Montag, 20. September 2010

Team COLOMBIA – oder Reisegruppe “Himmelfahrtskommando”

13. – 15. August: CARTAGENA
Todmuede nach der letzten stuermischen und deswegen schlaflosen Nacht auf der Iliki, kommen wir in Cartagena an und freuen uns ueber ausgiebiges Duschen und weisse gestaerkte Bettwaesche im huebschen Hotel San Roque.
Plaza de la Aduana, Cartagena viejo Die Tage in Cartagena stehen deswegen auch eindeutig unter dem Motto “Wir goennen uns mal was!”; gemuetliche Cafebesuche, gepflegt ausgehen und nicht zuletzt die Feierlichkeiten zu Stance’s Geburtstag am 15. August (vgl. Himmelfahrtskommando ;-) stehen auf dem Programm. Hierfuer liefert die huebsche Altstadt von Cartagena ein perfektes Ambiente; wir fuehlen uns superwohl. Lustig ist, dass wir alle noch landkrank sind und aehnlich wie direkt nach dem Aussteigen aus einem Karussell noch versuchen durch den ein oder anderen Ausfallschritt den vermeintlichen Wellengang auszugleichen.
Das “Reinfeiern” laeuten wir mit dem Sonnenuntergang auf der Stadtmauer ein und freuen uns, dass Cheun, Ron, Steven und Peter – unsere neugewonnen Seglerfreunde – mit dabei sind. Netterweise stimmt die in einer benachbarten Bar spielende Band um 12 h in unsere HappyBirthdayGesaenge mit ein. Am eigentlichen Geburtstag lassen wir’s uns beim Brunchbuffet im 5*Sofitel und ehemaligen Kloster “Santa Clara” gutgehen, auch wenn wir am Ende dann doch etwas ueber die stolzen Preise erschrecken (Merke: Die Preisangaben in Reisefuehrern sind nicht immer richtig!!! ;-). Aber die Stance ist das halt einfach eindeutig wert!!!!
Schnell hier draufklicken, um den Ehrengast bei den Geburtstagsfeierlichkeiten zu sehen!!!!
16. – 20. August: SAN GIL
San Gil liegt in den Anden und ist das kolumbianische Outdoorsportzentrum. Folglich stehen Raften (Video: Raften auf dem Fluss des Todes!!! ;-) und Wandern auf dem Programm. Mit einer Hoehe von 1800 m lassen wir auch die schwuele Karibikluft hinter uns und freuen uns ueber kuehle, moskitofreie Naechte. Besonders beeindruckend war die Wanderung von Barichara nach Guane, einem schnuckligen, kolumbianischen Bergdoerfchen, auf dem “Camino Real”.
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20. – 22. August: BOGOTA
Die Freude ueber die kuehleren Temperaturen findet in Bogota (2800 m), Kolumbien’s Hauptstadt, ein jaehes Ende; wir frieren trotz unserer WirZiehenAllesWasImRucksackIstAufEinmalAn-Taktik und gewoehnen uns nur langsam an die Hoehe und ihre duenne Luft, welche uns mit leichten Kopfschmerzen, Kurzatmigkeit und Schwindel plagt.
Trotzdem sind wir vom Stadtteil Candelaria begeistert: viele Studenten, alternatives Flair und tolle Museen; wir besuchen das Museo de Oro (Goldmuseum) und das Museum des Malers Botero. Ausserdem nehmen wir schweren Herzens Abschied von Stance; da waren’s nur noch drei!
@Stance: Vielen vielen Dank fuer’s Kommen :-)
23. – 26. August: POPAYAN und PASTO
In Popayan, einem kl. Staedtchen weiter suedlich in den Anden, schlafen wir im Hostal von Kim und Chris aus Schottland (‘Hostaltrail’), die superhilfsbereit sind und fuer uns eine Downhill-Mountainbike-Tour, incl. Besuch von heissen Quellen organisieren. Unsere geplante Weiterreise nach Ecuador verschiebt sich um einen Tag, da wir 5 Stunden im Superstau auf der Panamericana stehen und beschert uns einen Zwangshalt in Pasto, ca. 2 Stunden vor der Grenze.
Um die Fotos von diesem Reiseabschnitt zu sehen, wie immer einfach auf folgenden Link klicken:
http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/kKWV83/
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13. – 15. August: CARTAGENA
After the last stormy and sleepless night on sailing boat Iliki, we arrived in Cartagena completely tired and got really excited about hot showers and white linen in the neat hotel San Roque. Funny that we are all a little bit landsick – after five days on a sailing boat.
We therefore treat ourselves in Cartagena by visiting nice Cafes, going out and last but not least celebrating Stance’s birthday. The beautiful and lively old town of Cartagena was a perfect foil to all that. We start the celebrations for Stance’s birthday with the sun set on the city wall, party well past mid-night and enjoy a fancy brunch in the 5* Hotel “Santa Clara” (Remember: The prices given in guide books could be wrong, e.g. way tooooo low!!!).
16. – 20. August: SAN GIL
San Gil is located in the Andes and Columbia’s designated outdoor center. Therefore we spent the days rafting (Video: Rafting in the river of death!!! ;-) and hiking. With an altitude of 1800 m we leave the humid Caribbean air behind us and enjoy cool and mosquito-free nights. The hike from Barichara to Guane, a neat little mountain village, on the old “Camino Real” is particularly impressing.
20. – 22. August: BOGOTA
Our happiness about the cooler temperatures ceased abruptly, when we arrived in Bogota (2800 m), Columbia’s capitol; we are freezing despite our WeWearAnythingWeHaveInOurBackpacks-tactics. We only get slowly used to the altitude and its thin air, torturing us with slight headaches, breathlessness and dizziness.
Nevertheless we like its district Candelaria pretty much: many students, alternative flair and great museums; we visit the Museu de Oro (gold museum) and the one of painter Botero. Moreover we unfortunately have to say goodbye to Stance.
23. – 26. August: POPAYAN und PASTO
In Popayan, a small town further South in the Andes, we stay in Scottish Kim’s and Chris’ Hostal (‘Hostaltrail’), who are more than helpful and organize a down'-hill MTB tour for us, incl. a visit of natural hot springs. Our planned travel to Ecuador is postponed another day by a 5 hour traffic jam on the Panamerican highway and we stay a night in Pasto, ca. 2 hours North from the border.
For checking out our pics of this part of the travel, just klick on the following link:
http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/kKWV83/

