiscoSour erwarteten. Rundum ein wirklich gelungener Ausflug!
Zurueck in Arequipa besichtigten wir noch das alte Dominikanerkloster ‘Santa Catalina’, eine eigene Stadt in der Stadt mit huebschen kolonialen Innenhoefen, Gassen und Gaerten.
21. November – 2. Dezember: Cusco und Machu Picchu
Carmen Alto, San Blas, Cusco Cusco ueberraschte uns wirklich: Die superschoene Architektur mit Ihrer Mischung aus alten Inka- und neueren Konialbauten verleihen der Stadt ein ganz eingenes Flair. Cusco ist zwar wie befuerchtet super touristisch und selbst in der Nebensaision relativ ueberlaufen, weil ja sowas wie peruanisches Neuschwanstein, Koenigssee und Rothenburg zusammen, aber nicht minder schoen. Etwas nervig sind die ganzen flyernden Damen, die dich an jeder Ecke mit einer “Massatsch, Lady?” verwoehnen wollen und die speisekartenhinterhertragenden Restaurantanwerber um den ‘Plaza de Armas’, die sich auch durch ein freundliches “no gracias” nicht von ihrer Mission abbringen lassen. Nichtsdestotrotz geniessen wir die hervorragende Infrastruktur der Stadt und ruhen uns hier fuer ein paar Tage - wieder zusammen mit Jo und Stephen - aus (Warnung: Cusco ist ein echtes Zeitloch und alle bleiben laenger als geplant ;-).
Natuerlich besuchten wir auch die mystische Inkastadt Machu Picchu, eines der “Neuen 7 Weltwunder”, die ca. 100 km von Cusco entfernt, oberhalb des Ortes ‘Aguas Calientes’ liegt. Man kann Machu Picchu von Cusco aus auf 3 verschiedene Arten erreichen:
- 4taegige Wanderung (Inkatrail), aber relativ ueberlaufen (taeglich marschieren hier 500 Touristen + 500 Traeger und Guides), beinhaltet wieder hohen Pass ueber 4700 m und ist im Vergleich zu allen anderen Wanderungen viiiel teurer
- mit dem ueberteuerten (weil einzigen) Touristenzug bis Aguas Calientes, der zwar schneller ist, aber eben ein ziemliches Loch ins Reisebudget reisst
- oder mit Bussen, die ueber einen ziemlichen Umweg (aber durch schoene Landschaft) hintenrum bis Hidroelectrica fahren, von wo man dann wiederum zu Fuss (2 h) oder mit einem Zug weiter bis Aguas Calientes kann. Diese Option ist natuerlich mit Abstand am billigsten und bekam deshalb von uns den Zuschlag.

Von ‘Aguas Calientes’ aus gings dann nach einer Uebernachtung morgens um 4 Uhr bei stroemendem Regen und noch kompletter Dunkelheit los, um die letzten Hoehenmeter ueber 1750 Steinstufen bis nach Machu Picchu zu bezwingen (hier kann man wiederum einen schicken Touribus nehmen, aber bissl wollten wir uns das ganze dann doch verdienen ;-). Da nur die ersten 400 Besucher die Moeglichkeit bekommen auf dem Gaelende den Berg “Wayna Picchu”, von dem man eine Wahnsinnsaussicht auf Machu Picchu hat, zu besteigen, wollten wir frueh dran sein. Um Punkt 6 (der Regen hatte inzwischen brav aufgehoert), durften wir dann, den Berechtigungsstempel fuer die WaynaPicchuBesteigung in der Tasche, das Gelaende betreten und der erste Blick auf die alte Inkastadt, noch schoen mystisch in Morgentau und Nebel gehuellt, war wirklich atemberaubend. Wir verbrachten den kompletten Tag hier und neben der unglaublichen Lage haben uns vor allem die Lamas gefallen ;-).
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2. – 4. Dezember: Puno und der Titicacasee
Wir freun uns, dass wir auch die naechste Station unserer Reise zusammen mit Jo und Stephen anfahren werden: Die Stadt Puno auf der peruanischen Seite des Titicacasees, dem hoechsten der Welt. Hier unternehmen wir einen Tagesausflug zu den schwimmenden Inseln der ‘Uros’ und zur Insel ‘Taquile’ mit ihren fluesternden Einwohnern und strickenden Maennern. Obwohl uns die Tour doch sehr an eine Kaffeefahrt erinnert (die Urofrauen sind wirklich sehr geschaeftstuechtig “Kriiiiis, por que no collaboras???” ;-) geniessen wir den Tag bei strahlend blauem Himmel.
Und hiermit verabschieden wir uns auch schon wieder von Peru. Unser Perufazit ist durchweg positiv! Ein sehr abwechslungsreiches und deswegen hoechst empfehlenswertes Reiseland. Schweren Herzens haben wir nun vor ein paar Tagen Abschied genommen – aber Bolivien hat uns auch mit offenen Armen empfangen und mit seinen superguenstigen Lebenshaltungskosten fuer sich gewonnen ;-)
Aber ueberzeugt Euch selbst von der Schoenheit Peru’s:
Liebste Vorweihnachtsgruesse aus La Paz,
Kerstin und Bernie.