Freitag, 3. September 2010

Von Panama City bis Cartagena, Kolumbien – Eine Seefahrt die ist lustig…

02. – 06. Aug. 2010: Panama City CIMG7639
Mit seinen Wolkenkratzern und Rieseneinkaufszentren im US-Stil, wo man wirklich aaaaaalles kaufen kann, war die Ankunft in Panama City fuer uns ein kleiner Kulturschock. Viel zu laut, viel zu hektisch, viel zu modern und viel zu viel von allem: alles hier ist viel mehr Miami als Zentralamerika!
Wir uebernachten im huebsch zurechtgemachten UNESCO-Weltkulturerbeviertel “Casco Viejo” und freuen uns ueber die Ankunft von Stance und Flo. Zusammen erkunden wir die Alt- und Neustadt, besuchen den Stadtpark Metropoliana und seine Bewohner (Faultiere, Tikiaeffchen, lustige Nagetiere, Buntspechte), machen einen Ausflug zur “Isla Taboga” (jedoch leider ohne die gehoffte Buckelwalbegegnung) und besichtigen das Miraflores Lock am Panama Kanal.
Am 06. August machten wir uns auf den Weg zur Atlantikkueste und verbrachten noch 2 Tage im Hostal Wunderbar in Puerto Lindo, von wo aus unsere Seefahrt losgehen sollte. Silvia und Guido, die Hostalbesitzer und seit Jahren leidenschaftliche Segler, organisieren regelmaessig Segeltouren von ihrem Heimathafen in Panama nach Cartagena in Kolumbien und zurueck (www.hostelwunderbar.com).
Das “Uebersetzen” von Mittel- nach Suedamerika ist ueber den Landweg kaum moeglich, zum einen aufgrund des unwegsamen Gelaendes im Darien, vor allem aber aus Sicherheitsgruenden wegen der grossen Guerillaaktivitaet in dem Gebiet. Alternative waere nur ein Flug gewesen, der preislich fast an die 5taegige Segelreise fuer 400 $ p.P. incl. Vollverpflegung kommt.
08. – 13. Aug. 2010: an Bord der Iliki, mitten im Karibischen Meer
Die Hoehepunkte unserer 5taegigen Ueberfahrt waren vor allem die tolle Crew auf dem frisch gestrichenen Segelboot Iliki: Captain Konny (“Wer kommt von weitem ueber’s Meer… ;-), the best Smutje ever: our beloved Poppy aus England und neben uns vieren noch unsere Lieblingsluxemburger Ron und Cheun, sowie Pete aus Belgien. Wir verstanden uns alle auf Anhieb supergut, nicht zuletzt, weil wir schnell feststellten, dass wir nicht nur in etwa den gleichen Musikgeschmack sondern auch den gleichen Humor teilen – beides Garanten fuer 5 unvergessliche Tage (“Guys, what time is it?” “It’s Cuba libre time!!!!!”).
Parallel zur Iliki lief auch der Seeadler mit Hostalbesitzer Guido als Captain aus. Da es fuer die etwas in die Jahre gekommene Iliki die erste grosse Ueberfahrt nach ihrer Generalueberholung war, war es gut den erfahrenen Segler und Maschinenbauingenieur Guido in Funkreichweite zu wissen (“Iliki an Seeadler, Iliki an Seeadler!!!” ;-). Trotz einiger Macken der Iliki (Kuehlwasserzufuhr vom Motor defekt, Elektrizitaet weg, Klo ruiniert ;-) haben wir uns die ganze Zeit in besten Haenden und sicher gefuehlt und alles eher als spannend und aufregend empfunden. Einziges Manko der Iliki ist die fehlende Suesswasserdusche, was die beiden Tage auf dem offenen Meer zu einer echten Herausforderung machten.
IMG_4481Die ersten 3 Tage schipperten wir mit nur maessigem Wind und Hilfsmotor (nur 4 - 5 Knoten) an der panamesischen Kueste entlang und ankerten abends vor traumhaften Inseln des San Blas Archipels. Schnorcheln, Extremhaengematting, Fische fangen und anschliessend auf offenem Feuer grillen waren an der Tagesordnung. Wir bekamen Besuch von einer Riesenschildkroete, Delfinen, Riffhaien, Rochen und uebliches Getier, was sich so am Riff tummelt.
Waehrend der 2 Tage, die wir ueber’s offene Meer nach Kolumbien uebersetzten und durchfuhren, mussten wir alle abwechselnd im 2 Stundentakt Nachtschichten uebernehmen. Das hiess Kurs halten, ueberpruefen, ob der Motor viell. heisslaueft, nach Containerschiffen Ausschau halten und ploetzliche Temperaturabfaelle, die einen Sturm ankuendigen, sofort melden. Die erste Nacht verlief ruhig, allerdings kamen wir in der zweiten Nacht in einen heftigen Sturm (der sich wirklich durch einen aprubten Temperaturabfall ankuendigte!), der anfangs das Hauptsegel aus seiner Schiene riss, das Sonnensegel demolierte, festgezurrte Boxen an Deck loeste, uns fuer 2 Stunden ordentlich durchschaukelte und Cheun und Ron, die waehrenddessen ihre Nachtschicht hatten, 7 Knoten bescherte.
Ein spannendes und sicher unvergessliches Erlebnis, das wir jederzeit wieder auf uns nehmen wuerden! Danke nochmal an Konny und Poppy fuer die tolle Zeit an Bord und unseren Luxis fuer die beste Gesellschaft, ever! ;-)
Und hier geht's zu den Fotos:

UNNUETZES SEEFAHRERWISSEN:

  • mit Musik segelt’s sich doppelt so gut
  • wir haben in 5 Tagen 300 nautische Meilen (Seemeilen) zurueckgelegt, eine nautisch Meile entspricht 1,852 km
  • 7 Knoten sind schneller als 4 Knoten und 1 Knoten ist 1 Seemeile pro h
  • Luxemburgisch ist angeblich eine eigene anerkannte Sprache und nicht wie Ungebildete vielleicht meinen ein deutscher Dialekt ;-))))
  • schon 12 Blatt Klopapier reichen aus, um das Klo auf der Iliki zu verstopfen und Konny einen freudigen Morgen zu bereiten
  • ein gelber Eimer an Deck kann vielseitigst eingesetzt werden
  • es stimmt: eine Seefahrt, die ist lustig!
  • NDW-Musik eignet sich hervorragend als Seefahrersoundtrack (Treetboot in Seenot, Leuchtturm, Hey Matrosen, Terra Titanic und nicht zu vergessen Seemann, gruess mir die Sonne ;-)
  • Delfine lassen sich nur zu den unpassendsten Gelegenheiten blicken, stimmt’s Cheun? ;-)
  • landkrank sein ist schlimmer als seekrank sein und kommt haeufiger vor!
  • das Boot mit den meisten Haengematten gewinnt und kann “Reise nach Jerusalem” mit ihnen spielen
  • Autopiloten sind was fuer Warmduscher (oder ueberhaupt Duscher ;-)
  • Verwirrte Anmerkung Kapitaen Guido zu spaeterer Stunde zu miteinander kicherndem Bernie und Flo: (bitte mit Allgaeuer Akzent lesen ;-) “jo seid’s ihr zwoi Schwule und hobt’s die Woiber bloss ols Alibi dabei?!?!”
Juhuuu! jetzt klappt's!
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02. – 06. Aug. 2010: Panama City
Panama city’s skyscrapers and huge US-style malls, where you can get really anything you can imagine, were a cultural shock for us. Way too loud, too hectic, too modern and way too much of anything reminded us more of Miami than Central America!
We stay in the neat UNESCO-world heritage quarter “Casco Viejo” and are happy about Stance’s and Flo’s arrival! Together we discover the old and new town, visit the park Metropoliana and its inhabitants (sloths, Tiki monkeys, funny rodents, wood peckers), make a trip to “Isla Taboga” (unfortunately without any humpback whale encounters) and visit the Miraflores Lock at the Panama Canal.
On August 6th we head on towards the Atlantic coast and spent 2 days in the Hostal Wunderbar, in Puerto Lindo, from where we started our sailing trip. Silvia and Guido, the owners of the hostal, are well-experienced sailors who organize tours from Panama to Cartagena in Columbia and back on a regular basis (www.hostelwunderbar.com).
The passage from Central to South America is not possible on the land, due to safety issues. A flight would have be an alternative, but its price is almost the same as for the 5 day sailing trip for 400 $ including all meals and water.
08. – 13. Aug. 2010: on SY “Iliki” in the Caribbean Sea
The highlight of our 5-day sailing trip was definitely the crew: Captain Konny, the best Smutje ever: our beloved Poppy from England, the four of us and our favorite Lux guys Ron and Cheun, as well as Pete from Belgium. We got along from the first minute, not only due to our similar taste in music, but also due to a similar sense of humor – both a guarantee for 5 unforgettable days (“Guys, what time is it?” “It’s Cuba libre time!!!!!”).
Parallel with our sailing boat “Iliki”, the “Seeadler” with hostal owner Guido as captain left the harbor in Puerto Lindo, Panama. Since this was the first longer journey for the Iliki after general overhaul, it was good to know experienced sailor and mechanical engineer within radio communication reach (“Iliki an Seeadler, Iliki an Seeadler!!!” ;-). Despite some defects of Iliki (motor coolant defect, no electricity one dusk, toilet broken ;-) we felt safe any single minute and even enjoyed the newer excitements. Only drawback of the Iliki was the non-existing fresh-water shower, making the 2 days on the open sea a real challenge for some of us.
The first 3 days we cruised with only moderate or hardly any wind and auxiliary engine (4 – 5 bends only) along the Panamanian coast, anchoring every night next to dreamlike islands of the San Blas archipelago. Snorkeling, extreme-hammocking, fishing and barbecuing them over a bonfire were on the schedule. We saw a huge turtle, dolphins, riff sharks, rays and the other usual suspects to be seen at riffs.
During the 2 days open water in the Atlantic ocean towards Colombia, we all had to do nightshifts for 2 hours each. That meant staying on course, checking the coolant of the engine, looking for container ships and recognizing abrupt decrease of temperature, which predicts a coming storm. The first night went quite smoothly with no special occurrences, but in the second night on the open sea we came into a pretty rough storm (which really announced itself by a sudden decrease in temperature!). All happened at once: the big sail came down, boxes on deck got loose, pouring rain, the sun sail came down, the boat was rocking like hell for 2 hours and brought Cheun and Ron (who were doing their nightshifts right then) did 7 bends!
All together an exciting and surely unforgettable experience, we would do again any time! Thanks again to Konny and Poppy for having us and the best time and our Lux guys for the best company, ever! Miss you!
Klick here for the rest of the pics:

USELESS SAILOR’S COCK-AND-BULL STORIES:

  • with music sailing means twice as fun
  • within 5 days we covered a distance of 300 nautical miles (1 nautical mile = 1,852 km)
  • 7 bends are faster than 4 bends and 1 bend is 1 nautical mile per hr
  • Luxembourgish is supposedly an own language and not just a German dialect, as believed by ignorant people ;-)))))
  • already 12 pieces of toilet paper are sufficient to block the toilet on Iliki and bring Konny a happy morning
  • a yellow bucket on deck is pretty versatile
  • it’s true: “eine Seefahrt, die ist lustig” as a German song says
  • Nena and other German 80s pop-heroes are the perfect sailing soundtrack (Treetboot in Seenot, Leuchtturm, Hey Matrosen, Terra Titanic und nicht zu vergessen Seemann, gruess mir die Sonne ;-)
  • dolphins only show up at the most improper moments, ain’t it right, Cheun?
  • being landsick is worse than being seasick and occurs with higher frequency!
  • the boat with more hammocks wins and can play “Musical hammocks” – wooohoooooo!
  • autopilots are for milksops!
  • Confused annotation of Captain Guido at the end of a big night towards Bernie and Flo, who were giggling with each other: “are you guys two faggots and took the broads only as an alibi?!?!?!”

Montag, 2. August 2010

Oooooooh, wie schön ist PANAMA – Welcome to Paradise!