UNNUETZES REISEWISSEN – PERU, die Zweite:

  • Musikalische Highlights auf unserer Reise durch Peru:
    • Bus von Kuelap nach Chachapoyas: ein DJ Bobo Medley
    • Bus von Lima nach Arequipa: Modern Talking Videos
    • Bus von Machu Picchu nach Cusco: ein DJ Oetzi Medley
  • Zeugen Jehovas gibts auf der ganzen Welt
  • Achtung: Cusco ist NICHT die Schwulenhauptstadt der Welt, was ungebildete Reisende wg. der vielen Regenbogenfahnen vielleicht meinen koennen. Der Regenbogen ist NATUERLICH ein Inkassymbol! ;-)
  • in Peru bezahlt man mit ‘Sonnen’: die peruanische Waehrung heisst ‘Soles’
  • damit auch die Analphabeten genau wissen, welche Partei sie waehlen muessen, nutzt jede Partei in Peru fuer die Wahlwerbung ein eindeutiges Symbol, z.B. eine Schaufel, ein Lama, ein Kokablatt, einen Laib Brot und unser Liebling: einen Fussball! ;-) ausserdem wird die Wahlwerbung einfach auf Haeuserwaende gepinselt!
  • in peruanischen Staedten gibt’s meist kein zentrales Busterminal, jede Gesellschaft hat ihr eigenes (mehr oder weniger sicheres) Terminal, was bissl umstaendlich ist wenn man umsteigen muss.
  • Brandrodung ist hier – obwohl gesetzlich verboten – immernoch Gang und Gaebe
  • mit dem Besuch von “Machu Picchu” haben wir nun nach “Chichen Itza” in Mexiko und dem Kolloseum in Rom das 3. der “7 Neuen Weltwunder” gesehen und hoffen die restlichen 4 auch (bald) noch abhaken zu koennen ;-)
  • Lamas haben suuuuuperlange Wimpern und wunderschoene dunkle Augen!
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12. – 20. November: Arequipa and the Colca Canyon
Since we both were not so keen on staying in Peru’s capitol Lima, we travelled directly from Huaraz in the North to Arequipa in the South, altogether an almost 30 hrs journey.
In the hostel in Arequipa our whole SantaCruzTrek hiking group was already awaiting us: Stefan from Hamburg, Daniel from Australia, Laura from Holland and Jo and Stephen from England. Moreover we met Anna and Hannes, who had taken us over the Ecuadorian-Peruvian border with their bus, again. Dumplings and travel updates came on the scene.
Arequipa has a really nice colonial center, but what we enjoyed most, besides seeing our travel mates again, was the warm and sunny weather.
Together with Jo and Stephen we made a trip to the nearby Colca Canyon, with 1200 m the second deepest in the world (the deepest is just in the next valley, but not as easy to reach). Starting point of our tour was Hostal Pachamamas in ‘Cabanaconde’, one of our favorite hostels so far. It is run by Belgian Liv and Peruvian Ludwig (no kiddin’!! ;-) with a lot of affection and care. They have good knowledge about the whole region and therefore planned us a trip, starting at the “Cruz del Condor”, where we saw the huge Andean Condors (with a wing span up to 3,5 m!!!). Thereafter we downhill-mountain-biked 1200 m into the valley of the canyon, where we chilled out in the thermal pools of the Llahuar Lodge under a full moon sky and with a glass of red wine in our hands. From there we did a full day hike up and down the canyon to the palm-tree oasis Sangalle and the next day hiked back up to Cabanaconde, where Liv and Ludwig surprised us with the best Pisco Sour! All in all a perfect trip and highly recommended!