16. Juli – 01. August: Bocas del Toro Playa el Drago
Ausruhen war angesagt in den zwei Wochen auf den Bocas del Toro, einem Inselarchipel im Nordosten von Panama! Corinna aus Karlsruhe, die wir in Costa Rica kennengelernt hatten, konnte uns fuer die Zeit auf der Hauptinsel Colon ein 2-Zimmerappartment direkt bei ihr im Haus vermitteln. Interessant wie sich die Prioritaeten waehrend des laengeren Reisens verschieben, eine richtige Kueche mit eigenem Kuehlschrank und 2 grosse Zimmer mit Balkon nur fuer uns sind schon etwas besonderes. Ausserdem geniessen wir es endlich mal wieder ein Stammlokal zu haben, beim Gang ueber die Insel bereits nach 2 Tagen viele Bekannte zu treffen und die zahlreichen gemeinsamen WG-Koch-und-Kniffel-Abende mit Corinna (wir vermissen dich jetzt schon!!!)
Die Bocas del Toro Inseln kann man zurecht als Karibikparadies bezeichnen und wir verbringen die Zeit mit ausgiebigem Strand- und Inselhopping, wir schnorcheln durch bunte Fischschwaerme, unternehmen Radltouren zu einsamen Traumstraenden, freun uns ueber Faultiere und viiiiele Seesterne...
Ausserdem begleiten wir Corinna einen Tag in den Wald, um mit ihr gemeinsam die Erdbeerfroeschchen zu beobachten; die Ursache fuer deren phaenotypischen Polymorphismus ist Thema ihrer Doktorarbeit.
Gruppenbild zum Abschied Einen Tag nutzten wir um mit Joe Bass und seiner Organisation ‘Operation Save Drinking Water’ als “Volunteers for a Day” ein Indigenadorf auf San Cristobal zu besuchen. Dort wurde erst ein grosser Wassertank installiert, damit die Kinder des Dorfes unverschmutztes Regenwasser trinken koennen und es ihnen dadurch moeglich ist taeglich den Schulunterricht zu besuchen, weil sie nicht krank sind. Wir versorgten die ca. 40 Familien jeweils mit einer Extraportion Reis und Linsen und freuen uns ueber die herzliche Begruessung (vor allem durch die Kinder) und nette Atmosphaere im Dorf. Als Gegengeschenke bekommen wir Avocados, Bananen, Kokosnuss und Zuckerrohr, jeder gibt was er kann. Wer die ‘Operation Save Drinking Water’ mit einer Spende unterstuetzen will oder sich detailliert ueber das Hilfsprojekt von Joe Bass informieren moechte, kann das hier tun: www.opwater.org
Unsere Bilder, die wohl am besten veranschaulichen wie paradiesisch wir es in den letzten beiden Wochen hatten, koennt ihr wie immer unter folgendem Link direkt anschauen:
Heute morgen um 4:30 (!!) sind wir nach einer 10stuendigen Nachtbusfahrt in Panama City angekommen und freun uns nun auf Stance und Flo, die heute abend zu uns stossen um dann fuer 3, bzw. 4 Wochen mit uns reisen werden – Hurraaaa!
Und wegen der grossen Nachfrage und den positiven Leserbriefen zu unserem “Unnuetzen Reisewissen”, hier Teil 2 desselbigen:

Unnuetzes Reisewissen - Teil 2:

  • Backgammon Nicaragua Laenderwertung Sieger: Kerstin (inkl. einer vernichtenden 65 Punkte Niederlage!), Weltcup Laendergesamtwertung: Kerstin - Bernie 3-1
  • 1 Woche Costa Rica Budgeturlaub kostet so viel wie 4 Wochen Nicaragua Mittelklassereisen
  • das WieVieleTageHatEinMonatAmFingerKnoechelAbzaehlen ist international
  • Faultiere haben 9 statt 7 Halswirbel wie andere Saeugetiere, koennen deswegen ihren Kopf um 180 Grad nach hinten drehen und sehen dabei suuuupercool aus
  • der Durchschnittsseestern braucht 7 Minuten um sich einmal umzudrehen
  • Stirnlampen koennen auch als Strobo verwendet werden
  • auch nach 4 Monaten taeglicher Uebung faellt es uns noch schwer, das Klopapier nicht ins Klo, sondern in den Muelleimer zu schmeissen
  • fuer die Aushaendigung des Blankoformulars fuer den Antrag zur Ausstellung eines ErsatzEUKartenfuehrerschein braucht der Landkreis Landsberg 1 Email, die Stadt Muenchen hingegen 11 Emails von 3 unterschiedlichen Personen, 3 Anrufe und eine gefaxte Vollmacht (die ich auch ganz echt selbst unterschrieben habe ;-)
  • wer in Deutschland jemanden hat, der seine Unterschrift nachmachen kann, ist als Reisender klar im Vorteil
  • auch bei kleinen Froeschen gilt: Konkurrenz belebt das Geschaeft!
  • mit dem Boot zur Party fahren und dann gleich mal Haddaway zur Begruessung hoeren, obwohl die DJs nicht Ulli und Marcel heissen, ist etwas befremdlich!
  • die meistgetrunkene Biermarke in Panama heisst: BALBOA! Wow, immer im Auge des Tigers!
  • Sandfliegen sind viiiiiel schlimmer als Moskitos, lassen sich aber durch den exzessiven Gebrauch von Kokosnussoel abwehren
  • in den Tropen sind Aepfel und Trauben die exotischen Fruechte
  • fixe Adressen gibt es meist nicht, warum auch, wenn man z.B. in einem “gruenen Haus 200 m oestlich vom Supermarkt Napoli” wohnt ;-)
  • Krebse sind ziemlich schreckhaft:
Soviel fuer heute und hiermit beschliessen wir auch den ersten kleinen Abschnitt unserer grossen Reise: Zentralamerika! 4 Monate sind nun um und wir wissen einerseits gar nicht, wo die Zeit so schnell hingerast ist (haben wir nicht erst vorletztes Wochenende unseren Abschied in Muenchen gefeiert???), andererseits sehen wir beim Durchschaun der Bilder selbst mit Erstaunen, was wir schon alles erlebt haben und koennen kaum glauben, dass das alles in 4 Monate passt!
Liebe Gruesse in die Heimat und die Welt und bis bald aus Suedamerika,
Kerstin und Bernie.
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16. July – 01. August: Bocas del Toro
Chill out was on the schedule during our 2 weeks on Bocas del Toro, an archipelago in Northeastern Panama. Corinna from Karlsruhe, Germany, who we got to know in Costa Rica, organized us a 2room apartment in the house on the main island Colon, where she also lives in. It was interesting to recognize how our focus already had shifted and how happy we were about having our own kitchen with our personal fridge and two huge rooms including a balcony. Moreover we enjoy having a favorite bar again, meeting friends when just strolling around town and the numerous nights hanging out with Corinna.
The Bocas del Toro archipelago are indeed a Caribbean paradise and we spend the days with excessive beach and island hopping, snorkeling through numberless fish, bicycle tours to deserted beaches and are happy with sloth and starfish encounters,…
Moreover we accompany Corinna into the forest and watch a poison dart frog species, which shows an interesting phenotypic polymorphism and is topic of her thesis.
One day we join Joe Bass’ organisation ‘Operation Save Drinking Water’ as “Volunteers for a Day” and visit an indigenous village on San Cristobal. We deliver some additional rice and lentil portions for the families and receive in return hospitality and fruits as welcome presents. For more information on Joe’s work or for donations for a real good purpose click here: www.opwater.org
Our pics, showing two amazing weeks in paradise, are linked here:
And below another loose collection of facts and experiences, this time after 4 months of traveling:
  • Backgammon Nicaragua country cup, winner: Kerstin (incl. a 65 points defeat!), world cup overall standings: Kerstin - Bernie 3-1
  • 1 week budget travelling in Costa Rica costs the same as 4 weeks travelling middle class through Nicaragua
  • the HowManyDaysDoTheDifferentMonthsHaveKnuckleCounting is international
  • Sloths have 9 instead of 7 cervicals as other mammals, can therefore turn their head 180 degrees backwards and look pretty cool doing that
  • the average star fish needs 7 minutes for turning around
  • head lamps can also be used as strobe lights
  • after 4 months of daily practice, we still can’t get used to throwing the toilet paper into the bin instead of the toilet
  • the German traveler who has back home someone who can clone his signature has definitely the upper hand
  • it’s also true for little frogs, that competition is good for business
  • the most popular beer in panama is BALBOA! Wow, always in the eye of the tiger!
  • sand flies are way worse than mosquitoes, but can be offended by excessive use of coconut oil
  • in the tropics apples and grapes are exotic fruits
  • fix addresses do mostly not exist, why need them, if you live in “the green house, 200 m east of supermarket Napoli”
  • crabs are rather jumpy: (check the video above!)
So far so good! Today we finish the first tiny little part of our big journey: Central America. 4 months are already over; on the one hand time flew (wasn’t it just last week-end, when we had our goodbye Munich party), on the other hand we can’t believe that all our experiences and memories fit into such a little time period.
This morning we arrived in Panama City and will meet two very good friends here, who will join us for the next weeks and start our South American chapter with us.
Many greetings,
Kerstin and Bernie.

Sonntag, 25. Juli 2010

COSTA RICA – La pura vida; ohne Mr. Wilson

Von der Isla Ometepe in Nicaragua Weiterfahrt ueber Nacht nach San Carlos. Uebernachtung auf dem Boot in der Haengematte unter klarem Sternenhimmel ;-)
Nach dem Erledigen der Grenzformalitaeten in einer Huette am Grenzfluss "Rio Frio" uebersetzen von San Carlos nach Costa Rica (Los Chiles) mit dem Boot!
02.Juli - 04.Juli: La Fortuna, Volcan Arenal
Costa Rica ueberrollt uns nach Wochen des entspannten ruhigen Reisens in Fortuna mit zu vielen Touris, zu vielen Touroperatorn, zu vielen westlichen Einheimischen, zu viel Infrastruktur und einfach zu hohen Preisen. Zum Glueck finden wir das Backpackers Hostel: Mit Hostelbesitzer Manuel und seinen Schwestern verstehen wir uns praechtig. Besonders lustig ist, dass Manuel eine sehr gute Freundin aus Deutschland hat, die mit Kerstin auf der gleichen Schule war (Marie Kaerlein aus Hochbach!) So klein ist die Welt! Im Hostal wird dann auch gemeinsam in aller frueh (8 Uhr) das triumphale Achtelfinale Deutschland - Argentinien (4-0) angeschaut! Yippieh!
Den Vulkan Arenal sehen wir leider ohne Lava, aber mit Faultier ;-)
Danach konsumieren wir illegalen Alkohol in den superschoenen Thermalquellen von BALDI. Da Costa Rica unser Reisebudget wirklich viel mehr strapaziert als alle bisher besuchten Laender (und wir euch nicht schon vorzeitig wieder auf die Nerven gehen wollen, weil das Reisebudget alle ist ;-), beschliessen wir nach einem kurzen Stopp und einem Treffen mit Olli's und Rosi's Kumpel Andi aus Gernlinden in San Jose, relativ zuegig nach Panama weiterzureisen.
04.Juli - 09.Juli: San Jose
Entfuehrung Mr. Wilson direkt vor der Haustuer von unserem Bekannten Markus. Leider sind auch Kerstin's MoleskineTagebuch, viele Maedchenlieblingssachen und weitere Wertsachen weg! Riesenmist! Dafuer wissen wir jetzt, dass man einen vorlaeufigen Reisepass innerhalb eines Tages in der Dt. Botschaft bekommt, die Beamten dort sehr nett und hilfsbereit sind und die Botschaft geschlossen ist (offizieller Aushang wg. eines Termins ausserhalb der Raeumlichkeiten ;-), wenn Deutschland im Halbfinale spielt! Ausserdem kann ja nicht jeder einen Pass vorweisen, der bei Ausstellungsort Botschaft San Jose sagt! Und Kerstin ist nun auch ganz froh ob der Reisegepaeckversicherung. Zum Glueck sind uns alle anderen Menschen welche wir in San Jose treffen wohlgesonnen und schaffen es letztendlich doch uns wieder ein bisschen mit San Jose zu versoehnen. Dies ist nicht zuletzt Markus zuzuschreiben, der uns herzlichst bei sich aufnahm und mit dem wir noch einige superwitzige Abende - sei es bei Kaesspatzn und Ukulele oder in der lokalen Kneipe an der Ecke - verlebten. Nachdem wir alles soweit erledigt haben, machen wir uns eeeeendlich auf den Weg nach Panama.
09.Juli - 12.Juli: Cahuinta - immernoch Costa Rica!
Unverhofft kommt oft. Costa Rica will uns wohl doch nicht so einfach gehen lassen! Am Grenzuebergang Sixaola erfahren wir, dass die Bananenplantagenarbeiter in der Region Bocas del Torro (unserem eigentlichen Reiseziel) streiken und die Strassen blockiert haben. Panama laesst uns aus Sicherheitsgruenden nicht einreisen. Dann eben doch der Karibikstrand in Costa Rica. Zusammen mit Corinna (einer Biologin, die auf Bocas ihre Dr.arbeit ueber Froesche macht) und Alfred aus Daenemark formieren wir spontan eine kleine Reisegruppe und machen uns auf den Weg nach Cahuinta um dort den Nationalpark zu besuchen. Dort duerfen wir Kapuzineraeffchen, Bruellaffen, Leguane, Schmetterlinge uuuuund einen superlustigen Waschbaeren bestaunen - am besten ihr seht selbst, soooooo suess:

12.Juli - 16.Juli: Puerto Viejo
Von Cahuinta fahren wir weiter nach Sueden Richtung Puerto Viejo um dort nochmals richtig zu chillen bis der Grenzuebergang wieder offen ist.
Achtung, Arachnophobiker aufgepasst, folgendes Album enthaelt ein Bild mit zwei Achtbeinern, wenn auch unbehaart und mit schlanken Koerpern!
Alle Furchtlosen klicken hier:
http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/E79jUv
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Costa Rica - "La Pura Vida" but without Mr. Wilson :-(
From Isla Ometepe in Nicaragua we took the overnight ferry to the Southern coast of Lago Nicaragua in San Carlos. We spent the night under a clear sky on deck in our hammock. After managing the migration in a hut by the border river "Rio Frio" we cross the country border in a little boat towards Los Chiles, Costa Rica.
02.July - 04.July: La Fortuna, Volcan Arenal
Costa Rica ran us over with too many tourists, too many tour operators, too many westernized locals, too many infrastructure and prices way beond our budget. Luckily we find the backpacker's hostel in La Fortuna: we have a great time hanging out with Manuel and his sisters, who are running the hostel in their childhood home. We watch together the 4-0 of the German team against Argentina (Whoohoo!!!). Unfortunately volcano Arenal does not show us any lava, but a sloth!!!! ;-) After the visit of to volcano we relax in the hot springs of BALDI. We decide to kind of rushing through Costa Rica and heading on directly to Panama after meeting Andi (a friend's friend) in San Jose.
04.July - 09.July: San Jose
Mr. Wilson is kidnapped (together with all our other valuables) in front of Markus' house. That sucks! But now we know that you can get a new passport at your embassy within one day, that people working there are way more relaxed than their collegues in Germany and who does have passport saying in the location of purchase "Embassy San Jose"???
Fortunately the rest of the people in San Jose are so nice and welcoming, that San Jose still will remain in our memories as a place to hang out. This is mostly due to Markus, who gave us the feeling that we are more than welcome in his house and helped us out with anything you can think of. We had some great talk over "Kaesspatzn" and a real fun night in a local pub. Thank's again for making San Jose worthwile! After we got everything done we finally wanted to make it to the beautiful Bocas del Toro islands in Western Panama.
09.July - 12.July: Cahuinta - still Costa Rica!
It seems that Costa Rica didn't want to let us go! At the border at Sixaola they tell us, that Panama closed its border for safety reasons, due to a strike of the workers on the bananana plantations. We spontanuously form a little travel group with Corinna from Germany (a biologist, doing her PhD about the frog on Bocas) and Alfred from Denmark and head towards the Costa Rican beach town Cahuinta. There we visit the national reserve and are happy about a lot of wildlife encounters: white face monkeys, howler monkeys, leguans, butterflies aaaaaaand a cutie little racoon, but see yourselves in the video above! ;-)
12.July - 16.July: Puerto Viejo
We head back South towards the border and wait in Puerto Viejo until the border is finally open again.
Arachnophobians beware, the following album contains a pic of two 8leged ones:
http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/E79jUv

Dienstag, 13. Juli 2010

NICARAGUA - Part 3 - einfach wunderschoen!

Wir konnten uns von Nicaragua einfach nicht trennen! Die Schoenheit dieses Landes, gepaart mit seinen freundlichen Einwohnern und guenstigsten Lebensbedingungen hatten uns in ihren Bann gezogen - wir reizen unser Visum fast bis zum allerletzten Tag aus.

14. Juni – 19. Juni: Granada
Nach dem ausgiebigen Strandleben in Las Penitas wollten wir in Granada wieder ein bisschen Stadtluft schnuppern. Leider hatte sich Bernie eine Grippe mit hohem Fieber eingefangen und Kerstini durfte sich als Krankenschwester ueben (Anmerkung des Patienten: Super gemacht!). Der Malariatest ist zum Glueck negativ und da es hier schliesslich Winter ist (darueber muessen wir jedes Mal lachen, weil jeden Tag 25 Grad sind), waere so eine Grippe ja auch ganz normal.
Wir wohnen bei Thomas und Pedrona, die uns mit leckeren Spezialitaeten verwoehnen, fuer die sie kein Geld annehmen wollen. Sie versuchen sich dabei zu unserer Freude gegenseitig zu uebertrumpfen.
Nachdem Bernie wieder einigermassen hergestellt ist unternehmen wir eine Bootstour zu den vorgelagerten Islettas im Lago de Nicaragua und treffen erneut (zu Kerstin's groooosser Freude) auf zutrauliche Klammeraeffchen.

20. Juni – 22. Juni: Laguna de Apoyo
Die Laguna de Apoyo ist (wie auch die bereits besuchten Lago Atitlan in Guatemala und Lago de Coatepeque in El Salvador) ein Vulkankratersee. Allerdings erinnert das Wasser hier, obwohl es kristallklar ist, durch seinen schwefligen Geruch noch mehr an seinen vulkanischen Ursprung. Forschern von National Geographic war es nicht gelungen die wirkliche Tiefe des Sees zu bestimmen, da ihre Geraetschaften nur bis max. 250 m funktionierten. Wir wohnen in der Apoyo Lodge, dem Hostel von Shamus aus Kanada. Da sich in unserer zweiten Nacht niemand in die Suite eingebucht hat, werden wir upgegraded und freuen uns riesig ueber das luxurioese, wunderschoene Zimmer mit eigenem, geschmackvollem und sauberem Bad, sowie der Wahnsinnsterrasse mit Seeblick! Das bislang beste Zimmer auf der Reise, wir fuehlen uns wie die Koenige! Vielen Dank nochmal an Shamus dafuer! Leider koennen wir sein Angebot, die Lodge fuer 1 Monat zu "sitten" aus zeitlichen Gruenden nicht annehmen, hoffen aber, dass es ein anderes mal klappen wird. Wir verbringen die Tage mit Tretboot fahren, Lesen und Extremchillien.


22. Juni – 24. Juni: Granada
Puenktlich zum letzten Vorrundenspiel gegen Ghana (SIEG!!) geht es zurueck nach Granada, da die Apoyo Lodge leider keinen Fernseher hat. Hier lernen wir Daniel aus Australien kennen, mit dem wir uns auf Anhieb gut verstehen und beschliessen gemeinsam weiter auf die Isla Ometepe zu reisen.

24. Juni – 01. Juli: Isla de Ometepe
Mit der Faehre setzen wir von Granada zur Isla Ometepe bei strahlendem Sonnenschein und bester Sicht ueber. Die aus zwei Vulkanen bestehende Insel liegt mitten im Lago de Nicaragua, dem zweitgroessten Suesswassersee der Welt. Wir uebernachten in der Finca Porvenir mit Superblick auf den Vulkan Conception! Die Vegetation auf der Insel ist ein wahrer Paradiesgarten mit zahllosen Schmetterlingsarten und anderen faszinierenden Insekten. Das 4-1 im Achtelfinale Deutschland gegen England schauen wir im superspitzenwahnsinns WM Studio (wir waren uns meistens nicht sicher, welcher der weissen Flimmerpunkte der Ball ist! ;-)

Bei einer Wanderung zum Volcan Maderas freuen wir uns ueber den Besuch einer Gruppe von Bruellaffen am "Snickers Viewpoint". Die posierlichen Tierchen, wie es Herr Sielmann sagen wuerde, interagierten sogar mit uns und machten durch zahlreiche Versuche auf uns zu urinieren deutlich, dass wir hier wohl nicht erwuenscht seien!
Im zweiten Teil der Woche auf der Isla uebernachteten wir in der Rancho Merida und wanderten zum Wasserfall San Ramon.