Back in Arequipa we visited the old Dominican monastery ‘Santa Catalina’, a city within the city with nice colonial courtyards, narrow streets and little gardens.
21. November – 2. Dezember: Cusco und Machu Picchu
Cusco really surprised us: The nice architecture gives the city its very own flair and although Cusco is indeed very touristy and also in the low season very crowded, we still enjoyed staying there. The flyering girls offering “Masssssaaaaach, Lady????” and the menue carrying restaurant recruiters, who are just ignoring your “no gracias” were pretty annoying until we learned to ignore them. We anyhow enjoy our stay and the good infrastructure of the city together with Jo and Stephen (Beware: Cusco is a time hole; everybody stays longer than planned!!! ;-).
Of course we also visited the mystic Inka city “Machu Picchu”, one of the “New 7 World Wonders”, located approx. 100 km from Cusco, and above the village ‘Aguas Calientes’. You can reach Machu Picchu either by a 4-day hike, the Inka trail, by train from Cusco (fast and comfortable, but expensive) or by bus from Cusco (takes much longer, but much cheaper). Since we’ve already hiked all over Peru and felt like saving some money, we decided to take a Bus from Cusco.
After spending a night (or at least half of it) in ‘Aguas Calientes’, we got up at 4 h and started hiking up the 1750 stone stairs to Machu Picchu. Only the first 400 people get on the premises the possibility to climb the other mountain, called Wayna Picchu, from which you have a beautiful view over the whole city, therefore we wanted to be up there in time – Machu Picchu opens at 6 h. We made it and the first view onto the old Inka city, still covered with morning dew and in clouds, was really breath taking. We spent the whole day up in Machu Picchu and besides its unbelievable location we really loved the lamas ;-).
2. – 4. Dezember: Puno and lake Titicaca
We are happy, that we can travel to our next destination again with Stephan and Jo: the city Puno on the Peruvian sight of lake Titicaca, the highest in the world. Here we undertake an organized day trip to the floating islands of the ‘Uros’ and to the island ‘Taquile’ with its whispering inhabitants and knitting men. Although the tour is really touristy, we still enjoy the day under clear blue skies.
And herewith we already had to say goodbye to Peru. Our Peru conclusion is throughout positive and we highly recommend travelling there! Meanwhile we arrived in Bolivia, which welcomed us with open arms and managed to win us over with its unbelievable cheap cost of living ;-)
But see yourselves, Peru’s beauty:
Season’s greetings to everyone from La Paz,
Kerstin und Bernie.

Mittwoch, 24. November 2010

Lamas, Meerschweinchen und Cocatee – lang lebe Peru’s Norden!

Verehrte Leserschaft!