Da wir uns oft etwas schwer tun, zu beschreiben, wovon wir uns hier die ganze Zeit ernaehren, haben wir in diesem Fotokapitel auch einige Leckereien dokumentiert. Yummy!
Wer sich also Appetit holen will und ausserdem nichts gegen Schmetterlinge hat, der klickt ganz schnell hier:

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We just couldn't let go and stayed until our visa almost expired. The beauty of this land, in combination with its friendly people and cheap living conditions had bewitched us.

14. June – 19. June: Granada
After beach life in Las Penitas we wanted some city life again and traveled to Granada. Unfortunately Bernie came down with a really bad flue (Malaria test negative, uff...). We are staying with Thomas and Pedrona, who are spoiling us with delicious specialties for which they wouldn't accept any money.

After Bernie had more or less recovered, we make a boat trip to the Las Islettas right outside Granada in Lago Nicaragua, and again meet some spider monkeys.

20. June – 22. June: Laguna de Apoyo
The Laguna de Apoyo is another crater lake, with depths >250m, making us sometimes nervous when swimming. Here the water, although cristal clear, still reminds you of its vulcanic origin, due to the sulfur smell. We are staying at the Apoyo Lodge, the hostel of Canadian Shamus. Since nobody had booked the suite for our second night, we get upgraded and luckily enjoy the luxurious room with a huge lake-view deck. Thank's again, Shamus! This was the best room during our travel so far! Unfortunately, we can't snap at the chance of sitting the lodge, while Shamus is on vacation, due to time. We spent the days on and in the Laguna, with paddle boat or inner tubes or just relaxing on our gorgeous balcony.


22. June – 24. June: Granada
Just in time for the last German world cup game during the group phase (victory!), we return to Granada, since there is no TV in the Apoyo lodge. We get to know Daniel from Australia here and decide to travel together to Isla Ometepe, the volcanic island within Lago de Nicaragua.


24. June – 01. July: Isla de Ometepe
We took a ferry from Granada and had best weather and best views to the Isla with it's two volcanos. We stay at Finca Porvernir with a gorgeous sight onto volcano Conception. The vegetation on the island is breathtaking; a garden Eden with countless butterflies and other fascinating insects.

Hightlights of our stay are besides the 4:1 of the German team against England ;-) our hike up volcano Madera and there the sight of a howler monkey family at Snickers viewpoint and a hike up to the San Ramon cascadas.

Since it is sometimes hard for us to describe all the yummy things we get to eat here, klick here for some pictures of local specialties, butterflies and other beautiful Nica impressions:

http://flickr.com/gp/mrwilsonontour/B7g531/


Dienstag, 29. Juni 2010

NICARAGUA - Part 2 - Sol y Mar


Verehrte Leserschaft!
Nachdem wir euch im letzten Post nicht mit Sonne, Strand und Meer belaestigt haben, wollen wir dieses Kapitel gaenzlich
denselbigen widmen.
Aber sind wir doch mal ehrlich, wir hatten doch wirklich eine Wetterverbesserung verdient, oder?
Inzwischen beschraenken sich die Regenschauer brav auf die spaeteren Abendstunden, wenn man ueber eine kurze Abkuehlung durchaus dankbar ist.

04. Juni - 07. Juni: JIQUILILLO
Kleines Fischerdorf im Norden von Nicaragua - wir wohnen bei Nate und Stephanie in der "Rancho Esperanza". Die beiden haben die Schule in dem Oertchen hochgezogen und engagieren sich sehr fuer die Kinder im Ort. Wer mal in der Gegend ist, sollte sein Urlaubsbudget auf jeden Fall hier ausgeben.
Die regelmaessigen, kleinen Wellchen am Strand eignen sich hervorragend fuer Surfanfaenger, perfekt fuer Bernie's erste Surfstunde.

07. Juni - 14. Juni: LAS PENITAS
Der "Hausstrand" von Leon war unser naechstes Ziel und hier hatten wir besonderes Glueck mit der Unterkunft: mit dem Bed & Breakfast "Sol y Mar" finden wir nicht nur ein wunderschoenes Plaetzchen zum Verweilen (vor allem durch die tolle Lage direkt am Strand und das wunderschoene Sonnendeck) fuer wenig Geld sondern auch entsprechendes Wohlfuehlklima durch die familiaere Atmosphaere die uns sofort mit einschliesst. Mit Pedro und Maria, sowie ihren Soehnen Yader und Jose und Pedro's Schwester Rosario wurde gemeinsam gekocht, spanisch gelernt, joggen gegangen, Domino gespielt und natuerlich auch Fussball geschaut! Der Abschied fiel uns allen sehr schwer, aber wir hatten unseren Aufenthalt eh schon auf eine Woche ausgedehnt.
Waehrenddessen findet hier auch der nationale Surfcontest fuer die internationale Qualifizierung statt, incl. einer Party zu Ehren desselbigen. Wir nehmen natuerlich beides gerne mit!

Am Schluss möchten wir uns heute noch bei allen bedanken, die fleissig unseren Blog lesen, Feedback geben und uns ihrerseits auf dem Laufenden halten.
Denn auch wir freuen uns riesig ueber Fotos und eure Geschichten!

Und jetzt zuruecklehnen, den Soundtrack von Cocktail (mit Tom Cruise) auflegen und geniessen;
We proudly present: Best of 80er Jahre Strandtapetenmotive:



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Dearest readers!

Since we did not bother you with sun, beach and sea in our last blog, we would like to dedicate this chapter completely to them.
But honestly, didn't we deserve a little bit of weather improvement?
Meanwhile the thunderstorms and showers are limited to the late evening hours, when we are happy about a little cool down.

04. Juni - 07. Juni: JIQUILILLO
Small fishermenn village in Northern Nicaragua - we are staying with Nate and Stephanie in their "Rancho Esperanza". They built a school in the village and do a lot for the kids. Whoever might be somewhere near, should really spend his travel budget there.
The regular white water waves are ideal for surf beginners, so perfect for Bernie's first surf lesson.