Indigenas in traditioneller Tracht mit Hut und TragetuchWir sind inzwischen im Sueden Perus - in Cusco - angekommen und Grund fuer den verspaeteten Blogeintrag ist PERU selbst und die zahlreichen Moeglichkeiten, die dieses Land zu bieten hat. Es gibt soviel zu sehen und erleben und wie ihr an den Bildern sehen werdet, waren wir wirklich fleissig und staendig unterwegs. Wir sind wirklich sehr begeistert, vor allem weil sich viele Reisende, welche wir vorher trafen nicht nur postiv ueber Peru geaeussert hatten.
Unser Rezept ist (wie immer) so gut und so oft es geht auch mal abseits der Haupttouristenrouten zu reisen. Ausserdem befinden wir uns in der Nebensaison, was die Unterkunftsuche und das Verhandeln von Sonderpreisen natuerlich auch noch enorm vereinfacht.
Auffaellig in Peru sind die superkomfortablen Busse, vor allem die Nachtbusse fuer Langstrecken. Man kann meist zwischen Semicama (Halbbett) und Cama (Bett), VIP-Cama oder Cama180Grad auswaehlen und kommt sich vor allem bei letzteren Sitzoptionen wie in der Businessclass der Lufthansa vor: es gibt nur 3 Sitze in einer Reihe, die Sitze lassen sich bis 160 oder sogar 180 Grad nach hinten stellen, sogar fuer europaeische Riesen wie uns gibt es ausreichend Beinfreiheit und es wird Essen serviert, oft incl. Vegetarieroption. Da kann sich die Deutsche Bahn wirklich eine Scheibe abschneiden!
Auch kulinarisch hat Peru einiges zu bieten. Es gibt auch weiterhin sogenannte “Almuerzos” (Mittagsmenues) fuer wenig Geld (1,50 – 2,50 Euro fuer ein 2 – 4 Gaengemenue incl. Getraenk), nur dass die Gerichte um einiges abwechslungsreicher sind als in Ecuador (es steht ja auch das Cuy, das Meerschweinchen auf dem Menue…). Und in allen groesseren Staedten kann man wirklich schlemmen und es gibt verschiedenste Restaurants.
Nach unserem sehr entspannten und zugleich unkonventionellen Grenzuebergang ins peruanische Hinterland, verabschiedeten wir uns also von Hannes, Anna und dem Bus Spocky in Jaen und machten uns zusammen mit Stefan aus Hamburg weiter auf den Weg nach Chachapoyas.

19. – 26. Oktober: Chachapoyas (Kuelap)

Rekonstruktion eines Hauses der Chachapoyas in Kuelap In Chachapoyas buchten wir uns ins familaere Hotel Amazonas direkt am Zentralplatz ein, wo wir uns richtig wohl fuehlten. Mit der hauseigenen Touragentur buchten wir einen viertaegigen Trip ins Hinterland um Chachapoyas: am ersten Tag besuchten wir die Prae-inkastaetten der Chachapoyas (so heisst das Volk der Wolkenkrieger, die Stadt und die Provinz) ‘Pueblo de los Muertos’ (wahnsinn, eine Stadt in der Felssteilwand!) und die Sarcophage von ‘Karajia’. Am zweiten Tag wanderten wir 8 Stunden durch’s wunderschoene ‘Valle de Belen’ bis nach Congon, wo wir bei einer lokalen Familie uebernachteten; ein echtes Highlight! Die Familie war supergastfreundlich und verwoehnte uns mit traditionellen Speisen. Wir waren etwas entsetzt darueber, dass der 15jaehrige Sohn Edwin nur die Grundschule beendet hat, da eine weiterfuehrende Schule fuer die Arbeit auf dem Feld nicht von Nutzen ist, obwohl die Familie ansonsten sehr offen und interessiert war. Der grosse Schock fuer Kerstin war, dann wirklich die kleinen suessen Meerschweinchen frei in der Kueche umherwuseln zu sehen, sozusagen die Speisekammer direkt in der Kueche, Meerschweinchen sind hier naemlich eine Spezialitaet. Zum Glueck stand kein Meerschweinchen (cuy) auf der Speisekarte als wir zu Besuch waren. Auch saemtliche Befreiungsversuche meinerseits blieben leider erfolglos… Tag 3 verbrachten wir dann 8 h auf Pferde- oder Maultierruecken, die uns geduldig ueber einen hohen Pass trugen und am vierten Tag erreichten wir Kuelap, die ehemalige Stadt und Festung der Chachapoyas, eine riiiiiiiiiesige Anlage und bestens erhalten. Und, zum Abschluss des Besuchs in der Region Chachapoyas gab's noch einen Tagesausflug zum dritthoechsten Wasserfall der Welt: Gocta mit 771 m Hoehe.