07. Juni - 14. Juni: LAS PENITAS
Leon's closest beach was our next destination, where we had special luck with the accomodation: the Bed & Breakfast "Sol y Mar" is not only a beautiful spot to rest your weary bones and enjoy amazing sun sets (especially due to the cute porch and its location on the beach) for little money, but also an inviting and warm hearted familiar atmosphere, which immediately includes us. Together with Pedro and Maria, their sons Yader and Jose and Pedro's sister Rosario we cook together, go running, play Domino and (of course) watch the soccer world championship together! Saying goodbye to them makes us really sad, but we already extended our stay to a whole week, other than planned!
While we are there, the national surf contest is taking place together with a huge party. We enjoy both events! ;-)

Last but not least we would like to thank today everyone, reading our blog, giving feedback and keeping us updated.
Because we also enjoy your pictures and stories!

And now it's time to relax, turn on the Cocktail soundtrack (with Tom Cruise) and enjoy;
we proudly present: Best of 80s beach sceneries



Mittwoch, 9. Juni 2010

NICARAGUA - Part 1 - Hello rainy season!

Hey-ho!

Damit ihr
a) nicht denkt, nur ihr hattet im Mai schlechtes Wetter und auch um
b) den Anschuldigungen, wir wuerden nur ausgewählte SchoenWetterBilder hochladen (extra um euch zu quälen ;-), entgegenzuwirken
folgt diesmal ein zwar verregnetes, aber keinesfalls langweiligeres Kapitel unserer ersten Tage in Nicaragua:

21. - 24. Mai: MATAGALPA
Unser erster Stopp in Nicaragua fuehrte uns ins Hochland im Nordwesten, wo wir beim Besuch des Kaffeemuseums und einer Kaffeeplantage, sowohl mit den Geheimnissen des guten Kaffeeanbaus, als auch mal wieder mit den Missständen des globalen Kaffeehandels vertraut gemacht wurden. Unsere Message an dieser Stelle: kauft noch mehr Fair Trade und vor allem nix von den boesen Nestlés, Knorrs, ProcterGambles, etc...!
Die Finca "Selva Negra" (uebersetzt Schwarzwald und vor 200 Jahren von deutschen Einwanderern im Kaffeerausch gegruendet) verzauberte uns mit atemberaubender Natur.
Die Regenzeit bescherte uns hier erfrischende naechtliche Schauer und angenehme Tagestemperaturen und wir freuen uns fast darüber mal wieder lange Hosen tragen zu koennen und nicht sofort nach dem Duschen wieder durchgeschwitzt zu sein.

24. Mai - 04. Juni: LEON - Sprachschule, Vulkansurfen, Lava!

Nach 2 Monaten des blossen SeeleBaumelnLassens hielten wir es fuer angebracht, unsere grauen Zellen mal wieder ein bisschen zu fordern.
Wir quaelten uns eine Woche lang taeglich 4 h mit dem "Subjentivo", den "Pretériden" und anderen spannenden Eigenheiten der spanischen Grammatik und wurden in unseren nicaraguanischen Gastfamilien mit leckeren Spezialitaeten gemaestet. Besondern Spass hatte Bernie mit seinem 8-jaehrigen "Gastbruder" (und "personal Spanishcoach") Hildeberto, der den Gebrauch von "por y para" im Gegensatz zu uns suuuuperleicht fand und Kerstin mit ihrer "Gastoma" Abuelita Coco!
In Leon treffen uns auch die Auslaeufer von Hurricane Agatha, welche sich in 3 Tagen massivem Dauerregen aeussern, was aber nicht weiter schlimm ist und uns ganz im Gegenteil das Druecken der Schulbank erleichtert. Waehrend unserer Zeit in den Familien wird in Nicaragua auch einer der wichtigsten Tage des Jahres begangen - der Muttertag, was Essen bis zur Fressnarkose bedeutet!
Da wir uns in Leon, einer huebschen aber gleichzeitig sehr authentischen Stadt, so wohl fuehlten, blieben wir laenger als geplant. Einen Grossteil hat hierzu auch das Wohlfuehlhostel "La Tortuga Booluda" beigetragen, wohin wir nach unserer Zeit in den Gastfamilien gezogen sind.

Die beiden Hoehepunkte unseres Aufenthalts in Leon waren beide vulkanischer Natur:

den "Cerro Negro" surften wir auf Holzboards runter und den "Telica" bestiegen wir um ueber Nacht zu bleiben und in der Hoffnung Lava zu sehen! Nach Einbruch der Dunkelheit war es zuerst viel zu neblig, um etwas sehen zu koennen. Etwas spaeter versuchen wir den finalen Aufstieg, mussten aber schon bald wieder umkehren, da der Wind drehte und die beissenden Schwefeldaempfe in unsere Richtung blies. Wir hatten die Hoffnung bereits aufgegeben, als sich erneut dichter Nebel bildete, aber kurz nach 10 Uhr, war es dann soweit, klarer Sternenhimmel, den Wind im Ruecken und nach einem kurzen Aufstieg sahen wir von der steilen Vulkankraterkante aus unter uns in der Dunkelheit fluessige, rotgluehende Lava in 200 m Tiefe - einfach atemberaubend!




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Hey-ho!

So that you guys don't think, only Europe had rainy weather in May and also against all accusations, we would only upload
selected fair weather pics, here a rainy but still beautiful section of our first days in Nicaragua:

21. - 24. May: MATAGALPA
Our first stop in Nicaragua led us to the highlands in the north west. There we visited a coffee museum and a coffee plantation,
where we learned all the secrets of coffee cultivation as well as about the dark side of globalism. So as we all already know:
buy fair trade products and do not support the bad guys Nestlés, Knorrs, ProcterGambles, etc...!

The Finca "Selva Negra" (which means Black Forest and was founded about 200 years ago by German immigrants) bewitched
us with its breathtaking nature.
The rainy season brought us refreshing showers during the night and comfortable temperatures during the day.

24. May - 04. June: LEON - Language School, Vulkano surfing, Lava!
After 2 months of unwinding we thought it would be time to use our heads again. We tortured ourselves for a whole week 4 h
daily with "Subjentivo", the different "Pretéridos" and other exciting peculiarities of the Spanish grammar and were fed up in
our Nicaraguan families with local specialties.
The offshoot of hurricane Agatha affect Leon with 3 days of continuous pouring rain, making going to school each day easier
for us. Moreover, we spent one of the most important days in the Nicaraguan calendar in our guest families: mother's day,
meaning food, food and more food!
We spent more time in Leon than planned, since we liked the vibe of the city a lot. Both highlights during our stay in Leon
were of volcanic origin: We surfed down the "Cerro Negro" on wooden boards and hiked up Telica, where we camped
over night and saw liquid lava in the crater 200 m below us - a breathtaking view (not just due to the sulfur! ;-)