27. – 29. Oktober: Huanchaco (Chan Chan)

Nachdem wir uns seit laengerem im Hinter- bzw. Hochland aufhalten, ruhten wir uns fuer zwei Tage am Strand bei Trujillo, genauer gesagt in Huanchaco, aus. Hier besuchen wir die groesste praekolumbianische Stadt in Suedamerika: 'Chan Chan' und freuen uns ueber das Wiedersehen mit Daniel aus Australien (mit Ihm waren wir vor 4 Monaten in Nicaragua unterwegs ;-) JUHU!

30. Oktober – 12. November: Cordillera Blanca

P1010824Im Wandermekka von Peru, der Cordillera Blanca im Norden der Anden, entscheiden wir uns fuer den beruehmten Santa Cruz Trek. Dieser 4taegige Trek beinhaltet am zweiten Tag eine Uebernachtung auf einem Zeltplatz auf 4200 m und an Tag 3 einen Pass ueber 4750 Meter. Um uns ausreichend an die Hoehe zu aklimatisieren, verbringen wir vorher 2 ganze Tage in Huaraz auf 3300 m, hoffen dass noch bissl Hoehenadaption von Chachapoyas uebrig ist und starten den Trek von der flacheren Seite aus (von 3000 m aufwaerts). Doch fuer Kerstin war das alles nicht genug, selbst Unmengen an Cocatee halfen bei 4200 m nicht mehr und die Hoehenkranktheit schlug mit pochenden Kopfschmerzen, Uebelkeit und Atemnot P1010793zu. Die Ueberquerung des Passes am naechten Tag war deswegen auch ein sehr muehsames Unterfangen und so etwas wird definitv nicht wieder gemacht! Auch das Wetter spielte uns ein bisschen mit, wir hatten genau in besagter Nacht vor der Ueberquerung auch noch SCHNEEFALL (jaja, man muss also gar nicht in Deutschland sein, um das zu haben, hehe). Am naechsten Morgen dauerte es entsprechend lange bis die Muskeln warm waren, wir wurden aber mit wahnsinnig tollen Aussichten auf schneebedeckte Landschaften belohnt. Kerstin und Laura (eine Reisefreundin aus Holland) beendeten den Trek ganz normal nach 4 Tagen, waehrend die Jungs, Bernie, Stefan und Daniel, noch einen Tag dranhingen und den Gebirgssee mit dem lustigen namen “Laguna 69” besuchten.
Nach dem anstraengenden Trek ruhten wir uns fuer ein paar Tage im chilligeren Oertchen Caraz am anderen Ende der Cordilliera Blanca aus, wo wir Gerlinde und Horst, ein Rentnerpaar aus Augsburg kennenlernen. Die beiden sind nun schon den 5. europaeischen Winter mit ihrem Bus unterwegs, adoptieren uns fuer 2 Tage und verwoehnen uns bei einem gemeinsamen Grillabend und Sonntagsbrunch mit verschiedensten Leckereien (Bergkaese, Serranoschinken, veget. Brotaufstrich, selbstgebackenem Schwarzbrot,…). Zusammen mit den beiden und ihrem Bus besuchen wir den faszinierenden ‘Canyon del Pato’, eine ehemalige Zugstrecke, bestehend aus 35 Tunneln.
Ausserdem unternehmen wir von dort aus einen Tagesausflug zu den ‘Puya Raimondi’, den groessten Ananasgewaechsen mit dem laengsten Bluetenstand der Welt (bis zu 8 Meter!) und der ‘Laguna Paron’ mit atemberaubenden Ausblicken.
P1020210 Und mit dem Besuch der Cordillera Blanca haben wir den Norden Perus abgeschlossen und eine Vielzahl von tollen und vielseitigen Bildern im Gepaeck, die wir natuerlich wieder gerne mit euch teilen!!!!! Also auf geht’s, hier ist der Link:

UNNUETZES REISEWISSEN PERU:

  • der Marktplatz heisst hier “Plaza de Armas” und nicht “Plaza Central” – hier tanzt das Lama! ;-)
  • Kaffee wird aus bissi Kaffeekonzentrat und viiiiiiel heissem Wasser zubereitet
  • Avocados heissen hier nicht Aguacate, sondern Palta
  • das “Valle de Belen” sieht aus wie Neuseeland und Teile der “Cordillera Blanca” wie Australien, dann hamma des also auch schon gesehn!
  • Hoehenkrankheit ist nicht schoen!
  • Lebensmittelvergiftung auch nicht!
  • Peru ist nicht unser LieblingsStrandurlaubsland, zumindest nicht zwischen Mai und November, weil dann Hochnebel (‘garua’ genannt) die Sonne versteckt!
  • In lokalen Bussen gibt’s kein FSK: schon nachmittags laufen brutalste Kampf- und Actionfilme mit vielen Toten und vielen Knochenbruechen. Aufmerksamste Zuschauer: die Kleinen!
  • Wie lustig ist es, wenn man ‘Stefan Neumann’ und ‘Stephen Newman’ zusammen auf einer Tour ist?
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Estimated readers,DSC_0141

We arrived in the South of Peru – in Cusco – and the reason for the delay with the blog entry is the country PERU itself due to the numerous possibilities it offers its tourists. There is so much to see and to do (you’ll see it in the pics), and thus we were the whole time on the road. We have to say that we really love the country so far! Our recipe is (like always) to travel way off the main tourist attractions as far as possible. In addition we are in the low season right now, and so the search for nice accomodations and the bargaining to get special deals is really easy.
One thing really worth mentioning here in Peru are the super-comfort busses, especially the night busses on long-distance routes. In general you can choose between Semi-cama (semi-bed) and Cama (which is kind of a bed), VIP-Cama or even Cama180Grad. And especially on the ladder options you think you are in the business class of Lufthansa: There are just 3 seats in one row, and even for us European giants there is loads of space for the legs. On most of the routes they’ll serve food (even veggie options are available).
The food here in Peru is as well marvellous: There is still the opportunity to eat the so-called ‘Almuerzos’ (set luch menues) which are really cheap (just 1,50 to 2,50 Euro for a 2 – 4 way meal including a drink). And in all bigger cities there is a big variety of different food from all over the world.
After the completely different and very relaxing border crossing into Peru we said goodbye to Hannes, Anna and the Bus Spocky in Jaen , and together with Stefan from Hamburg we travel further on to the city of Chachapoyas.

19. – 26. Oktober: Chachapoyas (Kuelap)

4day hike including visits of ‘Pueblo de los Muertos’, the sarcophagos of ‘Karajia’, ‘Valle de Belen’, ‘Congon’ including a stay at a local family and last but not least visiting ‘Kuelap’, a former city and fortress of the precolumbian ‘Chachapoyas’.
After that we do a day trip to the third highest waterfall in the world: Gocta with 771 m.

27. – 29. Oktober: Huanchaco (Chan Chan)

2 relaxing days at the pacific coast including a visit of the biggest precolumbian city in South America: Chan Chan.

30. Oktober – 12. November: Cordillera Blanca

In the well-known Cordillera Blanca in the Northern Peruvian Andes we do the 4day Santa Cruz Trek, including a pass of 4750 m. After the strenuous hike we relax some days in the pituresque village Caraz from where we do day trips to the ‘Canyon del Pato’, a former railway consisting 35 tunnels; to the ‘Puya Raimondi’, the biggest pine apple plants and the ‘Laguna Paron’ with breath-taking views.
We took loads of awesome and diverse pics, we are of course again happy to share with all of you!!!!! Click onto the link: